Hurra: Lieber anarchistisch in … reisen, als mich von Euch wegsperren lassen, gilt nicht mehr!

Im Frühjahr 2021 habe ich den obigen Titel für meinen Kolumbientrip genutzt. Denn die Industriestaaten benutzten nur alle erdenklichen Möglichkeiten, um das Volk zu überwachen und die Pandemie zu bekämpfen.

Aktuell scheint Covid 19 gut im Griff zu sein. Wenn man von einigen Impfunwilligen absieht. Der Überwachungsstaat setzt jetzt Instrumente wie „2G“ und „1G“ ein.

Ich betone, daß ich ein extrem egoistischer Mensch bin, der in erster Linie an sich selbst denkt. Weil ich geimpft bin, kann ich mich legal frei bewegen. Ich finde es richtig sich impfen zu lassen. Aktuell kann ich mit „2G“ gut leben.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! Aus „2G“ und „1G“ können neue und völlige andere staatliche Überwachungsinstrumente erwachsen, die wir vielleicht noch nicht einmal bemerken, weil wir uns daran gewöhnt haben. Die Nachrichtendienste haben mehr denn je alle Möglichkeiten in der Hand, uns komplett auszuspionieren. Und die IT- und Beratungsindustrie wird viel Geld verdienen können. Zudem animiert sie die Spitzeldienste im Rahmen ihrer Profitgier.

Die Backpackerszene verändert sich aktuell stark. Es kommen immer mehr und zum Teil sehr junge Traveller nach Lateinamerika. Die sind alle geimpft, haben den Lockdown life erlebt und lehnen Verschwörungstheorien ab.

Andere Backpacker lassen sich nicht impfen und sind Verschwörer. Sie sind mittlerweile in der Minderheit unter den Travellern.

Wann wird „2G“ hier in armen Ländern Lateinamerikas ankommen? Ein Staat wie z.B. Kuba wird Regeln minutiös umsetzen wollen. Aber den anderen Ländern fehlt schlichtweg das Geld.

Ich fragte eine deutsche Hostelbetreiberin in Antigua, warum sie sich nicht von jedem Kunden einen Impfausweis vorzeigen läßt. Sie sagt, daß sie Umsatz braucht.

Aber der Tag wird kommen, ab dem Du ungeimpft nicht mehr am öffentlichen Leben teilhaben kannst. Auch hier in den armen Ländern.

Ich treffe Traveller an, die mit gefälschten USA Impfausweisen herumreisen. Ich habe einen absolut legalen Impfausweis der USA und die Impfungen. In der Tat: der Impfausweis ist nicht fälschungssicher. Ich habe zum Glück weitere Dokumente vom Krankenhaus, die meine Impfungen belegen.

Corona hat Freunde zu Feinden werden lassen. Das betrifft auch Freunde, die ich jetzt nicht mehr habe. Grund dafür sind die Aussagen in meinem Blog. Einige sind beleidigt, dass ich sie als Stubenhocker bezeichnet habe. Meine Erfahrung zeigt, wenn der Krug einmal zerbrochen ist, dann ist Schluß!

Aber ich lass mir meine Meinung nicht verbieten! In einem meiner Arbeitszeugnisse steht: Herr … vertritt seinen Standpunkt umfassend und konsequent! Genau das mache ich mit meinem Blog.

Fazit: „2G“ geht für mich in Ordnung. Zurückliegende Wegsperrmassnahmen nicht! … und ich finde es richtig, daß ich gleich ab März 2020 gereist bin und nicht erst jetzt, wo ich auch erheblich älter geworden bin.

Stichwort Verschwörungstheorien:

Seit Beginn meiner Reise wurde ich ich mit diversen Verschwörungstheorien konfrontiert. Im März 2020 waren diese Theorien kaum in meinem Gedächtnis verankert, jetzt aber sehr wohl. Ken Jebsen war für mich kein Influencer, den man kennen musste.

Hier einige Aussagen zu Verschwörungstheorien und Befindlichkeiten, denen ich seit März 2020 begegne:

  • Blockwart, Treppenterrier (beide 3. Reich) und AKP (auskunftswillige Bürger (MfS)): Diese Instrumente hat der Staat während des Lockdowns eingesetzt. Da muss ich einem Freund, der AFD Mitglied ist, leider zustimmen.
  • Orwell Staat: Ja das findet statt! Während des Lockdowns verschärft! Diese Meinung teile ich mit einigen Freunden und Backpackern.
  • Biowaffenangriff auf das Volk: Diese Meinung wird von einigen Hardcore Backpackern, Verschwörern und Esotherikern vertreten, die ich auf meiner Reise treffe. Ich teile diese Meinung nicht, lehne sie ab und finde sie äußerst gefährlich. Der AFD Freund sagt hierzu, daß diese Theorie aktuell nicht wissenschaftlich belegbar ist (ja so kann man es halt auch ausdrücken!).
  • UNESCO Agenda, die Weltbevölkerung zu reduzieren, weil nicht genug Essen und Platz für so viele Menschen vorhanden ist (siehe Biowaffenangriff auf das Volk).

Vergleiche zum 3. Reich:

  • Verschwörungstheorien: Würden verfolgt und geächtet werden. Menschen, die diese verbreiten wären im KZ gelandet und ermordet worden. Sprich: Ken Jebsen würde nicht mehr leben.
  • Esotheriker: Könnten als staatsfeindliche Sekte verfolgt werden
  • Selbstfinder /Menschen auf Selbstfindungstripp: Diese kämen ins Irrenhaus und würden sich dem Euthanasieprogramm der Nazis unterziehen müssen. Das gilt genauso für Menschen, die reisen um sich selbst zu finden. Zu dieser Gruppe zähle ich mich!

September 2021

  • Nachtrag Guatemala

Oktober 2021

  • Honduras: Kreuzfahrten, Tauchabenteuer und mehr! Lasse ich mich überraschen!
  • Wiedersehen nach 8 Jahren mit einer Spanisch Lehrerin in Nicaragua
  • Weiterreise durch Nicaragua inklusive Corn-Island

November 2021

  • Costa Rica: Hier wird nachhaltiger Tourismus gelebt

Nachtrag Guatemala

Am 26.09.2021 fuhr ich nach Guatemala City. Ich wohnte abermals im Nostalgic Hostel. Guatemala City wird weniger von der Traveller Gemeinde aufgesucht. Ich fuhr wegen der dort existierenden Gayszene hin.

  • Honduras: Kreuzfahrten, Tauchabenteuer und mehr! Lasse ich mich überraschen!
  • Wiedersehen nach 8 Jahren mit einer Spanisch Lehrerin in Nicaragua
  • Weiterreise durch Nicaragua inklusive Corn-Island

Ich suchte zwei Szenesaunen auf. Die Dansei Sauna befindet sich in der Zone 1. Sie ist eher sehr einfach. Der Eintritt von EUR 10 ist zu hoch. In der Zone 9 befindet sich die „G Wet“ Sauna. Diese kostet ca. EUR 11,50 Eintritt. Wenn ich bedenke, dass ich in Mexiko in den Sexclubs ca. 4 bis 5 Euro Eintritt bezahlt habe, so sind die Preise hier schlichtweg zu hoch.

Die Kundschaft, die in die Saunen geht, muss über das nötige Kleingeld verfügen. Somit kommen sie herum und suchen bestimmt niemanden in meiner Altersgruppe. Nur unter der ärmeren Bevölkerung finde ich da jemanden!

Tubing in Lanquin

Am 27.09.2021 fahre ich mit Collectivos nach Lanquin. Dort wohne ich in der „El Retiro Lodge“. Ich will nochmal nach „Semuc Champey“! Die Wasserfälle, Schwimmbecken und die Wasserhöhle gehören mit zum besten Naturerlebnis in Guatemala. Dieses Ziel darf niemals ausgelassen werden.

Ich bin der Harem im Korb mit 9 Israelis

Der Höhlenbesuch mit den Fackeln ist unglaublich. Ich mache die über das Hostel eingerichtete Tour mit 9 jungen Israelis zusammen. Der älteste unter ihnen ist 25 Jahre alt und diente beim Militär für 6 Jahre.

Alle 9 Gruppenmitglieder waren zuletzt bei der Armee. Während der Ganztagstour kreisen Joints die Runde. Ja das angeblich so ordentliche Militär Israels! Aber stille Wasser sind tief.

Abends nachdem wir zurück im Hostel sind, kommt ein Dealer vorbei und will die Israelis abzocken. Dafür muß er sich andere suchen! Unsere Israelis sind einfach zu clever!

Honduras: Kreuzfahrten, Tauchabenteuer und mehr! Lasse ich mich überraschen!

Am 29.09.2021 fahre ich mit Bussen und Collectivos nach Copan Ruinas. Ein langer Weg liegt vor mir. Backpacker Shuttle Busse werden zwischen Semuc Champey und Honduras aktuell nicht angeboten.

Stattdessen erlebe ich eine Fahrt in einem nagelneuen Luxusbus auf einem Teilabschnitt der Strecke. So etwas habe ich in Guatemala noch nie erlebt. Mal sehen, wann die zahlreichen Hühnerbusse abgelöst werden. Es sind jetzt bereits weniger gegenüber früher.

Um 18 h schließt der Grenzübergang „El Florido“. Ich bin um 17:45 h hier bei strömenden Regen angekommen. Der letzte Bus ins nahegelegene Copan Ruinas fährt um 17 h, ist also bereits weg.

Was mache ich? Ich trampe und spreche einen Autofahrer an, der mich bis kurz vor das Hostel „Iguana Azul“ fährt.

Thomas in seinem Element

In Copan Ruinas habe ich Großes vor! Ich will Thomas wieder treffen. Er betreibt die Brauerei Gaststätte „Sol de Copan“. Ich habe ihn am 30.12.2014 das letzte Mal gesehen. Damals war er im Gastraum bei voller Auslastung total beschäftigt.

Heute ist weniger los hier. Wir unterhalten uns ausgelassen. Auch Thomas ist geimpft. Er sagt dass die Behörden mit den Lockdown Maßnahmen einen Knall haben. Er kann bestens nachvollziehen, daß ich aus Europa abgehauen bin.

Sein Mittelschnauzer lebt nicht mehr! Jetzt hat er einen prächtigen unkopierten Dobermann Rüden, mit dem das Motto „Fit und gesund durch Sport mit dem Hund“ gilt. Thomas ist mittlerweile 60 Jahre alt. Er will zukünftig mit seinem Brauhaus kürzer treten. Es gibt genügend Kunden in Honduras, die ihm sein Bier abkaufen wollen. Er stellt sich vor, nur noch Bier zu brauen und keine Kneipe mehr zu betreiben, es sei denn, daß sein Sohn die Beiz übernimmt.

Typisch bayerisches Essen bei Thomas

Thomas und ich haben eines gemeinsam: wir werden älter und das Berufsleben muß auf Lebenssituation und Gesundheit angepasst werden. Ja darüber reden wir.

Das Sol de Copan in Copan Ruinas

Am Folgetag gehe ich wieder in sein Beisl. Heute hat es viele Gäste hier. Thomas hat zu tun! Aber er kommt immer wieder und wir reden!

Auch sein Essen ist köstlich. Es liegen Welten zwischen seinem bayerischen Spezialitäten und denen in USA Gaststätten mit deutscher Küche. Ja Thomas bietet hochpreisg an, aber er bietet auch viel: Gutes Essen und Bier, welches nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut wird.

Weil ich ihn und sein Wirtshaus besuchen wollte, deswegen fuhr ich nach Copan Ruinas jetzt zum 3. Mal seit Februar 2012.

Ein Frühstück für 2 Euro

Am 01.10.2021 fahre ich mit Lokalbussen nach La Ceiba. Das traut sich nicht jeder Backpacker in Honduras. Für die ca. 360 km lange Strecke benötige ich 11 Stunden mit zwei Bussen. Ich fahre um 7 h morgens los.

In La Ceiba wohne ich im Backpacker „Los Guacamayas“. Das Hostel ist überteuert, für das, was es bietet. Es gibt eine Malecon Meile, wo preiswertes Essen und Trinken in unmittelbarer Nähe angeboten wird.

La Ceiba gilt als gefährlich. Vor dem Hostel wurde wenige Tage vor meiner Ankunft abends gegen 21 h ein Taxifahrer erschossen. Die Stadt ist schäbig! Also Vorsicht ist geboten.

Am Folgetag fahre ich mit einem Hühnerbus zum Cangrejal River. Dort werden Wandern und Wildwasser Rafting angeboten.

Jungle Lodge Panorama

Ich besuche die Jungle River Lodge, aber die ist mit einer Schülergruppe voll belegt. Das Omega Hostel, welches von Udo betrieben wird, ist mit ca. EUR 35 viel zu teuer.

Im „La Mosketia“komme ich für wenig Geld unter. Und hier hat es eine super Badestelle.

zusammen mit Alissia

Abends zum Essen und gleichzeitiger „Happy Hour“ im Omega Hostel spricht mich Alessia aus Italien an. Wir haben uns im Januar an der Laguna Montebello in Chiapas getroffen. Sie erinnerte sich sofort an mich.

Omega Lodge

Sie erzählt mir, dass sie sich von ihrem damaligen Lebenspartner getrennt hat. Deren Beziehung bestand aus grenzenlosem täglichen Kiffen. Sie hat ihr Leben total umgestellt. Keine Substanzen, egal welcher Art nimmt sie mehr ein. Sie ernährt sich als Pescetarier.

Rafting

Zwischenzeitlich war sie für einige Monate zurück in Europa. Sie arbeitet jetzt Remote für ein Münchner StartUp aus der Automotive Industrie. 50 Stunden muss Sie pro Woche arbeiten. Dafür wird sie bezahlt. Um 4 h morgens geht´s los, um 13 h hat sie Feierabend. Mit dem Laptop reist sie durch die Welt. Ihre nächsten Ziele sind der Iran und Pakistan.

Alissia reist alleine und kommt damit gut klar. Sie gönnt sich bei ihrem Einkommen auch mal ein besseres Hotel. In der Omega Lodge sehe ich einige Gäste mit ihrem Laptop am arbeiten.

Wir verbringen einen super Abend zusammen. Nicht zu lange, dafür aber intensiver Unterhaltung. … und nicht oberflächlich! Zum Frühstück setzen wir das Ganze nochmal fort.

Danach gegen 20 h gehe ich noch einen Trinken. Im Wirtshaus nebenan. Als ich die Rechnung bestelle, sagt der Wirt, Du bist eingeladen! Gastfreundschaft in Honduras nenne ich das!

Am nächsten Tag fahre ich nachmittags per Anhalter zurück in das nahegelegene La Ceiba. Ein US Amerikaner, der hier lange lebt, nimmt mich mit.

Ich wohne wieder im „Los Guacamayas“. Wir gehen abends mit allen 4 Gästen aus unserem Schlafsaal am Malecon essen. Aber die Gruppe passt irgendwie nicht zusammen. Die jüngste Teilnehmerin in der Gruppe ist 37 Jahre alt und kommt aus Taiwan. Eine andere Frau aus Frankreich ist 62. Mit der verstehe ich mich sehr gut.

Ich finde es super, dass es eine 62 Jährige gibt, die so reist wie ich!

Am 04.10.2021 fahre ich mit einem modernen Katamaran auf die Insel Utila. Utila und Roatan sind die beiden Aushängeschilder für den Tourismus in Honduras. Die beiden Fähren sind neu! Die Infrastruktur ist auf beiden Inseln gut.

Thomas warnte mich, dass Roatan sehr kommerziell ist. Die Insel lebt vom Kreuzfahrttourismus und verfügt über Hotels mit internationalen Standard. Es gibt einen Flughafen!

Utila ist ein bedeutendes Tauchparadies. Es wirbt damit, die preiswertesten Tauchkurse weltweit anzubieten. Daher kommen in normalen Zeien viele Backpacker und auch andere Tauchwillige hierher. Die Korallenriffs gelten als sehr erlebenswert.

Auf Utila leben mehrere hundert Ausländer. Es werden viele Tauchlehrer benötigt. Aktuell zieht der Tourismus wieder stark an. Tauchen steht auf der Bucketlist der Travellerszene.

Ich hätte auch gerne einen „Open Water“ Kurs hier gemacht. Aber der Inselarzt, den ich aufsuchte, riet mir davon ab. Ich zeigte ihm meinen Leistenbruch. Somit begnüge ich mich mit Schnorcheln. Das kostet nur EUR 9 und ich fahre auf den Booten der Taucher mit.

Es gibt hier von einer Expat Frau ein gesponsertes Tierheim für Hunde und Katzen. Die suchen Volontäre, die täglich die Hunde ausführen. Das mache ich jetzt jeden Tag für ca. 1 Stunde. Den Kopf frei bekommen mit zwei Vierbeinern an der Leine. Das paßt für mich.

Am 05.10.2021 kommen einige neue Traveller im Hostel an. Es geht trinkfest und feuchtfröhlich hier ab. Abends gehen wir mit 8 Leuten essen. Alle Meinungen unter einen Hut zu bekommen ist schwierig. Der Alkohol verbindet!

Meine Hunde auf Utila

Im „Tranquilo“ ist heute sehr viel los. Die Schnäpse gehen aufs Haus. Kaum einer hier ist über 40 Jahre alt. Die Masse ist unter 30! Ich bleibe nicht sehr lange. Kokain wird pfeilgeboten. Ich lehne ab!

Das Tierheim

Am 06.10.2021 ist Karaokeabend! Da sind praktisch alle unter 30. ich ziehe wieder von dannen. Stattdessen rede ich mit Travellern auf der Strasse. ab!

Utila ist nicht die wilde Party-und Drogeninsel. Die meisten kommen zum Tauchen hierher. Viele betreiben den Tauchsport eher proffessionell und verfügen über eigenes Equipment. Der Sport ist teuer!

Ein Pärchen, welches ich in der Tauchschule traf, kommt seit Jahren hierher. Sie sind absolut keine Backpacker. Sie reisen im Taxi und wohnen in Komfort Appartments. Sie betont, daß eine bachtliche Anzahl der Taucher im Utila Diving Center keinen Alkohol trinkt und sehr fokussiert lebt.

Es hat einige Altfreaks auf Utila, die Suchtverhalten ausleben. Während meiner Spaziergänge mit den Hunden stelle ich fest, daß viele Häuser, die über die Insel verteilt liegen, von Ausländern bewohnt werden. Mindestens ein Viertel der ca. 3.000 Inselbewohner sind Ausländer.

Mit der Taucherin aus den USA besprach ich die Zukunft von Utila und Roatan. Es ist eine Frage der Zeit, wann die ersten 5 Sterne Luxus Tauchressorts hier entstehen. Die Kreuzfahrtgesellschaften haben Roatan, die Nachbarinsel längst für sich entdeckt. Immobilien- und Grundstückserwerb ziehen nach sich, denn etliche Kreuzfahrttouristen können sich vorstellen, hier zu leben.

Das Internet funktioniert gut! Digitalnomaden sind auf dem Sprung hierher. Die beiden Inseln bilden eine Enklave für Honduras, die der Normalbevölkerung nicht zugänglich ist. Somit wird Kriminalität rausgehalten. Ich bin froh, Utila noch in seiner ursprünglichen Form erlebt zu haben, bevor die Investoren kommen und hier alles verändern. Der Tauchtourismus aber auch die paradiesische Landschaft macht es möglich!

Craft Bier zu Preisen, wie wir sie daheim kennen

Am 08.10.2021 fahre ich morgens zurück aufs Festland und dann weiter mit Bussen nach Los Naranjos zur „D&D“ Brauereigaststätte. Dieser Ort soll angeblich ein Wallfahrtsort für die Travellerszene sein. Vor der Pandemie wurden Shuttlevans zu diversen Zielen, wie La Ceiba, Copan Ruinas und Leon in Nicaragua angeboten.

Bei der „D&D“ Brauerei handelt es sich um Craft Bier, welches hier für teures Geld angeboten wird. Das Essen ist teuer und nichts besonderes. Übernachten im Schlafsaal ist günstig.

Ich traf hier eine Frau aus Kalifornien an. Sie ist 61 Jahre alt und reist für mehrere Jahre als Nomandin durch die Welt. Sie hat Haus und Hof verkauft. Backpacking ist nicht ihr Ding! Sie empfindet die „D&D“ Brauerei als das niedrigste Niveau, welches sie für sich zum Absteigen akzeptiert. Sie reist mit dem Taxi und nimmt Inlandsflüge. Mit Hühnerbussen fährt sie nicht. Häufig mietet sie einen Guide und Fahrer. Sprich: Sie reist völlig untypisch für einen Langzeit Nomaden.

Sie hat etwa das vierfache Tagesbudget, welches mir zur Verfügung steht. Ich habe Niemanden in den 19 Monaten getroffen, der so reist wie sie, wenn ich Langzeittraveller betrachte. Sie reist auch erst seit wenigen Monaten und ist vollständig geimpft. Sie betont, daß sie Kontakte vermeidet und auch innerhalb der Unterkunft mit Maske herumläuft. Das ist untypisch für die Travellerszene.

In diesem „T2“, made in Hannover, leben zwei Erwachsene und zwei Katzen

In der „D&D“ Brauerei treffe ich ein Nomadenpaar, daß bereits seit 2019 unterwegs ist mit einem VW Bus und 2 Katzen. Die wollen noch weiterhin reisen.

In Los Naranjos dreht sich alles um Kajaks und Kaffee. Die „D&D“ Brauerei zieht absolut keine Veganer und Esotherik an, denn Bier und Pubfood paßt für diese Zielgruppe schlichtweg nicht.

Am 10.10.2021 fahre ich weiter nach Tegucigalpa und steige im °Palmira Hostel“ ab. Ein Busbahnhof existiert nicht. Das Quartier, wo der Bus endet, ist die einzige Katastrophe. Die Gefahr hier überfallen zu werden, ist groß.

Das Palmira Hostel befindet sich im Botschaftsviertel der Hauptstadt. Hier ist also recht sicher. Es hat einige Restaurants hier plus einen Späthi, um sich mit Alkohol einzudecken.

Der große Schlafsaal des Hostels ist in dieser Nacht praktisch voll. Einen Großteil der Gäste kenne ich! Am Folgetag reisen praktisch alle weiter.

Wiedersehen nach 8 Jahren mit einer Spanisch Lehrerin in Nicaragua

Am 11.10.2021 reise ich weiter nach Nicaragua. Zuvor mache ich einen Stop in Choluteca. Hier befindet sich ein sehr preiswertes Labor, wo ich meinen PCR Test, der für die Einreise nach Nicaragua verpflichtend ist, mache.

Den Hinweis für das Labor „El Buen Samaritano“ bekomme ich von einem Traveller im Hostel am Vorabend.

Nicaragua kontrolliert Backpacker offensichtlich sehr streng. Ich werde von den Grenzern befragt, was ich hier will. Sie rufen sogar die Betreiberin der Spanisch Schule in Esteli an, um herauszufinden, ob meine Angaben stimmen.

Das restliche Marijuna, welches ich in einem Locker im Hostel in Tegucigalpa fand, habe ich zuvor entsorgt.

Die Einreisekontrolle dauert insgesamt 2 Stunden für mich. Sollen die doch Visa Pflicht einführen! Der Beamte braucht ewig, um die Quittungen für die Einreisegbühr i.H.v. US Dollar 13 auszufüllen.

Ergebnis: Der letzte Bus in Richtung des Dorfes Sonis war weg, als ich an der Haltestelle ankam. Logische Schlußfolgerung ist, daß ich trampe! Und das klappt auch.

Im „La Cebita Tours“ Hostel finde ich ein Quartier. Für US Dollar 30 bekomme ich Vollpension und die Tour durch den „Somoto Canyon“.

Der Canyon Nahe des Grenzübergangs „El Espino“ gilt als absolutes MUSS für Deinen Nicaragua Trip. Genau wie „Semuc Champey“ ist die schwimmende Tour durch das ultraenge Tal des Baches ein sensationelles Abenteuer, daß alleine im Jahr 2017 ca. 14.000 Backpacker schätzten.

Bürgerkrieg, Tote im Jahr 2018 und Covid 19 haben es ruhig werden lassen um diese Attraktion. Am 12.10.2021 kommen nur 5 Besucher hier her, alles Traveller.

Angeblich befindet sich alles Land um die Strasse herum in ausländischen Eigentum. Man wartet ab, um Hostels zu errichten.

Die Busse fahren aktuell hier sehr unregelmäßig. Ich entscheide mich zu trampen. Das klappt! Ich zahle dem LKW Fahrer den Fahrpreis, den ich im Bus hätte zahlen müssen. Dafür darf ich „Express“ fahren und benötige eine Stunde weniger Fahrzeit nach Esteli.

Norma und ich machen im Dezember 2013 einen Reitausflug im Miraflor Reservat

In Esteli gibt es ein Wiedersehen mit Norma! Was für eine Freude! Nach knapp 8 Jahren besuche ich die „Sacuanjoche“ Spanish School zum 2. Mal.

Foto Dezember 2013. Marco der 2. von links lebt nicht mehr. Leslie (rechts) ist 20 Jahre alt

Norma und ich sind inzwischen älter geworden. Sie ist nach wie vor mit Alvaro zusammen. Leslie, ihre Tochter zählt jetzt 28 Jahre, ist verheiratet und hat das Medizinstudium abgeschlossen. Marco, der Franzose hat vor 3 Jahren Selbstmord verübt und wurde 60 Jahre alt. Ramon, Normas Bruder ist nach Mexiko entschwunden, liebt Drogen und es gibt keinen Kontakt. Der Vater ist mit über 105 Jahren verstorben. Ein weiterer junger Bekannter lebt jetzt in den USA.

Ich, Norma, die beiden Franzosen und Alvaro

In der Spanischschule hat es aktuell noch ein Paar aus Frankreich. Wir werden die kommenden Tage hier zusammen verbringen. Gemeinsam unternehmen wir Ausflüge und genießen Normas Küche.

Unsere kleine Gruppe ergänzt sich bestens. Das Pärchen nimmt vormittags Unterricht und ich am Nachmittag. Beide wollen mit mir einen gemeinsamen Unterricht. Die beiden sind eher Anfänger und ich weit fortgeschritten. Dennoch harmonieren wir gut zusammen.

Mit Norma tausche ich mich gut aus, ebenso mit Alvaro. Marco fehlt leider! Leslie besorgt mir aus dem Krankenhaus kostenfrei Medikamente. Sie überblickt meinen Blutdruck. Norma sorgt dafür, daß es nur gesundes und fettfreies Essen gibt.

In einer Zigarren Manufaktur in Esteli

Wir tauschen uns über Verschwörungstheorien aus. Norma ist zwar geimpft. Sie glaubt an einen Biologiekrieg zwischen den USA und China. Ihr Lebensstandard ist in den vergangenen Jahren rapide gesunken. Seit April 2018 hat sie nur eine Hand voll Studenten aus dem Ausland gehabt. Früher waren es ca. 40 im Jahr.

Alvaro ist seit 2018 arbeitslos und ernährt sich von Schülern, denen er Englisch beibringt.

Einen für hiesige Verhältnisse vernünftigen Lohn können nur Ausländer bezahlen. Natürlich schwarz. Steuern zahlt hier niemand. An Urlaub oder wegfahren ist nicht zu denken. Es ist schwer für Norma, den Haushalt auf dem Niveau zu halten, so wie ich das hier im Spätherbst 2013 angetroffen habe.

Im Dinosaurier Park in Pueblo Nuevo

Ich plane hier für 10 Tage zu bleiben. Norma bekommt ca. EUR 32 pro Tag von mir. Darin sind die einfache und improvisierte Unterkunft, alle köstlichen Mahlzeiten, Säfte, 8 Tage Unterricht und mehrere Exkursionen enthalten.

Mit Norma auf Tour

Letztere führen mich in eine Zigarrenfabrikation, zum Mirador in La Garnacha, indigenes Dorf, Tabak und auch den vielen Grafities in Esteli

Tabakblätter müssen 40 Tage trocknen

Ich verstehe mich abermals super mit Norma, aber auch Leslie und Alvaro. Klar, die Unterkunft ist einfach, aber es geht um die Chemie und den Spirit zwischen allen Beteiligten. Auch andere Studenten aus Europa besuchten Norma wiederholt.

3 mal pro Jahr wird geerntet

Esteli hat sich in den dazwischenliegenden 8 Jahren verändert. Es hat einige neue und große Tabakfabriken. Die Anzahl Manufakturen geht zurück. Das Kapital wird konzentriert. Esteli mit der wohl größten Zigarrenproduktion weltweit müßte wesentlich mehr Wohlstand aufweisen. Nicht nur die Quantität der hier produzierten Zigarren ist riesig, nein auch deren Qualität. Dennoch lebt man hier in Armut. Das Kapital wandert ab.

Kriegsflugzeug aus dem Bürgerkrieg in Condega

Wenn Nicaragua ein Touristenland wäre, so würde Esteli viel von dem Kuchen abbekommen.

Ein neues Stadion wurde gebaut. Einige neue Großtankstellen auch. Das Gefängnis hat eine neue Mauer und Wachttürme bekommen. Ansonsten tut sich nicht viel. Die Touristen bleiben seit April 2018 weg. Wir sprechen hier von Backpackern! Die meisten Hostels und Spanischschulen gibt es nicht mehr.

Kirche in Pueblo Nuevo

Die Stadt und der Norden von Nicaragua benötigen einen Neuanfang.

Ich bin froh, daß ich hier her gekommen bin. Nicht nur tolle Gastgeber, auch sonst finde ich, daß das hier eine Reise wert ist. Aber es ist nichts mehr los! Die Kneipen sind leer. Der „La Colonia“ Supermarkt ist der Treffpunkt, um Traveller zu treffen. Einheimische verfügen über weniger Geld als früher und können sich nicht leisten, wegzugehen. Es gibt weiterhin Covid 19 Regeln, was Klubs und Tanzen betrifft.

Weiterreise durch Nicaragua inklusive Corn-Island

Am 22.10.2021 fahre ich von Esteli nach Leon und schlafe dort im „Big Foot“ Backpacker. Das Hostel ist gut besucht und es schlafen dort hauptsächlich junge Traveller.

Kathedrale in Leon

Leon hat sich seit meinem letzten Besuch im Jahr 2012 verändert! Es wurden historische Häuser saniert. Neben der Kathedrale hat ein Mac Donalds eröffnet.

Viele der jungen Backpacker kommen hierher, um Sandboarding zu unternehmen. Davon leben viele Hostel. Vom Uebernachtungspreis können die kaum leben

Am 24.10.2021 fahre ich von Leon weiter nach Juigalpa. Ich bin auf dem Weg nach Bluefields und „Corn Island“. Die Strecke ist lang und somit entscheide ich mich, eine Unterbrechung auf halben Weg einzulegen.

In Juigalpa gibt es ein Luxusrestaurant, welches außerhalb der Stadt liegt. Ich konnte dort für relativ wenig Geld essen gehen. Dennoch war ich überrascht, dass in einem so kleinen Ort ein solches Restaurant existiert.

Mit sich lachen Bussen reise ich in Nicaragua

Am nächsten Tag komme ich in Bluefields an. Die letzte Strecke dorthin legte ich mit dem Boot durch einen traumhaften Mangroven Wald zurück.

In Bluefields bleibe ich 2 Nächte und wohne dort im „Typical House“ Backpacker. Dort treffe ich auch jemanden, den ich zuvor in Guatemala getroffen habe.

Bluefields ist eigentlich nichts Besonderes. Aber die Faehre nach Corn Island legt nur mittwochs und samstags ab. Sie ist erheblich kostengünstiger als der direkte Flug von Managua, der täglich geht.

Auf der Fähre treffe ich einige Traveller an, die meisten von ihnen wollen aber nach Little Corn Island weiterreisen

Auf den beiden Inseln in der Karibik ist aktuell wenig los. Nach Little Corn Island legt nur 6 mal pro Woche ab Big Corn Island ein Boot ab. Ich entscheide mich, auf Big Corn Island zu bleiben.

Mit Hilfe eines Taxifahrers finde ich rasch eine preiswerte Unterkunft für 4 Nächte. Corn Island gilt als teuer im Vergleich zum Festland. Irgendwie ist es auch hier etwas ähnlich vom Feeling her betrachtet, wie auf der Insel San Andres, wo ich im Mai 2021 bereits gewesen bin.

Am Folgetag miete ich ein Rad, um die übersichtliche Insel zu erkunden. Backpacker treffe ich nur welche an, die auch auf der Fähre waren.

Die meisten Traveller bevorzugen das Flugzeug zu nehmen und wohnen auch in besseren Unterkünften. Sie sind offensichtlich auch nicht für viele Monate unterwegs.

Die Insel Rundstrecke misst ca. 10 km ! Es gibt noch ein paar Nebenrouten. Alles erkunde ich mit dem Rad, zum Teil auch mehrfach.

In einer Strandbad treffe ich Fetish Schwule an. Einer ist aus Kanada, sein Partner und ein dritter Kerl sind aus Nicaragua. Der Einheimische und Partner des Kanadiers, war noch nie in Kanada. Die lassen ihn wohl nur einreisen, wenn beide verheiratet sind.

Ich mit Fahrrad auf der Landepiste des Insel Flugplatzes

Ich wollte ein Foto für meinen Blog mit ihnen machen, aber da waren sie etwas scheu.

Ich treffe des weiteren Expats an, die hier Immobilien unterhalten. Aktuell läuft das Business sehr schlecht. Seit April 2018 praktisch keine Umsätze mehr. Dennoch wagen sie den mutigen Schritt, zu renovieren.

Täglich gehe ich in den Comedor „Maris“ Essen. Die bieten eine super Qualität für Hummer und Meeresfrüchte an. Dieses Lokal ist unschlagbar. Der Insel Buschfunk lässt grüßen und jeder geht dorthin.

Der Inselflieger ist bereits 30 Jahre alt

Am 31.10.2021 nehme ich bei stürmischen Wetter die Fähre zurück nach Bluefields. Zu meinem Schrecken wird eine kleine Fähre eingesetzt. Das große moderne Schiff ist defekt.

Das Wetter ist nicht gut. Fast jeder auf Deck wird See krank. Ich muss mich mehrfach übergeben. Die Überfahrt dauert 5 Stunden. Die ersten vier davon werden für mich zur Qual.

Meine Unterkunft auf Corn Island

Ich spreche mit jemanden, der von hier ist. Er lebt in den USA. Wir sind uns einig, dass solche Verkehrsmittel in einem reicheren Land niemals erlaubt wären. Das Schiff ist kaum hochseetüchtig. Wenn da mal etwas passiert.

Ich fahre am gleichen Tag noch weiter nach Nuevo Guinea. Ich will nach Granada, aber die Strecke ist zu weit. Von Bluefields braucht man 8 Stunden nach Granada. Es gibt seit 2 Jahren eine neue asphaltierte Straße nach Nuevo Guinea, die große Abhilfe schafft.

Am 01.12.2021 komme ich in Granada an. Die letzten 60 km trampe ich. Es fährt hier kein Bus. Die Straße ist nagelneu und es geht rasch. 90 Minuten in 2 Autos inklusive Wartezeit. Ich sollte öfters per Anhalter fahren.

In Granada steige ich im „De Boca en Boca“ Hostel ab. Dort treffe ich einige Traveller! So auch Kara aus Oberbayern, der vor 5 Jahren Deutschland verlassen hat. Er lebte lange in Kanada mit seiner Freundin, mit der er jetzt hier ist.

Beide reisen als Digital Nomaden und gestalten den Tag auf ihre Arbeit aus. Catherine geht meistens ins Selina Hostel zum Arbeiten, weil es dort ein CoWorking Zentrum gibt. Beide verbleiben oftmals lange an einem Ort! In Hostels wie hier, steigen sie selten ab, weil man zu sehr abgelenkt wird.

Wir beide haben Jugendknast Erfahrung

Wir verbringen einen trinkfesten Abend mit Verschwörer Themen. Die Beiden sind ungeimpft und haben alle Hardcore Verschwörer Themen drauf.

Verschwörer Themen gestalten einen gemeinsamen Saufabend!

Beide wurden vor ein paar Tagen zu Kokslinien eingeladen. Ich am letzten Abend von vier, ebenso hier in diesem Hostel.

Kara ist knapp 40 Jahre alt. Er hat genau wie ich, auch mal im Jugendgefaengnis gesessen. Und wir haben noch mehr gemeinsam: Wir prügelten uns bereits am aller ersten Abend mit anderen Knackies.

Restaurierte Kolonialhaeuser

Wir tauschten unsere Stories aus! Allerdings habe ich nach meiner Abreise aus Granada nie wieder etwas von ihm und seiner Freundin gehört. Whats App Nachrichten von mir hat er nicht mehr beantwortet.

Die Gassen von Granada

In Granada machte ich mehrere Ausflüge, so zum Volcan Masaya als auch zur Laguna de Apoyo. Beides kann ich sehr empfehlen. Die Lagune verfügt über einen Beachklub. Leider kamen am Dienstag nur wenige Traveller mit.

Volcan Malaya

Im Hostel wurden jeden Abend Aktivitäten, wie Salsa, Bier Pong oder ein Quizabend, angeboten. Diese finden zusammen mit den Gästen des Oasis Hostels statt. Es kommen oftmals über 30 Leute zusammen.

In Granada funktionieren die zwei Partyhostels recht gut, die Hotels hingegen haben es schwierig. Ich erinnere mich an ein großes 4 Sterne Hotel. Die hatten einen Park mit riesigem Pool. Da ging ich jeden Tag hin, als ich hier 2012 Spanischkurse nam. Ich habe mich stets reingeschmuggelt. Das Hotel gibt es nicht mehr! Und viele andere Herbergen sind ebenso geschlossen oder haben kaum noch Gäste.

Am 05.12.2021 fahre ich weiter auf die Insel Ometepe! Ich steige im „Zopilote“ Permaculture Farm und Hostel ab. Dieses Kulthostel wird von zwei Brüdern aus Italien geführt. Ihr Vater hat vor ca. 20 Jahren das Grundstück erworben und die Ökofarm plus Hostel aufgebaut. Der Vater ist aus gesundheitlichen Gründen zurück in Italien.

Bahnhof in Malaya

In dem Hostel lerne ich auch darüber, was Permaculture ist. Es gibt hier einige Projekte, die in diese Richtung gehen.

Permaculture Seminar

Die Insel Ometepe ist ein Paradies für Aussteiger! Verschwörer Themen hat’s viele! Ich fahre per Anhalter und werde von einer Frau aus Kanada, die über 60 Jahre alt ist, mitgenommen. Sie betreibt eine Posada hier. Sie glaubt daran, dass wir alle ermordet werden sollen, damit für die Überlebenden genug zum Essen da ist.

Fortbewegungsmittel auf Ometepe

Dann treffe ich ein Paar, um die 40 Jahre alt! Die wandern aus Kanada aus, um hier zu leben. Sie sprechen von einem neuen Faschismus, so wie im Dritten Reich. Deswegen sind sie hier her geflüchtet, um ein neues Leben zu starten.

Volcan Concepcion

Morgan aus Liverpool hat sein Hostel vor wenigen Jahren geschlossen! Die Anlage verwahrlost total. Er macht auf mich einen komischen Eindruck.

Hostal Zopilote

Mir gefällt es auf Ometepe. Aber ich bekomme zunehmend mit, dass sich im Tourismus ein Trend entwickelt, der sich von Aussteigern, Alternativen Leben, Hippiekult abkehrt. Viele wissen mittlerweile, dass diese Tugenden mit Verschwörerthemen zu tun haben. Ebenso dass Rechtsextreme wie auch Sekten ganz nah an dieser Szene dran sind.

Ich kann mir vorstellen, dass zukünftig weniger Traveller solche Esoterischen Kultorte aufsuchen. Ihr Ruf leidet darunter, was aktuell weltweit abgeht. Die Aussteiger Szene grenzt sich offensichtlich nicht vom Rechtsextremismus ab, Ich befürchte, dass alternatives Reisen zukünftig weniger angesagt sein wird, weil der Ruf der Szene aktuell kippt. Reisen in dritte Welt Länder werden zukünftig genauer unter die Lupe genommen, was zu einem nachhaltigen Backpacking führen kann.

Die Aussteiger Szene auf Ometepe gibt aktuell kein gutes Image ab. Die Nachrichtendienste sind längst hier, um zu beobachten, was abgeht.

Auf Ometepe miete ich an zwei verschiedenen Tagen ein Fahrrad. Ich umrunde auch den kompletten südlichen Vulkan. Sobald ich die Touristen Dörfer hinter mich gelassen habe, befinde ich mich in einer völlig anderen Welt. Bitterste Armut

I’m Zopilote

Ansonsten besuche ich „Ini de Aqua“ , wo ich 2013 bereits war. Ometepe ist sicherlich die gleiche Insel geblieben! Aber die Befindlichkeiten der Menschen verändern sich!

Ometepe mit beiden Vulkanen

Costa Rica: Hier wird nachhaltiger Tourismus gelebt

Auf dem Weg von Ometepe nach Costa Rica mache ich noch einen Stop in San Juan del Sur. Hierzu habe ich einen eigenen Beitrag verfaßt. Nirgends wo in Nicaragua leben so viele Aussteiger und Verschwörer wie hier.

Im Monte Verde Nationalpark

Ich fahre von der Kreuzung, wo die Busse nach San Juan del Sur die PanAmericana verlassen, per Anhalter bis zur Grenze.

Am 11.11.2021 zieht es mich nach Monte Verde und dem Dorf Santa Elena. Ich treffe immer mehr Traveller an. Der Busbahnhof in Liberia ist voll von jungen Backpackern.

Ich muß in einem Dorfweiler umsteigen, damit ich den Bus nach Monte Verde bekomme. Der fährt auch nur 2 mal pro Tag. Ich trinke ein Bier auf der Strasse. Kurz danach sind die Bullen da! Trinken unter freiem Himmel ist in Costa Rica verboten. Wußte ich nicht! Die Polizisten sind hier aber in Ordnung! Abkassieren wie in Mexiko, diese Tugend teilen die ehrlichen Ordnungshüter nicht.

In Santa Elena steige ich im Monte Verde Backpacker Hostel ab. Ich habe sogar die erste Nacht den Schlafsaal alleine für mich. Am 2. Tag ist dieser aber voll.

Im Restaurant treffe ich einen Kurzzeittraveller an. Es kommt zwischen ihm und mir zum Konflikt. Er findet meine Fragen zur Pandemie unmöglich. Für ihn ist es selbstverständlich, daß er sich an die Regeln des Lockdowns gehalten hat. Und er findet das Handeln der Politiker richtig. Er reist jetzt zum 1. Mal seit Pandemieausbruch. Solche Reaktionen habe ich lange zuvor nicht erlebt.

Costa Rica ist teuer! Für den Eintritt in den Nationalpark wollen die stramme US Dollar 25 haben. Hinzu kommt der Shuttle zum Eingang des Parks. Ich trampe zum Park hin und zurück. Ich schmuggel mich mit Hilfe von „MapsMe“ in den Park.

Ich bin Berufsschmuggler! Ich sehe die Bändchen der anderen Besucher. Mir ist klar, daß die am Ausgang nochmal gescannt werden. Also verlasse ich den Park, so wie ich ihn betreten habe. Zurück ins Dorf geht es wieder per Anhalter.

Irgendwie sind die Touristen hier anders als in Nicaragua oder den anderen Ländern, wo ich zuvor gewesen bin. Sie sind zum Teil sehr jung. Das Gross ist unter 25 Jahre alt. Die Älteren reisen mit dem Mietauto. Nur die Jungen nehmen den Bus wie ich. Die meisten sind nur im Urlaub, keine Langzeit Traveller.

Bahnhof von San Jose

Am 13.11.2021 fahre ich mit dem Bus bereits um 05:30 h nach San Jose. Es gibt nur 2 Busse pro Tag. Dort steige ich im Casa del Parque ab. Zuvor suche ich das Hostel „Pangea“ auf. Der Betreiber deutet an, daß sie hier eine Altersbegrenzung haben. In Europa habe ich kaum Hostelerfahrung! Ich weiß aber, daß Backpacker Hostel gerne das Höchstalter ihrer Kunden begrenzen. Das Selina verlangt stolze US Dollar 40 pro Nacht. Da gehe ich nicht hin.

In San Jose besuche ich die populäre Gay Sauna „Hispalis“. Dort hat es Action, aber selbst am Samstag müßten mehr Gäste kommen. Auch der Travestieclub „Puchos“ hat viel zu wenig Gäste. Es gab jedoch früher am Abend ein Flatrate Saufen. Das beliebte „Venue“, das Berghain Publikum anzog, gibt es nicht mehr.

Gegen 23 h müssen alle Klubs schließen. Danach finden illegale After Hour Parties statt. Corona Regeln gelten in Costa Rica! Und ab dem 08.01.2022 gilt auch hier die „2G“ Regel für das gesamte öffentliche Leben. Die haben das frühzeitig angekündigt. Für mich geht das in Ordnung.

In Nachbarschaft zum Hostel hat es viele junge Leute, die sich weigern nach 23 h nach Hause zu gehen. Es wird auf der Strasse gesoffen und Drogen konsumiert.

Am Folgetag fahre ich mit dem Bus nach Manuell Antonio und steige dort in dem queeren Hostel „TEVA Hotel & Jungle Reserve“ ab. Das Hostel gilt als ein sehr hippes Ressort für junge Leute. Jede Nacht hat es über 80 Gäste hier. Der Schlafsaal ist mit 16 Gästen stets voll. Die meisten Gäste mieten Privatzimmer unterschiedlicher Kategorien. Viele kommen mit dem Auto!

Ich treffe hier einen US Amerikaner in meinem Alter an. Er schläft im Schlafsaal. Der lädt mich auf eine E Pfeife mit bestem Weed ein. Das hat er aus den USA mitgebracht. Er betont, daß er immer noch Erfolg bei Frauen hat. Aber er lernt sie übers Internet kennen.

Im Hostel hat es sehr viele Deutsche zwischen 18 und 22 Jahren, Einige arbeiten hier als Volontäre. Als Mitarbeiter bekommst Du nicht nur ein Bett, sondern auch alle Mahlzeiten und das Bier zum Einkaufspreis. Woanders bekommen Volontäre nur ein Bett, kein Essen.

Strand im Nationalpark von Manuell Antonio

Dann treffe ich einen Schweizer an, der 29 Jahre alt ist. Er will weiter nach Nicaragua reisen. Er liest meinen Blog und findet meine Ausführungen zur Aussteigerszene sehr interessant. Er teilt in vielen Punkten meine Meinung zu Covid 19 und den Maßnahmen.

Ich besuche auch in Manuell Antonio den Nationalpark. Den Eintrittspreis zahle ich nicht. 2013 reiste ich durch Costa Rica und habe nie Eintritt in die Parks gezahlt. Nur in den Themen- und Funparks zahlte ich. Da komme ich ohne zu bezahlen aber auch nicht rein!

Die Gayszene in Manuell Antonio ist langweilig. Das einzige queere Cafe wird aktuell umgebaut. Gegenüber 2013 hat sich dieser Ort hier mächtig verändert! Es ist weniger schick hier und viel mehr Backpacker kommen hier her. Das TEVA ist ein Ort, wo junge und queere Menschen sich treffen und kennenlernen können.

Die letze Nacht vor meinem Flug nach Brasilien verbrachte ich in Jaco. Dieser Proleten Ort wird von der Traveller Szen gemieden. Hier geht es ums Saufen und Prostitution. Ich bin hier nur her, weil ich vor meinem Flug am 17.11.2021 noch einen Covid 19 Schnelltest machen muß. Das hiesige Labor, verlangt US Dollar 65 dafür. Das zahlt man auch in Quepos vor den Toren von Manuell Antonio. Ich begebe mich auf die Suche nach einem preiswerten Labor und werde in Orotina

Somit endet mein Trip durch Zentral Amerika. Mich zieht es jetzt nach Brasilien!fündig.

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