Usbekistan ist voller Kulturschätze, jedoch nur auf dem zweiten Blick ein Land für Natururlaub, Wandern, Trekking und Extremsport.

Usbekistan unterscheidet sich bzgl. der Aktivitäten deutlich von seinen Nachbarländern Kirgistan und Tadjikistan. Somit zieht Usbekistan teilweise andere Touristen an, im Vergleich zu den beiden genannten Nachbarländern.

Wir starteten unseren Usbekistan Trip am Grenzübergang bei Osch, welches in Kirgistan liegt.

Wir suchten Andijan auf, eine Großstadt im Fergana Tal. Hier leben die meisten Menschen in Usbekistan. Die Bevölkerung ist hier sehr konservativ und muslemisch. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt und äußerst fruchtbar.

Unser Zug nach Taschkent fuhr erst am späten Nachmittag. Wir hatten Zeit einen Vergnügungspark mit Fahrgeschäften, wie ich sie vor 60 Jahren als Kleinkind erlebte, zu besuchen.

Die meisten Traveller nutzen Andijan nur zur Durchreise. Wie ich aber erfuhr, hat Pelle diese Region später genauer besucht, um Land, Bräuche und Menschen näher kennenzulernen.

Mit dem Schnellzug fuhren wir nach Taschkent. Dieser nutzt eine Neubaustrecke durchs Hochgebirge und muss somit nicht durch Tadjikistan fahren.

Taschkent ist die größte Stadt in Zentralasien. Sie wurde nach dem Erdbeben im Jahr 1966 wieder komplett aufgebaut.

Wir machten eine Stadtrundfahrt! Auffällig sind die vielen Monumentalbauten, großen Plätze und Brunnen. Die Stadt bietet daher wenig Atmosphäre. Lediglich der Bazar hat so etwas zu bieten.

Gegessen haben wir im Gentleman Club. Dort gibt es gutes Bier und viel Alkohol im Garten. Die Preise sind aber sehr zuenftig.

Taschkent hat einige Sehenswürdigkeiten! Es lohnt sich hier 2 Tage zu verbringen. Es ist die kosmopolitische Metropole von Usbekistan.

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug fuhren wir weiter nach Samarkand. Diese Züge sind ausgesprochen hochwertig, schnell , komfortabel und super pünktlich! Der Fahrpreis ist sehr niedrig. Du musst aber frühzeitig online reservieren, sonst kommst Du nicht mit.

Samarkand hat viele historische Sehenswürdigkeiten! Am besten gefiel mir der Prominenten Friedhof.

Die Stadt wirkt sehr aufgeräumt! Es hat viel grün und schöne Parks.

Wir gingen einmal mittags in ein sehr rustikales Restaurant und haben Plov gegessen! Dieses Nationalgericht ist uns aber doch irgendwie zu fettig gewesen. Eine Wiederholung brauchen wir also eher nicht.

Sowohl in Samarkand als auch in Taschkent hielten wir uns mit jeweils 2 Übernachtungen auf.

Danach reisten Pelle und ich weiter nach Bukara. Asia blieb noch etwas länger in Samarkand.

Wir nutzten den Schnellzug. Der fährt etwas langsamer als der Hochgeschwindigkeitszug! In Bukara endet die Schnellfahrstrecke.

Bukara hat viele historische Bauten zu bieten. Alles ist Fuß läufig erreichbar!

Ebenso wie in Samarkand, wohnten wir in einem historischen Gästehaus! Allerdings befand sich unsere Herberge mit großem Pool eher außerhalb der historischen Altstadt!

Bukara ist ganz anders als Samarkand. Es hat auffällig viele touristische Geschäfte und Restaurants.

Am letzten Abend, wo wir zusammen reisten, besuchten wir das Edelrestaurant Melodiya, welches weitab der Touristenmeile sich befindet. Dort gab es ausgerechneten Fisch. Das Restaurant ist sehr schick eingerichtet. Alkohol gibt es nicht!

Am 07. September 2023 fuhr ich mit dem Zug von Bukara nach Urgensch und dann weiter mit dem Trolleybus nach Xiva!

Westlich von Bukara ist die Bahnstrecke noch nicht elektrifiziert. Aktuell wird die Strecke aber ausgebaut.

Es fahren im Regelfall nur Züge mit Schlafwagen. Sie können mit mehr als 20 Waggons sehr lang ausfallen.

Xiva ist von allen historischen Städten an der Seidenstraße am besten ausgebaut und saniert worden. Es finden hier regelmäßig Events statt.

Ich würde sagen, dass Xiva besonders touristisch ist. Es hat noch mehr Geschäfte und viel mehr Besucher als die anderen beiden historischen Städte.

Abends werden alle Sehenswürdigkeiten angestrahlt. Manche Besucher kommen sich wie in einem Themenpark vor!

Es fehlt jedoch an schönen Restaurants und Cafés. Davon hat es nur wenige.

Xiva ist viel kleiner als Bukara oder Samarkand. Somit fallen Touristen hier auch noch mehr auf.

Von Xiva werden Tagestouren zu Ruinen, die hinter Urgensch liegen, angeboten. Solch eine Tour buchte ich im Hostel!

Ab Xiva fährt ein Nachtzug nach Taschkent. Dieser ist recht beliebt. Ab Urgensch ist er dann ausgebucht!

Für die drei großen historischen Städte entlang der Seidenstraße benötigte ich eine Woche.

Der Geheimtipp für Backpacker scheint die Stadt Nukus zu sein. Diese ersparte ich mir aus Zeitgruenden.

Am besten lässt sich Usbekistan mit der Eisenbahn bereisen. Diese wurde in den letzten Jahren ausgebaut und zwischen Taschkent und Bukara verkehren mehrmals täglich Hochgeschwindigkeitszüge. Allerdings nicht im Stundentakt.

Nachteilig ist, dass man die Fahrkarten über das Onlineportal und auch am Schalter mehrere Tage im Voraus kaufen muss.

Aufgrund der recht großen Entfernungen in Usbekistan habe ich keine Erfahrungen mit Reisen in Marschrutka gemacht.
