Nipster, Verschwörung, Rechtsextremismus und Ballermann am Atitlansee

Wir schreiben den 01.03.2022! Die Sonne geht gerade auf an einem der schönsten Orte der Welt. Überall am See meditieren Menschen und gehen in sich im Einklang mit der Natur und der Magie die der See, die Vögel und die Berge inspirieren. Ja sie geniessen diesen schönen Morgen am See mit den drei Vulkanen.

Was vereint diese Menschen? Sie sind praktisch alle ungeimpft. Sie verfügen über gefälschte Impfausweise, damit sie reisen können. Sie ernähren sich überwiegend vegan. Sie trinken nicht und lehnen Drogenkonsum ab. Psychodelische Substanzen verehren viele von ihnen. Und: Sie haben seit 6 Tagen ein neues Verschwörungsthema, nämlich der Krieg in der Ukraine.

Manche von ihnen lieben ein Leben als Einsiedler, andere arbeiten mit rechtsextremen Schamanen zusammen und lieben deren Zeremonien unter der Einnahme psychodelischer Drogen wie Pilzen, DMT oder Ayahuasca.

Sie stehen offen populistischen Parteien, wie der AFD aber auch „Der Linke“ gegenüber. Sie gehen davon aus, daß Putin und Biden unter einem Hut stecken und gemeinsam den Krieg gegen die Ukraine geplant haben.

Sie verkaufen Hab und Gut, um hier am Atitlansee ein neues Leben zu starten.

Sie sind weniger als Backpacker unterwegs, vielmehr suchen sie sich gezielt einen festen Ort an dem sie sich niederlassen und einrichten. Populäre Zielländer sind Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und vor allen Dingen Indien.

Dies ist ein Abbild der sogenannten „New Age Community“ anno März 2022.

Der schöne Atitlansee verkommt! Teile des Tourismus hier am See sind offen rechtsextrem. Als ich hier am vergangenen Samstag ankam, treffe ich einen rechtsextremen Schaman, der sich hier seine Jünger sucht. Ich kannte ihn bereits aus Palenque.

Die Einheimischen nennen solche Schame „Schwindler“. Sie kassieren ihre Jünger vorab ab und bieten ihnen Dreck an. Es zeigt sich immer deutlicher, wieviel Geld sich mit dem „New Age“ Tourismus verdienen läßt.

Auch die Spanisch Schulen am See ziehen die sogenannten „Hippies anno 2022“ an. Man richtet sich ja auf ein neues Leben hier ein. Covid-19 und jetzt der Krieg in Europa kreieren einen neuen Typ der Aussteigerszene. Und Spanisch Kenntnisse bringen Vorteile.

San Marcos la Laguna ist der Magnet dieser Bewegung. Voll mit Zeremonien, Retreats in denen Gehirnwäsche Prozesse stattfinden.

San Marcos ist ein kleines indigenes Dorf. Zweigeteilt: Am Berghang leben die Einheimischen in bitterster Armut. Die Nipster Szene hat über Jahre hinweg ihnen die attraktiven Grundstücke in Seelage abgekauft. Die indigenen Einwohner haben keinen Zugang zum See mehr. Sie müssen aber dort hin, um zu baden und ihre Wäsche zu waschen.

Die esoterischen Bewohner suchen keinen Kontakt zu den Einheimischen. Sie greifen aber deren Spiritualität auf. Vermutlich ist indigene Spiritualität der Grund, warum sie sich hier ansiedeln.

Stattdessen wird hier Extrem Kapitalismus gelebt. Die Szene hat Geld, zum Teil viel Geld! Meditationszentren verdienen hier mit ihren Kunden viel, die Preise sind hoch. Yoga, Tantra, Kartenlesen, Holismus: Auch das wird pfeilgeboten!

Die Menschen, die aus den reichen Ländern der Welt kommen geben ein Bild von Aussteigern, Hipster (Nipster) Look, Rastafari etc. ab. Es wirkt alternativ und soll es auch. Viel Schmuck wird am kleinen Pfad, der vom Pier rauf ins Dorf führt, verkauft.

Viele der ausländischen Bewohner halten sich Hunde. Es sind überwiegend eher Strassenhunde, aber auch eine beachtliche Anzahl an Kampfhunden ist dabei.

Musik technisch betrachtet hört man hier viel Hip Hop, Techno und Psytrance. Seit ca. 2015 fällt auf, dass Teile der jungen Rechtsextremen sich weg vom Rechtsrock und Ska bewegen.

Die Kleidung der Menschen hier ist auf Spiritualität und Leichtigkeit ausgelegt. Buddhismus spielt eine große Rolle für die Mode!

Ich kann zurecht sagen, dass viele dieser hier anzutreffenden Ausländer mit weisser Hautfarbe sich wie Kolonialherren und -Frauen aufführen.

Neben dieser Szene trifft man vor allen Dingen in San Pedro la Laguna und in Santa Cruz eine Ballermannszene an, die mit den Hippies und Nipstern am See weniger anfangen kann.

Es sind überwiegend junge Backpacker, die zum Saufen, Koksen und Kiffen herkommen. Sie sind feierwütig und geniessen die vielen Partys am See.

Partyhostel „Free Cerveza“ in Santa Cruz

Gingen vor Jahren viele von ihnen hier in die Spanisch Schulen, so ziehen sie Online Portale vor, um die Sprache zu erlernen. Morgens um 8 h in den Unterricht zu gehen paßt nicht zum Tagesablauf dieser Feiergesellschaft.

Ja es hat auch noch weitere Parallelgesellschaften am See. Viele junge Israelis ziehen vor allen Dingen in San Pedro ihr eigenes Ding durch. Sie bleiben unter sich! Sie verfügen über eine Infrastruktur von Hostels und Restaurants, wo sie feiern, saufen und Drogen konsumieren. Auf dem „Jungle Fever“ am letzten Samstag waren kaum Israelis.

Dann hat es hier viele Alt Hippies! Sie leben seit Jahren am See, bzw. verbringen die Wintermonate hier. Viele von ihnen sind sehr trinkfest. Sie haben ihre festen Kneipen, wo sie sich treffen.

Des Weiteren kommen Kaffeebarone, Unternehmer und so einige Missionare hier her. Letztere treiben ihr schmutziges Geschäft mit der indigenen Bevölkerung. Über 50 Prozent sind zu den zahlreichen hier arbeitenden Sekten konvertiert.

Ich komme seit Februar 2012 regelmäßig an den Atitlansee und nehme Spanisch Unterricht. Zum ersten mal war ich hier im Jahr 2009 mit meiner jüngeren Schwester und einigen Freunden.

Es hat sich hier vieles verändert! Nipster, Rechtsextremismus und Verschwörertum gab es damals schlichtweg nicht. Von Parteien wie der AFD wollte hier kein Deutscher etwas wissen. Ebenso Verhaltensweisen, wie Rechte und Esoteriker mit den Einheimischen hier umgehen.

Ich genoß in der Vergangenheit das tolle links-alternative Leben hier. Insgesamt besuchte ich den See 7 mal. Es gab eine Lücke zwischen Januar 2015 und Januar 2021 für mich. Mit Start der Pandemie wurde hier viel aufgedeckt, was wirklich hinter der Fassage von Meditation und Yoga stattfindet. Und stets kommen immer mehr Rechtsextreme und Scharlatane an den schönsten Ort der Welt.

Es ist eine Frage der Zeit, wann die Drogenkartelle ebenso hier Einzug halten. Eine gut funktionierende Geldwaschanlage wäre ihnen garantiert. Das Beispiel Tulum ist im Nachbarland beheimatet.

Ich bin geboostert und reise mit legalen Papieren. Verschwörungstheorien habe ich zwei auf Lager. Die erste meiner Theorien ist, dass ich im März 2020 Freunden mitteilte, dass wir in 2 Jahren Krieg haben. Das ist eingetreten!

Meine zweite Verschwörungstheorie ist die der kommenden Inflation und Geldentwertung. An dieser Theorie halte ich fest!

Ich bin dafür, dass wir eine starke Bundeswehr und Polizei benötigen. Die müssen mit modernster Technik ausgestattet werden. Sie verdienen eine gute Besoldung! Sie schützen die EU und die Grenzen!

Das alles kostet Geld, viel Geld! Olaf Scholz will dieses Jahr der Bundeswehr 100 Milliaren Euro zusätzlich zur Verfügung stellen. Die Gelddruckmaschine einzuschalten ist aber der falsche Weg. Für Frieden und Sicherheit müssen wir also uns einschränken lernen und Steuern bezahlen, damit das alles finanziert werden kann.

Techno Party am See

Lieber ein ordentlicher Haushalt in der EU und den Nato Ländern, damit wir Inflation und Geldentwertung vermeiden können.

Die monatlichen Zahlen der aktuellen Inflation müssen uns ein Beispiel geben. Wir müssen daraus lernen und vernünftig werden. Die Extremreichen, die in der EU leben, können gerne einige Milliarden für unsere Verteidigung spenden. In den USA tun sie das auch!

Die „New Age Community“ bildet eine Gefahr für Demokratie und Frieden. Desto wichtiger ist es, diese zu beobachten! Von dieser Szene geht auch eine Terrorismusgefahr aus. Die Szene macht sich in Ländern breit, die arm sind und von Korruption und Drogenkartellen gekennzeichnet sind.

Was hier am magischen Atitlansee geschieht, wäre in einem EU Land definitiv nicht möglich. Die Behörden würden da einschreiten!

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