Mich fügen heisst mich selbst betrügen! Ich vergnüge mich in Mexiko und Kolumbien

Präambel: Ich kämpfe auf meinen Reisen gegen Verschwörungstheorien und deren Verfechter. In Corona Zeiten ist es extrem wichtig, dass ich gegen Verschwörung, Gewalt, Wahrheitsleugnung, Aufstachelung zu Lügen, Volksverhetzung etc. eintrete.

Seit einem Jahr zeige ich Corona und Lockdownmassnahmen den Rücken. Mit Erfolg! Ich antworte auf Biedermeier und Co. mit meinem Ego! Ich zieh mein Ding durch! Ich habe Fun! Ich kann tun und lassen was ich will! Ich schränke mich nicht ein! Ich erlebe keinen Winter! Ich bin nicht zum Stubenhocker verdammt! Ich treffe mich mit Leuten! Ich gehe Essen und Trinken! Ich gehe in Klubs! Ich reise!

Sprich: Ich mach was ich will!

Ich, ich ich und nochmal ich! Ich und mein Ego! Ich und meine Waffe, mein Egoismus!

Ja der Ego! Der hilft mir raus aus dem Hamsterrad! Raus aus dem Lockdown! Wichtige Monate und Jahre meines Lebens verbringe ich sinnvoll und mit Vergnügen. Solange ich noch gesund bin mit jetzt 63 Jahren. Wer weiss, ob ich das übermorgen noch kann!

Die Zeit des Lockdowns in Europa nutze ich effektiv für mich. Ich erlebe sehr viel, bin stets draussen und unter Menschen. Und meine Erfahrungen und Erlebnisse, die ich hier sammel, sind unglaublich wertvoll für mich.

Die schlimmste Zeit in Europa seit dem 2. Weltkrieg muss ich nicht erleben. Ich hatte nur einen einzigen Tag im Lockdown: In Santiago de Chile am 27.06.2020.

Die Gesellschaft spricht von Verschwörungstheorien. Das kann sehr gefährlich werden. Wenn so viele Verschwörungstheorien um Dich herum wehen, dann stimmt etwas nicht. Solche Theorien zeugen Aggressionen, Krieg und Gewalt. Ich frag mich: Kommt da noch etwas? Aber was?

All das muss und will ich nicht haben!

In weniger als einer Stunde nach dem Hacken ist die Linie fertig für mich!

Es gibt immer mehr Freunde, die zu mir stehen. Einige von denen sind Verschwörer. Es stehen auch einige Freunde zu mir, die sich an die Regeln halten und sie auch als sinnvoll erachten. Andere hingegen wenden sich von mir ab und sehen in mir einen Egoisten, der über Leichen geht. Ob ich diese Freunde zurück gewinne, weiss ich nicht.

Ich kann nicht in die Glaskugel schauen und sehen was kommen wird. Wenn ich das könnte, dann könnten wir alle das und wären schlauer.

Wer war denn der bedeutendste Verschwörer aller Zeiten? Es war Martin Luther und seine 95 Thesen gegen den Ablass, die er am 31.10.1517 an die Holztüre der Kirche in Wittenberg heftete.

Heute sieht keiner mehr sein Handeln als Verschwörungstheorie an. Aus bestimmten sinnvollen Verschwörungstheorien kann man lernen.

Trotz meines Leistenbruchs, meines Bluthochdrucks reise ich weiter. Irgendwann muss ich aber mal zurück und Dinge regeln wie Arbeitslosengeld weiter beziehen, Arztbesuche, Behördengänge. Aber auch Freunde wieder treffen.

Und: Ich werde mich impfen lassen. Ich bin kein Verschwörer! Das unterscheidet mich zu den vielen Esotherikern, die ich hier treffe.

Ich warne junge Traveller davor, sich auf die skurrilen Machenschaften von einzelnen Schamanen und Gurus einzulassen. Jeder Backpacker muss wissen, wie Verschwörer, Esotheriker und moderne Nazis sich hier tummeln und für Gehirnwäsche Prozesse sich Leute suchen. Die hässliche Kehrseite des Tourismus in Corona Zeiten.

Ich hoffe nur, dass sich Angela Merkels Spruch „noch 3 bis 4 harte Monate“ bewahrheitet. Glauben tue ich daran aber nicht. Schön wäre es, wenn´s so wird!

Kurz zu Mexiko: Meine Freunde fragen mich, ob mir mittlerweile alles scheissegal ist. Ob ich weder Moral, Gewissen noch sonst etwas habe, oder ob mein Extrem Egoismus jetzt überhand nimmt. Ein Land wie Mexiko, da reist man schlichtweg nicht hin. Ich unterstütze, daß tausende von Menschen jedes Jahr ermordet werden und stecke mein Geld den kriminellsten Kartellen in den Rachen. Mexiko gilt mit seiner Korruption, Beamtenbestechung und den vielen Verbrechen an unschuldigen Menschen als absolute Tabuzone für fast alle meiner Freunde daheim.

Mit dem Pittbull an der Leine hab ich niemals Langeweile!

Ein Jahr habe ich jetzt rum! Wo war ich in den zurückliegenden 365 Tagen?

  • Chile: Vom 15.03. bis 26.06.2020
  • Florida, USA: Vom 27.06. bis 03.07.2020 (Flughafentransfer Chile-Ecuador plus 6 Tage)
  • Ecuador einschliesslich Galapagos Inseln: Vom 03.07. bis 15.10.2020
  • Peru: Vom 15.10. bis 30.12.2020
  • Mexiko: Seit dem 31.12.2020
  • Guatemala: Abstecher von Mexiko aus über Landgrenze für 3 Wochen ab dem 24.01.2021

März 2021

  • Guadalajara: Sexclubs, Nachtleben, Party und der berühmte Tequila passen in mein Element
  • San Luis Potosi, der Geheimtipp Mexikos wartet darauf entdeckt zu werden
  • Queretaro und Guanajuato in der Karwoche entdecken

April 2021

  • Wieder zurück ins Hippieleben auf der Yucatan Halbinsel
  • Tapetenwechsel: Auf nach Kolumbien, da wo es besonders viel schneit

Mai 2021

  • Ich reise trotz der vielen Demo Toten und Verletzten durch Kolumbien

Guadalajara: Sexclubs, Nachtleben, Party und der berühmte Tequila passen in mein Element

Nachdem ich jetzt für mehrere Wochen Badeorte am Pazifik aufsuchte, so zieht es mich jetzt am 10.03.2021 wieder ins Hochland von Mexiko.

Guadalajara ist beliebt innerhalb der LGBTIQ Gemeinde

Der drittgrößte Staat In Mexiko heisst Jalisco. Er befindet sich in der Corona Ampelphase „Gelb“. Es gibt vier Ampelphasen: Rot (aktuell kein Staat), Oranje (CDMX, Puebla, Queretaro), Gelb und Grün. Somit ist Vieles erlaubt und ich kann mich austoben.

Tequila und nur Tequila!

Zuerst zog es mich nach Tequila. Hier traf ich rasch Carrie und Aron aus Portland, Oregon. Wir verbrachten unsere Freizeit in Tequila, den Schnappsbrennereien, Sonnenuntergang und Stadtspaziergänge. Weil wir uns sehr gut verstanden, trafen wir uns später in Tonala auf einem der größten mexikanischen Flohmärkte an einem Sonntag wieder.

Die beiden hassen übrigens Donald Trump. Aber sie sind nicht mit Lockdown Massnahmen einverstanden. Wir alle lieben unsere Freiheit.

Tequila Verkostung! Carrie, Aron und ich buchten eine Privattour

Aron brachte Liquid THC aus Portland mit. Dass bekommst Du hier in Mexiko nicht ganz so leicht. Hier bleibt es beim Joint! Somit kam ich in den Genuss, flüssiges THC auszuprobieren.

Tequila

Wir besuchten zusammen zwei Distillerien in Tequila. Unser Guide muss einiges vertragen, wenn er drei Kunden begleitet, denn die 4 Tequila Proben, die verabreicht werden, sind nicht ganz ohne.

Tequila ist ein Muss! Diese Stadt und die Pflanzen gehören zu Jalisco. Leider hat es hier kein Hostel. Mit dem Bus benötigt man ca. 3 Stunden für 60 Kilometer. Ein Tagesausflug ist daher sehr anstrengend.

Guadalajra hat tolle Kneipen

Das Wochende verbrachte ich in Guadalajara, der zweitgrößten mexikanischen Stadt. Diese riesige Metropole bietet mir sehr viel. Ein ansprechendes schwules Nachtleben, quirliges Leben in den Strassen, tolle Kneipen und Restaurants. Seit Kurzem gibt es eine dritte U-Bahnlinie, die ultramodern ist. Diese Züge fahren auch in Barcelona.

Alle Klubs sind geöffnet. Man kann die gesamte Nacht ausgehen. In den Klubs gelten keine Corona Regeln, alles ist erlaubt. Im „Voltio“ gibt es Darkrooms und die sind voll! Guadalajara ist berühmt für seine vielen schwulen Saunen.

Restaurants hingegen haben Regeln und diese werden auch befolgt.

Ich wohnte im Casa Colores Hostel, gelegen in einem Villenviertel. Hier hat es auch das „Voltio“ und viele Restaurants und Kneipen in der Avenida Chapultepec.

Weltkulturerbe „Hospicio Cabanas“

Im Hostel traf ich Tobias und Sven. Beide wohnen in Hamburg, reisen aber nicht zusammen. Sven macht aktuell ein Jahres Sabbatical als Lehrer. Er ist begeisteter Surfer und bevorzugt Mietwagen als Fortbewegungsmittel.. Tobi ist seit 2 Jahren weltweit unterwegs. Den harten Lockdown verbrachte er in Thailand. Tobi muss schon zusehen, wie er klar kommt. Sein Tagesbudget beträgt ca. 15 Euro. Er reist mit Hilfe von BlaBlaCar (gibt es auch bei uns).

Kunst im „Hospicio Cabanas“

Über Ostern werde ich nochmals nach Guadalajara gehen. Von dort aus fliege ich dann nach Yucatan zurück. CDMX ist noch zu sehr im Lockdown. Es gibt kein Nachtleben und die Restaurants müssen mit Einschränkungen leben.

Nur jeder zweite Tisch darf belegt werden

Weil ich eine Rundreise in den Bundesstaat San Luis Potosi mache, kann ich meinen großen Rucksack im Hostel in Guadalajara deponieren.

Basilica de Zapopan

Am 03.04.2021 kehrte ich nochmal zurück ins Casa Colores Hostel in Guadalajara. Dort traf ich Sean aus Houston, Texas. Er erholt sich gerade von einer sehr schweren OP, die er vor wenigen Monaten über sich ergehen lassen musste.

Selbstverständlich besuchte ich in den drei Tagen, wo ich hier war, mehrere wilde Sexclubs. Guadalajara ist offen, keine Corona Einschränkungen gegen prickelndes Nachtleben.

Das Ausgehviertel Tlaquepaque

Einige Stadtbesichtigungen unternahm ich ebenso. Guadalajara ist riesig groß und bietet in diversen Stadtteilen ein interessanten Kneipen-, Musik- und Nachtleben an. Mit dem roten Doppeldecker Sightseeingbus kannst Du für wenig Geld einen Überblick über diese Megametropole bekommen.

In der Avenida Chapultepec hat es viele Kneipen und excellente preiswerte Restaurants, wie das „Casa Dolores“ oder mehrere Filialen der „Cervezeria Chapultepec“, die auch in Spanien vertreten ist.

Am 06.04.2021 flog ich abends mit Viva Aerobus nach CDMX, um dort einen Anschlussflog am Folgetag nach Merida auf der Yucatan Halbinsel zu bekommen.

Eintrittspreis EUR 25, für VIP Crasher kostenfrei!

Mein Hobby das VIP Partyschmuggeln habe ich für so viele Monate nicht ausüben können. Heute wollte ich es wissen! Ich fuhr frühzeitig zum Airport. Dort hat es im Abflugbereich „D“ eine relativ große VIP Lounge.

Ja ich schaffte es ohne kontrolliert zu werden in diese Lounge. Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen. Es war bereits nach 18 h in der Lounge frass ich mich voll, trank von der großen Saftauswahl und genoss zudem den dort angebotenen Rotwein.

Ich wollte einfach mal wieder Gate Crashing üben, denn irgendwann nach Lockdown Ende geht es für mich mit diesem Hobby wieder los. … Und als Rentner habe ich Zeit dafür.

In CDMX gibt es in Flughafennähe ein sehr gutes und für Fluggäste praktisches Backpackerhostel. Leider ist der Bettenpreis mit EUR 15 sehr teuer. In diesem Hostel traf ich merkwürdige Gäste an: Zuerst einen älteren Mann, der eine Frau nach ihrem langen Flug aus Frankfurt kommend, den ganzen Abend vollquatschte, dann einen Gast, der einen völlig durchgeknallten riesigen AMSTAFF dabei hatte. Dieser Pibull XXL versuchte jeden Gast anzuspringen. Dann war ein junger Deutscher dort, der unter Verfolgungswahn litt und stets sich mitteilen wollte.

San Luis Potosi, der Geheimtipp Mexikos wartet darauf entdeckt zu werden

Am 15.03.2021 fuhr ich mit dem Bus von Guadalajara nach San Luis Potosi. Dort suchte ich das Sukha Backpacker Hostel auf. Im Hostel traf ich Adrian aus München. Er ist 28 Jahre alt, trägt Dreadlocks und ist sehr feierwütig. New Age Leben passt nicht zu ihm.

Was haben Adrian und ich gemeinsam? Heute hat jeder lange Haare, früher trugen wir beide Irokesenfrisur!

Wir planten, zusammen nach Real de Catorce zu gehen. Dort hat es den Peyote Kaktus und das interessierte Adrian sehr. Im Hostel hier in SLP traf ich einige Traveller, die an Peyote Zeremonien interessiert waren. Aber Adrian ist sehr trinkfest und wir rauchten mehrere Joints zusammen. Genau das passt für eine Peyote Zeremonie nicht.

Somit ist die Frage geklärt, warum es Backpacker nach SLP zieht. In der Umgebung von Real de Catorce leben einige internationalen Traveller, die Peyote verehren. Der Besitz von Peyote ist nur indigenen Stämmen der Region erlaubt.

Eines von zwei Theatern in SLP

Die Stadt SLP ist eine beeindruckende Kolonialstadt, die es gilt in wenigen Tagen zu erobern. Sie bietet ein quirliges Leben. Es hat drei interessante Museen, darunter das bedeutendste Maskenmuseum Mexikos.

Am nächsten Tag sagte mir Adrian für die Tour zu den Peyote Kakteen ab. Die Film- und Silberstadt Real de Catorce interessierte ihn weniger. Grund hierfür war, dass er auf eine Party in Guadalajara gehen wollte, um dort Psy Trance Musik aufzulegen.

Wir verbrachten aber einen sehr netten Abend zusammen. Aber mit ihm zu reisen bedeutet Saufen und Kiffen. Ob das so gut ist? eher Nein!

Der Zugangstunnel um nach Real de Catorce zu gelangen

So zog es mich alleine nach Real de Catorce. Dort verbrachte ich zwei Tage. Am zweiten Tag wurde ich seit Beginn meiner Reise zum ersten mal richtig krank. Magenprobleme! Nach 2 Tagen war ich wieder „voll fit“!

Peyote Kakteen

Real de Catorce lohnt sich sehr! Mit alten Willys Jeeps geht´s zu einer Silbermine und den Peyote Kakteen im nahegelegenen Tal bei der „Estacíon de Catorce“.

Mit Willys Jeep auf Tour

Einzigartig ist ein Mineneisenbahntunnel von 2,3 Kilometer Länge, der heute als Strassentunnel genutzt wird. Eine Richtungsbahn führt durch den Tunnel, weil er sehr schmal ist. Reisebusse passen nicht hindurch.

Von Real de Catorce trampte ich die 240 Kilometer nach SLP zurück. Es ist sehr leicht, am Tunnelportal Autofahrer anzusprechen. Das Busgeld in Höhe von EUR 16 ersparte ich mir.

Real De Catorce liegt abseits der Travellerroute. Daher kommen eher Touristen mit dem Leihwagen hierher. Aber es lohnt sich auf den Spuren von Julia Roberts und Brad Pitt zu verweilen. Hollywood hat das ehemalige Glück der Silberfunde längst entdeckt.

Der Bundesstaat San Luis Potosi bietet im östlichen Tiefland sagenhafte Landschaften mit Wasserfällen. Somit fuhr ich weiter nach „Ciudad Valles“. Im Hostal „Casa Huasteca“ traf ich Paul aus den USA und Freddy aus Montreal.

Wir verbrachten die kommenden Tage zusammen und fuhren gemeinsam nach Xilitla.

Aber zuerst ging es für mich nach Tamul, einem Canyon und einer Cascada, die in der Trockenzeit kein Wasser trägt.

Mit dem Bus fuhr ich zur Kreuzung, die mich zum Kahnfährhafen brachte. Die letzten 12 km fuhr ich per Anhalter. Schnell wurde ich mitgenommen von einer Gruppe im Auto plus zwei Harley Davidson Bikern. Sie luden mich ein, in ihrem Boot mitzufahren.

Am Kahnfährhafen angekommen, so musste erstmal Flüssignahrung organisiert werden. Die besorgte dann ein Teil der sechsköpfigen Gruppe. Ich war die Nummer 7.

Dann gings zu Fuss Richtung Boot. Unterwegs fiel zweimal ein „Heil Hitler“ aus der Gruppe heraus. Weil ich aus Deutschland komme, so fallen unter „“Normal Mexikanern“ auch mal solche Floskeln.

Ich war aber eher dabei, einen großen Stier zu ärgern. Der hatte eine ganze Kuhherde unter sich.

Dann gings los auf dem Boot. Es wurde kräftig gesoffen. Einen Joint rauchten wir zuvor, denn der hätte das viele Wasser im Boot nicht überlebt.

Die Tour war lustig. Jedes Boot was uns entgegenkam, wurde mit einer Wasserschlacht begrüßt. Gleiches galt für Überholmanöver. Es ging feucht-fröhlich ab. Meine Kamera litt darunter und das Display ist jetzt defekt. Aber sie macht noch Fotos.

So verbrachten wir einen lustigen Tag zusammen. Ich hatte während der 5 stündigen Tour lediglich zwei Biere. Die schenkte mir die lustige Truppe. Wir waren zu siebt. Nur eine Frau war in der Gang.

Landschaftlich betrachtet ist dieser Canyon sagenhaft. Diese Tour darf nicht fehlen. Auch wenn der Wasserfall kein Wasser trug, so war die Kahntour, Schwimmen und die Eindrücke etwas ganz Besonderes. Und für EUR 9 einen ganzen Tag FUN!

Die Truppe besorgte mir ein Moped und der Fahrer, unser Lead Ruderer im Boot, brachte mich zurück zur Kreuzung, wo der Bus fährt. Bezahlt hat die Truppe das Moped-Taxi. Ich war eingeladen!

Minas Viejas

Am 22.03.2021 fuhr ich mit Freddy und Paul aus dem Hostel zusammen zu mehreren Wasserfällen in der Region „El Naranjo“. Insgesamt besuchten wir 3 Wasserfälle: Cascada Minas Viejas, Cascada El Meco und Cascada El Salto.

El Meco

Einen Teil der Strecke erledigten wir Per Anhalter. Insgesamt 5 Autos bzw. PickUps nahmen uns mit. Trampen funktioniert in Ausflugsgebieten in Mexiko sehr gut.

Paul ist 43Jahre alt und begeisterter Kletterer. Freddy ist 37 und macht Backpacking wie ich und ist seit Oktober letzten Jahres unterwegs. Wir tauschten uns aus. Beide sind nicht so verrückt im Vergleich zu Adrian, den ich in SLP traf.

Wer Natur, Wasserfälle und Tierwelt mag, ist ein stückweit anders drauf. Beide sind auch keine Esotheriker. Sie lieben ein Stück Fleisch und ein Bier dazu.

Wir hatten gut Fun auf der 14 stündigen Tour.

oberhalb von El Meco

Am folgenden Tag fuhren wir gemeinsam mit dem Bus weiter nach Xilitla. Dort wohnten wir im Sukha Hostel.

Mit Freddy in San Luis Potosi Bundesstaat

Wir unternahmen in dem beschaulichen Bergdorf zwei Touren am 24.03.2021: Der surrealistische Skulturengarten „Las Pozas“ von Edward James sowie die Sótana de las Huahuas.

Letztere ist ein Loch im Berg mit einem Einflugspektakel mehrerer Tausend Vögel zum Sonnenuntergang. Ein absolutes Muss für Deinen Besuch im Staat SLP!

Auch hier klappte das Trampen zu dritt sehr gut.

Queretaro und Guanajuato in der Karwoche entdecken

Jalpan de Serra

Von Xilitla reisten Freddy und ich weiter in Richtung Jalpan de Serra und Pinal de Amoles. Paul blieb in Xilitla zurück.

Puente de Dios

Wir besuchten in dieser Region zwei Wasserfälle, wanderten durch einen Canyon und besuchten „Quatro Palos“ am 27.03.2021 zum Sonnenaufgang. Letzterer Ausflug bildete den Höhepunkt dieser drei Aktivitäten.

El Chuveje

Aber es gab Hürden: Im Staat Queretaro gelten strengere Corona Regeln als anderswo. Die Behörden wollten uns zu viert, die wir das Taxi teilten, nicht durchlassen. Wir hatten keine Reservierung.

Quatro Palos

Nach ca. 30 Minuten warten, durften wir, aber auch andere Wartende doch durch. Eine Gruppe zahlte Schmiergeld an Behördenmitarbeiter.

In Mexiko funktioniert „Schmieren“ stets gut. Kein Land auf der Welt trägt so viele Morde und Schmiergeldaktivitäten, wie Mexiko. Der Tourismus muss funktionieren. Insbesondere die Kartelle brauchen die Tourismusumsätze um ihr Geld aus Drogengeschäften und den vielen Auftragsmorden zu waschen.

Am 28.03.2021 reiste ich weiter nach Bernal. Freddy fuhr Richtung Haupstadt, denn er wollte wieder zurück nach Puerto Escondido, um wieder surfen zu gehen. Im Gegensatz zu den vielen anderen Backpackern, interessiert er sich aber für Landschaft, Natur und Kultur. Ein Großteil der Surferszene in Puerto Escondido sucht ausschliesslich Party, Strand und Fun!

Mal sehen, ob wir uns in Bacalar oder Cancun wiedertreffen.

Am 27.03.2021 fuhr ich mit dem Bus nach Bernal, wo der drittgrößte Monolith der Welt zu sehen ist. Rauf darf man am Wochenende nicht, denn Corona Regeln lassen grüßen.

Das Dorf wird am Samstag von einheimischen Touristen aus den nahegelegenen Großstädten überrollt. Die Fussgängerzone wird zum Drängellaufstieg. Man trägt einen Becher gefüllt mit Michelada, ein mexikanisches Biererfrischungsgetränk.

Ich habe Glück, dass ich ein sehr ordentliches Zimmer für 18,50 finde. Alle Unterkünfte sind weitestgehend voll. Normalerweise liegt mein Budget für ein Bett bei EUR 6 bis 10.

Bernal wird von der Travellerszene eher nicht beachtet. Neben dem Hausberg gibt es hier „Wein und Käse“! Das Dorf gilt als Gourmet Hochburg.

Am 28.03.2021 fuhr ich weiter nach Santiago de Queretaro. Ich wohnte im Backpacker „El Mexa Hostel“. Dort traf ich Holger aus Bremen. Er ist 49 Jahre alt und schwul. Er ist seit annähernd 2 Jahren unterwegs. Den Lockdown und zwei Quarantäne Wellen erlebte er in Myanmar.

Wir trafen uns zweimal für mehrere Stunden zum Essen. Wir hatten sehr interessante Gespräche aber passen überhaupt nicht zusammen. Holger mag weder Party, schnelle Sexgeschichten, Esotheriker, Verschwörerspinnereien, Drogen etc. Er war Inhaber einer Werbeagentur, die er vor seiner Abreise verkauft hat. Leben tut er von zahlreichen Immobilien, die er vermietet.

Dackelbrunnen auf dem Plaza de Armas

Er übernachtet auch in Hostels, wohl um Leute zu treffen. Nach Myanmar ist er direkt nach Mexiko geflogen. Im Süden, wo die Travellerszene verstärkt anzutreffen ist, war er noch nicht.

Ich bin ja mit Paul und Freddy vor kurzem zusammen gereist. Holger könnte ich mir in dieser Truppe kaum vorstellen. Das Kiffen und Biertrinken in dieser Menge passt nicht zu ihm.

Templo de Santa Rosa de Viterbo

Er steht zu den Corona-Lockdownmassnahmen in Europa. Ich fragte ihn aber, wie er mit seiner politischen Einstellung nach Mexiko, wo wir auf dem Rücken tausender Morde und gleichzeitig mit dem Wohlgefallen der kriminellsten Kartelle weltweit reisen und denen unser Geld in den Rachen stecken, reisen kann. Eine plausible Antwort darauf bekam ich nicht.

Holger ist jemand, den ich einmal treffen kann, Freddy, Paul und Adrian passen besser zu mir. Adrian schrieb mir, dass er am 02. April heimfliegt. Sein Geld ist wohl alle. Ja das viele Saufen gibt es nicht umsonst!

Zurück zu Santiago de Queretaro! Diese sehr große Industriestadt zählt zu den schönsten der großen Kolonialstädte in Mexiko. Ich bin bereits das 4. mal hier.

Ich besuchte Museen, nahm an einer nächtlichen Legendenführung teil. In Queretaro macht man viel, damit Touristen kommen. In Queretaro suchte ich ein Gesundheitszentrum auf, um meinen Leistenbruch und Bluthochdruck kontrollieren zu lassen. Medikamente bekam ich wieder kostenfrei.

Das weiss auch Holger! Der größte Teil der Backpacker, Surfer, Partyvolk, Verschwörer und Esotheriker lässt das „Zentrale Hochland“ Mexikos mit seiner Kultur links liegen. Wo kein Strand, Extremsport und Party ist, fährt man offensichtlich nicht hin.

Am 30.03.2021 fuhr ich mit dem Bus nach San Miguel de Allende. Für meine Busfahrten versuche ich stets zum Rentnerpreis zu fahren. Damit spare ich 50 % der Ticketkosten. Offiziell ist das für Ausländer in Mexiko verboten. Ich versuche es trotzdem und es klappt auf ca. 40 % meiner gesamten Busfahrten.

San Miguel de Allende ist eine Expat Stadt, wie aus dem Bilderbuch. Viele „Norte Americanos“ verbringen hier ihr Rentner Dasein. Dementsprechend hoch sind die Immobilienpreise hier. Im Selina Hostel auf der Rooftop Bar zahle ich 3 Euro für ein Bier. Das kostet sonst eher Eur 1,20.

San Miguel de Allende zieht sehr wenige Backpacker an, weil es hier zu teuer ist und sie keinen Bock auf die vielen Grauhaarigen haben. Klubleben und Party findest Du eher im nahegelegenen Guanajuato.

Die Stadt ist sehr gut restauriert worden. Auffällig sind die vielen luxuriösen Shops und die internationale Gastronomie hier. Stadt Tacos und viel Gegrilltes, findest Du hier Gaumenfreuden der Welt oder eine ausgezeichnete Bäckerei.

San Miguel de Allende gehört zu einer Tour im „Zentralen Hochland“ einfach dazu.

Am 01.04.2021 fuhr ich weiter nach Guanajuato, der Hauptstadt der Gothic Szene in Mexiko. Grund hierfür sind die ausgestellten Mumien im „Momias“! Dieses wahnsinns Museum zieht die Massen an. Ich wartete zu Ostern 3 Stunden in der Schlange um reinzukommen.

Auch die unterirdischen Tunnel aus der Silberminenzeit zogen mich an. Guanajuato ist einer der speziellsten Orte in Mexiko. Das Tal, die Gassen, die beiden Theater, die Mariachi Bands warten darauf, erkundet zu werden. Dementsprechend war es über Ostern hier proppevoll! An Corona dachten hier sehr viele: Ein Bier musste her!

Apropos Süchte: im Lupita Hostel traf ich Lorenzo aus Frankreich, Stefan aus Düsseldorf und Marc aus den USA. Wir gingen zum Mirador und rauchten mehrere Joints in einem Park. Bierbüchsen hatten wir auch dabei. Dann kam die Ordnungsmacht! Sie erwischten Lorenzo mit einem Joint in der Hand. Dann zeigten sie uns „Die Acht“! Ein Polizist betonte, dass sie uns festnehmen könnten. Während sie Lorenzo filzten, warf ich das Marijuna Tütchen weg. Die Bullerei bemerkte das nicht. Aber jeder aus der Gruppe sah es!

Wegen der Bierbüchsen bekamen wir keinen Ärger. In Mexiko darf man auf der Strasse nicht Saufen. Das Ganze endete damit, dass wir gehen durften. Von Lorenzo forderten sie 1.500 Pesos, die er aber nicht zahlte. Für 4 Polizisten ist diese Summe zu wenig, dass es sich nicht lohnt zu bestechen.

In Guanajuato ging ich viel spazieren. Es macht Spass, bekifft durch die Gassen, die Tunnel und zum Mirador zu laufen. Jetzt, wo ich kein Marijuana mehr habe, warte ich, bis ich in Bacalar bin. Dort kann ich definitiv ein Hippieleben führen!

Für mich gilt Guanajuato als die schönste Kleinstadt Mexikos. Die Menschen hier sind schlauer, als die Einwohner von Mallorca. Man lebt hier vom Tourismus. Aber nur 15 Kilometer entfernt gibt es eine riesige Fabrik, wo „GM“ Autos produziert. Man stellt sich diversifiziert auf und hat auch ein Einkommen, wenn keine Touristen kommen.

Wieder zurück ins Hippieleben auf der Yucatan Halbinsel

Am 07.04.2021 bin ich wieder in Merida im „La Ermita“ Party Hostel. Ich treffe hier viele Gäste, die weniger als halb so alt wie ich, sind. Wir haben dennoch eins gemeinsam: Drogen! Demzufolge wird an diesem Abend hier sehr viel gekifft und gesoffen. Wir sprechen über Drogen, die vor allen Dingen in Tulum angeboten werden. Die sollen noch besser wirken als Peyote oder Ayahuasca.

Im „La Ermita“ traf ich vor 3 Monaten Leute, die allesamt auch auf dem „Wizards Collecitive“ Festival in Guatemala waren. Den meisten geht es hier um Party, Drugs und Sex!

Am 08.04.2021 fahre ich mit einem Erste Klasse Bus zum Rentnerfahrpreis nach Bacalar. Als Ausländer stehen mir Halbpreistickets nicht zu, aber ich schaffe es immer wieder, an diese Tickets ranzukommen. Das spart viel Geld!

In Bacalar wohne ich im „Guarumbo“ Hostel. Dort treffe ich Patricia aus Berlin. Wir werden die kommenden Tage zusammenreisen.

Die Drei aus Berlin, Ima (links) und Patricia (rechts)

Patricia ist leidenschaftliche Yoga Lehrerin. Sie ist seit Ende Januar 2021 unterwegs. Zuvor beteiligte sie sich an den Querdenker Demos in Berlin. Sie bezeichnet die Regierung als Nazis und glaubt, dass Covid 19 künstlich geschaffen wurde.

Sie erwähnte, wie Scheisse das Leben aktuell in Berlin ist. Ich kenne es ja nur aus Erzählungen! Wir reden sehr viel über unsere individuellen Erlebnisse im Berghain. Patricia war auch mal im LAB. Das hat ihr sehr gefallen. Das Berghain ist für uns beide eine wichtige Einrichtung, die wir nicht missen möchten. Wir hoffen, dass es wieder öffnen wird!

Willkommen in den Hippiehochburgen an der Riviera Maya. Verschwörer treffe ich hier sehr viel an.

Aber diese Leute kennen auch meine jüngere Schwester, die „Das Kind in Dir muss Heimat finden“ geschrieben hat. Fast alle haben ihr Buch gelesen.

In Bacalar gehen wir auch abends gemeinsam weg und frühstücken zusammen im Dorf.

Ich unternehme einige sensationelle Ausflüge und Aktivitäten wie Segeln gehen oder mich als Stehpaddler auszuprobieren.

Im Hostel werden einfache aber funktionsfähige Fahrräder vermietet. Ich nutze eins von diesen, um zum Beachclub „Los Rapidos“ oder zur „Laguna Azul“ zu radeln.

In Bacalar war es dennoch recht ruhig. Ein wenig mehr Hippieleben hätte ich mir gewünscht.

Am 11.04.2021 fahren Patricia und ich mit dem Collectivo nach Mahahual. Dort wohnen wir im „Maha Sand Suites Hotel & Hostel“. Ich treffe dort schnell Andreas aus Düsseldorf. Patricia hatte bereits über soziale Medien mit ihm Kontakt. Er kennt meine Schwester sogar vom Namen her und auch einige Podcasts von ihr. Er sagte mir, dass er eine depressive Mutter hat und mit Hilfe des Buches seine Kindheit verarbeiten will.

Das Hostel in Mahahual

Auch in diesem Hostel gehört viel Bier und das Kiffen zum täglichen „Brot“ dazu.

Am 13.04.2021 fahre ich wieder nach Valladolid. Das Hostel, wo ich bereits war, war diesmal ausgebucht. In der Nähe gibt es das Tunich Naj Hostel.

Tunich Naj Hostel

Ich entschied mich, nach Rio Lagartos zu fahren, statt auf die Hippie Insel Holbox. In Rio Lagartos wollte ich den „Pink Lake“ und besonders viele und sehr große Flamingos sehen.

Christian und ich! Verschwörungstheorien inklusive!

Ich traf dort jemanden im Hostel, der Verschwörer ist. Wir gingen zusammen essen. Wir hatten einen tollen Abend zusammen und tranken Bier und zogen einen durch. Am nächsten Tag reisten wir zusammen nach Valladolid. Der Typ mit dem ich reiste macht Judenwitze und lästert über Menschen mit anderer Hautfarbe. Er kommt nach Mexiko, weil Asien geschlossen ist.

Pink Lake

Gerade hier auf der Yucatan Halbinsel treffe ich viele Verschwörer, Querdenker und sogar Leute, die rassistisch Äusserungen mitteilen. Warum ist das hier wohl so? Ganz klar: Mexiko wird von Drogenkartellen regiert, die bestimmen wo es lang geht. Meine Freunde daheim lehnen ein solches Land wie Mexiko daher strikt ab. Die Leute, die nach Mexiko reisen, nehmen die Gebahren der Kartelle in Kauf.

Geldwaschanlagen der Drogenkartelle in Cancun

Wenn Du nach Mexiko reist, so machst Du dass auf dem Rücken der vielen Morde und gefälschter Covid19 Angaben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Coronazahlen, die aus Mexiko kommen, der Wahrheit entsprechen.

Ich will meine Freiheit haben und Leute treffen. Mexiko ist genau dafür und im Frühjahr 2021 das richtige Land! Dank der Drogen Kartelle! Mit deren Arbeit bin ich aber nicht einverstanden. Das ist meine Doppelmoral!

In einer Zenote zu baden gehört zum Yucatan Feeling stets dazu

In Cancun und in Playa del Carmen kann ich in wilde Sexclubs gehen. Corona interessiert hier niemanden.

In Playa del Carmen präsentieren die Kartelle in der Fussgängerzone exotische Tiere, wie junge Tiger, Panther, Pumas, Leoparden und Großaffen. Tier- und Artenschutz interssieren die Kartelle nicht. Man will Menschen anziehen und Dinge zeigen, die bei uns streng verboten sind.

Die neue Promenade in Playa del Carmen

Touristen kommen in Scharen, um das zu erleben. Wann wird es die erste öffentliche Kannibalen Schau geben? Die Kartelle haben bestimmt Pläne in ihren Schubladen, um auch so etwas zu präsentieren.

Was in der Fussgängerzone von Playa del Carmen stattfindet, gibt es kaum woanders noch mal. Die Touristen lieben es. In den Backpacker Hostels gibt es Touristen, die stolz darauf sind, dass es die Kartelle gibt.

Im Luxusressort

Abschliessend verbringe ich 2 Tage und eine Nacht in einem riesigen Luxus Ressort, dem „Grand Riviera Princess“. Die Firma kommt aus Spanien. Daher werden hier keine Kartell Aktivitäten feilgeboten. Für EUR 87 bekomme ich Luxus Pur und „alles inklusive“. Zum Ressort und wieder weg davon fuhr ich „per Anhalter“. Die teuren Ressort Taxis ersparte ich mir.

3,5 Monate Mexiko und der kleine Abstecher nach Guatemala liegen jetzt hinter mir. Es hat mir hier besonders gut gefallen! Viele Touristen, Party, Sex, tolle Leute kennengelernt! Anarchie, Faustrecht, Gesetzlosigkeit, ja all das bietet Mexiko.

Der Polizei und der Staatsmacht begegne ich ohne Respekt. Wenn die Bullen etwas von mir wollen, so ist es Geld! Sie kommen nachts und durchsuchen mich. Aber ich habe keine Drogen dabei. Auf mein Geld habe ich ein scharfes Auge. Ich erlebte bereits, wie ein Polizist in Uniform mir einen Geldschein entwendete. Das bemerkte ich aber erst hinterher.

Ultras von Eintracht Frankfurt verewigen sich im Luxusressort

Das ist Mexiko: Das korrupteste Land der Welt! Aber Party und Fun sind mir garantiert. Und Corona ist kein Virus, sonders das gute beliebte Bier, dass ich täglich trinke.

Ich komme wieder! Sehr bald! … und die Party geht weiter!

Tapetenwechsel: Auf nach Kolumbien, da wo es besonders viel schneit

Am 21. April fliege ich von Cancun aus nach Bogota. Eine solche grenzüberschreitende Reise muss besonders gut vorbereitet sein. Kolumbien zählt zu den Ländern, die mittelschwere Einreisebedingungen stellen. Quarantäne, Reiseversicherungen, Bürgschaften, Einreisevisum und andere erschwerende Erfordernisse brauche ich nicht.

Für nur EUR 12 in der Lounge in Cancun frühstücken, supper Orangensaft inklusive und soviel Du willst

Was ist wichtig:

  • PCR Test, den Du 4 Tage und nicht länger als 96 Stunden vor Abflug machen musst. Salud Digna in Cancun bietet Dir diesen für EUR 41 an. Preiswert!
  • Rückflug- oder Weiterflugticket muss beim Check In bzw. Boarding am Flughafen vorgezeigt werden. Es gibt Portale, auf denen Du Dir ein sogenanntes „Fake“ erstellst und welches Du nach Ankunft in Bogota stornieren lässt.
  • Check MIG Colombia
  • Immigración Mexico Karte, die Du bei der Einreise nach Mexiko erhalten hast. Diese Karte musst Du im Original vorlegen.

Wenn eine der genannten Unterlagen felhlt, darfst Du nicht fliegen. Du musst dann ein neues Ticket kaufen. Du kannst versuchen das nicht abgeflogene Ticket zu stornieren. Gehe davon aus, dass Du praktisch nichts erstattet bekommst. Es ist Dein Verschulden, wenn Du die Unterlagen nicht beibringst.

Wie in den siebziger Jahren: Bordkarte manuell ausgefüllt

Am Flughafen Cancun als auch in Madrid ist man sehr streng, was die Unterlagen betrifft.

Am Flughafen in Bogota sind die Einreisekontrollen nicht streng. Es wird lediglich der PCR Test verlangt. Das Check Mig sehen die Beamten auf dem Computer bei der Passkontrolle.

Der Zoll setzt Drogensuchhunde im Terminal ein. Ebenso verfügt der Zoll über Drogentest Schnelltest Sets. Sollte eine Kokain- oder THC Kontrolle bei Dir durchgeführt werden und das Testergebnis fällt positiv aus, so darfst Du mit dem nächsten Flieger wieder heimfliegen. Du darfst im Nachgang dann auch nicht mehr nach Kolumbien einreisen.

Ich empfehle daher in den letzten 14 Tagen vor Deinem Flug kein Marijuna zu rauchen und mindestens 7 Tage vorher kein Kokain zu nehmen.

Im Flughafen hat es nur sehr wenige Fluggäste und der Zoll hat Zeit, solche Kontrollen durchzuführen. Ausserdem will man eigentlich keine Touristen haben.

Bogota:

Im Flugzeug lernte ich einen jungen Deutschen aus Düsseldorf kennen. Er sagte mir, dass heute sein dritter Versuch war, um nach Kolumbien einzureisen. Zwei mal wurde er in Cancun am Flughafen abgewiesen, denn er hatte keinen PCR Test nachweisen können.

Kunst aus Deutschland im Museum Botero

Wir fahren zusammen in die Stadt mit dem Bus. Ich wohne im „Hobu“ Hostel in Chapinero, einem wohlhabenden Stadtteil von Bogota mit viel Nachtleben und einer großen Gay-Szene.

Den jungen Deutschen vom Rhein zieht es nach Candelaria, dort wo es die meisten Hostels hat. Dieser Stadtteil hat die meisten Museen und Sehenswürdigkeiten. Nachts kann es hier aber auch gefährlich werden.

Kostenfrei die schönen Museen Bogotas besuchen

Bogota ist voll von illegalen Flüchtlingen aus Venezuela und Haiti. Du musst aufpassen! Auf den Strassen von Candelaria hat es jede Menge Drogenabhängige. Chapinero zieht besseres Volk an und das Hobu Hostel bietet guten Service in einer etwas besseren Wohngegend an.

Die wichtigsten Museen befinden sich hingegen in Candelaria. Der Besuch ist zu Corona Zeiten kostenfrei! Für das Goldmuseum musst Du Dich ca. 2 Wochen vorher Online anmelden.

Ich traf später auf meiner Route Simon aus der Schweiz. Er ging zu Fuss auf den Hausberg der Stadt „Monserrate“ an einem Werktag, an dem wenig los war. Auf dem Weg dorthin wurde er überfallen: Von einem Hunderudel, bestehend aus ca. 12 Hunden! Ergebnis: Mehrere ernste Bissverletzungen, davon an einer Stelle tief ins Bein!

Ich war übrigens bei meinem ersten Besuch vor ca. 20 Jahren in Bogota auf dem Monserrate.

Bogota hat keine U-Bahn. Das ist zu teuer für eine Stadt eines Schwellenlandes. Stattdessen gibt es das „TRANS MILLENIO“, das leistungsfähigste Bussystem der Welt. Mit 21 Jahren nach Betriebsstart ist es im Berufsverkehr total überlastet. Die Gelenkbusse sind modern, sauber und gut. Eine Hochleistungs – U-Bahn schafft mehr.

TRANS MILLENIO wurde auf einem vorhandenen Strassensystem errichtet. Verbindungskurven und einige Brücken sowie Terminals (Portale) mussten gebaut werden. Die Kosten hierfür sind wesentlich niedriger als ein U-Bahn Bau.

In Bogota gelten strenge Corona Regeln. Um 20 h schliesst das öffentliche Leben. Dann gibt es keinen Alkohol mehr zu kaufen.

Von Freitag bis Sonntag sind alle Museen und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Nur werktags ausser freitags gibt es Leben. Dann ist aber auch fast alles geöffnet.

Neiva:

In Neiva ist alles wegen Corona eher locker zu sehen. Das Leben findet statt und Restaurants sowie Kneipen schliessen um Mitternacht.

Hier wohnte ich im „Backpackers & Travellers“ Hostel. Der Betreiber ist Kolumbianer und zieht mit seinem Konzept zahlreiche Backpacker an. Er organisiert geführte Touren in die sogenannte Wüstenlandschaft des „Desierto de la Tatacoa“ oder zur Zenote „Cueva del Tigre“.

Eine Wüste in Kolumbien

Das Hostel wird sehr gut geführt und die Touren haben es in sich. Daher war meine Zeit in Neiva für mich ein tolles Erlebnis.

Im Hostel hatte es genügend Traveller um zu dritt die Touren wahrzunehmen. In Kolumbien hat es deutlich weniger Backpacker als in Mexiko, zumal die Corona Regeln hier strenger sind. Aber ich treffe mehr Traveller an als im Vergleich zu meiner Zeit in Peru und Ecuador.

Neiva befindet sich auf halben Weg zwischen Bogota und San Agustin. Die Wüstenlandschaft und die geführten Wanderungen durch die bizarren Formationen sind eine Reise definitiv wert.

San Agustin:

Hier wohnte ich im „Bambu“ Hostel. Gerard aus Barcelona, der Betreiber ist ein herausragender Gastgeber. Drogenthemen solltest Du besser nicht ansprechen.

Nach San Agustin zieht es Traveller nicht nur wegen der Ruinen und Steine. Siehe meinen Beitrag zu „Kokain für Backpacker in Kolumbien“!

In der Nähe von San Agustin befinden sich einige Wasserfälle, Extremsport-Einrichtungen und weitere Ruinenanlagen (Archäologieparks).

Mocoa:

In Mocoa wohnte ich im Hostel „Luna Llena“. Dieses wird von einer kolumbianischen Familie betrieben. Sie ist sehr herzlich und lud mich mehrfach zu selbstgepressten Saft und Kuchen ein. Leider liegt das Hostel etwas abgelegen und Du wirst in Taxigeld investieren müssen.

In Mocoa werden ausgezeichnete Ayahuasca Retreats angeboten. Sie kosten umgerechnet EUR 11 für die gesamte Nacht. Ich hörte von Simon aus der Schweiz, der daran teilnahm, dass er begeistert war.

Ich nahm jetzt nicht nochmal an einem Retreat teil. Ich muss mich auf so etwas vorbereiten. Sprich Ernährung, Trinkgewohnheiten und Drogengebrauch Tage zuvor komplett einstellen. Kokaingebrauch, Bier trinken und normale Essgewohnheiten passen schlichtweg nicht zu Ayahuasca.

Ich kann wärmstens empfehlen, nach Mocoa zu gehen, um an Retreats bzw. Zeremonien teilzunehmen. Hier gibt es kaum Touristenausbeutung. Aber eine Vorbereitung im Vorgang des Retreats muss sein! Fange damit am Besten mindestens 5 Tage vor Beginn des Retreats an.

Mocoa bietet eine sagenhafte Natur an. Der „Fin del Mundo“ Wasserfall, plus die zahlreichen weiteren Cascaden auf dem Weg dorthin erfüllen Dir ein ganztägiges Naturerlebnis.

Strassenblockade auf dem Weg nach Mocoa

Statt im „Luna Llena“ Hostel zu schlafen, so bieten einige abgelegene Herbergen im Park des „Fin del Mundo“ Dir Naturerlebnis Übernachtungen an. Dort bist Du dann abgeschieden von der Zivilisation. Ist eine Überlegung wert!

Ich reise trotz der vielen Demo Toten und Verletzten durch Kolumbien

Ab dem 04. Mai 2021 fuhr ich über die Zentralanden nach Pasto. Dort wohnte ich im Hostel „Casa Hospedaje La Bohemia“. Es ist die einzige Backpacker Unterkunft in dieser südkolumbianischen Andenstadt.

Kolumbien lässt sich nicht unterdrücken!

Gerne hätte ich hier den ein oder anderen Ausflug in die Umgebung gemacht. Nur ein Ausflug nach Sandoná gelang! Alle anderen nicht! Es gab zahlreiche Strassen Blockaden.

Zu Beginn der Proteste hatte ich noch keine Angst vor Kidnapping Situationen. Später aber doch! Diese sind denkbar, wenn ich mich in die Bergdörfer begebe, wo es Straßenblockaden hat. Dort gibt es keine Staatsmacht mehr!

Nagelbretter zerstechen Deine Reifen!

Am 3. Tag in Pasto und einen Tag nach den Krawallen, Explosionen und Schießereien wollte ich hier weg. Der Flughafen war offen. Ich konnte auf die Karibikinsel San Andres fliegen.

Das hier ist keine Straßenblockade!

In Pasto gab es kein Benzin mehr! Die Geldautomaten waren leer. Ich handelte schnell! Denn auch die Tanks der Taxen leerten sich! Dann wäre ich auch nicht mehr zum Flughafen, der 35 km entfernt ist, gekommen.

Kathedrale in Sandanó

Die Krawalle erinnerten mich an wilde Demos der achtziger Jahre in Berlin. In ganz Kolumbien wurde demonstriert. In vielen Dörfern der Anden ebenso. Einige Großstadtdemos endeten mit viel Gewalt, Toten und Vermissten. So auch in Pasto.

La Florida

Der Großteil der Bevölkerung steht hinter den Demonstranten! Gewalt wird in Kauf genommen. Der Frust ist groß! Die Armut und der Hunger ebenso!

Ich gehe davon aus, dass die Demonstrationen, die am 28.04.2021 starteten, die gewalttätigsten der letzten Jahre in Lateinamerika waren. So viele Tote und Vermisste gab es in keinem anderen Land. Auch in Chile im Herbst 2019 nicht.

Raus aus dem Chaos, rauf auf die Insel!

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