Fiesta Latina statt Biedermeier Lockdown Mentalität

„Sich fügen heisst Lügen“! Das sagte bereits Erich Mühsam.

Ich füge mich nicht! Ich gehe nicht in den Lockdown. Ich liebe meine Freiheit. Jetzt an der Riviera Maya um so mehr! Hier wird der Ballermann gefeiert.

Auch wenn irgendwann mal alles zum Üblichen zurückkehren sollte, ich denke über mein zukünftiges Leben in einem Aussteigerparadies in Lateinamerika nach. Ich treffe hier viele, die ähnlich denken wie ich.

Das was wir vor Corona hatten, wird es nicht mehr geben! Ich glaube, dass der ganz große Knall uns noch bevorsteht. Wir sind erst am Anfang einer globalen Veränderung. Wir haben die besten Jahre, die es jemals gab, hinter uns.

Wir lebten drei Jahrzehnte in einem Rausch mit viel Toleranz und Offenheit sowie grenzenlosem Konsum. Das war die beste Zeit, die es je gab!

Ich glaube, dass wir uns davon jetzt leider verabschieden müssen. Corona hat uns fest im Griff. Aus der Nummer kommen wir nicht so leicht wieder raus. Corona ist schlau! Zu schlau! Dagegen ist es schwer, anzustinken.

Genau deswegen ziehe ich mein Ding ohne Rücksicht durch. Irgendwann wird Schluss sein. Dann kann sagen, ich habe es gelebt!

2021 wird viel extremer werden, als das letzte Jahr. Corona wird uns über Jahre begleiten. Es wird sich grundlegend etwas verändern. Wir wissen nicht, was kommen wird. Vieles ist möglich. Und es wird etwas sein, was es noch nie gab.

Hier reden Leute vom 3. Weltkrieg. Daran glaube ich nicht! Mit Floskeln braucht niemand kommen. Es wird etwas kommen, über das wir nicht Bescheid wissen. Wir werden uns darauf nicht vorbereiten können. Es wird sehr gemein werden. Um so mehr wir planen, um so mehr werden wir uns verrennen! Nur wenn wir in alle Richtungen offen sind, haben wir eine Chance.

Chance? Das sollte eine Friedenserklärung für alle sein!

Also reise ich jetzt! Aktuell geht es! Der amerikanische Kontinent ist der Einzige, der das aktuell ermöglicht. Heute zumindest! Ob Morgen? Das weiss niemand!

Januar 2021

  • Ballermann an der Riviera Maya: Corona ist weggesperrt

Ballermann an der Riviera Maya: Corona ist weggesperrt

Am 30.12.2020 bin ich von Lima nach Cancun geflogen. Das war der unkomplizierteste Flug von allen, die ich bisher hatte. Kein PCR Test erforderlich, keine Interviews, keine Fragen. Die Einreise nach Mexiko war absolut unproblematisch.

„Einen Heben“! Das Saufen im öffentlichen Bereich und gleichzeitig Viren verbreiten! Das ist die Riviera Maya!

Vom Flughafen schmuggelte ich mich in einen Shuttlebus einer Mietwagenfirma. Somit kam ich zur Schnellstrasse, da wo die Colectivos fahren. Ich sparte die hohen Kosten für den Flughafenbus.

Die Riviera Maya ist aktuell voll von Touristen. Ballermann, Party und Feiern ist angesagt. Von Corona will hier niemand etewas wissen und hören.

Verschwörer und AFD Wähler: Traf ich im Flughafen von Cancun am Gepäckband. Passt super hierher! Hoffentlich hat es andere Urlauber hier, denn auf Naziratten habe ich NULL BOCK!

Transenshow im Klub!

Cancun Downtown ist eher hässlich. Aber es bietet Nachtleben für die LGBTIQ Gemeinde. Tanzpaläste haben geöffnet! Corona Regeln gelten zwar, werden aber nicht eingehalten. Ich ging am 31.12.2020 hier in einen Klub. Der ist sehr groß. Somit wurden Abstandsregeln bedingt eingehalten. Einige der Gäste trugen Masken und blieben auch nicht sehr lange dort.

Bier Kühlregal im „JUNGLE MARKET“ in Tulum am 05.01.2021. Einen Tag später brannte der Laden gegen 22 h vollständig aus

Es gibt mehrere Backpacker Hostel in der Innenstadt. Es ist auch etwas los. Aber ich empfehle, unbedingt einen anderen Ort aufzusuchen. Cancun Downtown bietet schlichtweg zu wenig. Jeder bevorzugt die Hotelzone.

Der populärste Ort für Traveller ist Tulum. Das gilt auch für die LGBTIQ Gemeinde. In Tulum gibt es aber aktuell keinen Klub. Statt dessen Circuit Parties. Für Digital Nomaden, die es hier zu Tausenden gibt, bietet Playa del Carmen super Apartmentanlagen inklusive Co Working, Meetups und alles was dazu gehört.

In Cancun traf ich einen Israeli, der seit vielen Jahren reist. Er lebt von seinen Zinseinnahmen. Ab und zu lebt er mit einer Freundin, dann ist er wieder alleine im Hostel. Er will ein Mietauto nehmen und rumreisen. Bus mag er überhaupt nicht.

In Playa del Carmen ging ich am Neujahrstag aus. Der Klub war rappelvoll. Es gab Strippershows und Darkroom. Drogen sah ich nicht. An Corona dachte hier niemand. So etwas war in keinem Land erlaubt, wo ich bisher war.

In der Fussgängerzone laufen sehr viele ohne Maske herum. Es wird viel Alkohol konsumiert. Prostitution wird angeboten. Die Stadt ist rappelvoll. In Peru sind Strandbesuche aktuell verboten, zumindest um die Feiertage herum.

Und das obwohl Mexiko mit die höchste tägliche Todesrate weltweit an Corona hat.

Quintana Roo ist megatouristisch. Corona Regeln gibt es kaum. Das Nachtleben tobt. Kein Wunder, dass ich niemanden davon überzeugen konnte, hierher zu fliegen.

Tulum Pyramide

In Cancun hatte ich wegen dem Jahreswechsel meine Hostels vorgebucht. Für 4 Tage! Das war ein Fehler. Ich wäre ansonsten nach 2 Tagen abgereist.

Am besten gefiel mir Tulum. Dieser Mega Hipster Ort ist das Coolste, was die Riviera Maya zu bieten hat. Aber auch die teuerste Strand-, Party und Klubszene von Mexiko. Überall am Starnd wummern die Bässe der elektronischen Musik. Es ist das GOA des Kontinents. Auch IBIZA grüßt vom Mittelmeer!

Die Gäste sind sehr schick gekleidet. Sie sind bereit viel Geld hier zu lassen. Alles ist total überteuert. Traveller findest Du in der Hotelzone am Strand praktisch nicht.

In der Stadt Tulum und abseits vom Strand hat es viele Backpacker Hostel. Im Gegensatz zum Moloch Hostel in Cancun, sind die Leute hier sehr jung. Kaum einer ist über 30 Jahre alt. Da passe ich halt nur schwer rein. … und so viele Traveller wie hier habe ich seit meinem Reisestart in Valparaiso in Chile nicht mehr gesehen.

Teure Meeresfrüchtesuppe im Restaurant in Cancun Innenstadt

Ich unterhielt mich mit einem deutschen Digital Nomaden, der ein IT Unternehmen Remote betreibt. Der lacht sich über Backpacking halb tot. Er wohnt in der Anlage, wo ich John und seine Frau aus den USA traf. Die haben mich in diese Apartmentanlage mit Pool auf dem Dach eingeladen. Diese Anlage ist super komfortabel. Hier wohnt der Deutsche! Er hat genügend Mittel, um sich das leisten zu können.

In Playa del Carmen und in Tulum leben viele Nomaden dauerhaft. Weil in der Strandzone in Tulum das Internet nicht stabil genug ist, bevorzugen Nomaden eher Playa del Carmen, es sei denn, dass sie bereit sind, in Tulum Stadt zu wohnen.

Ich koche selbst im Hostel in Tulum: Preiswert, gesund, hochwertig und lecker

Einen Tag nachdem ich in Tulum Richtung Valladolid abreiste, brannte eine Bungalowanlage mit Minimall am Stand von Tulum ab. Es gab keine Verletzte! Was ein Glück! Die Strasse mit über 80 Ferienanlagen ist eine Sackgasse. Autos Stosstange an Stosstange! Die Feuerwehr kommt kaum durch. Die Ferienanlagen beziehen Generatorstrom. Kanalisation Fehlanzeige.

Eigentlich müsste die Hotelzone in Tulum aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Aber das Ganze wird hier von der Mafia betrieben, die die Touristen in schicken Yoga- und Meditationshotels abzockt. In Tulum wird das Geld aus Drogengeschäften gewaschen. Die Mafia versteht es, eine coole Atmosphäre zu bieten und zu animieren. Es ist hier wie im Paradies, so schön ist die Natur am Strand von Tulum.

Die interessantesten Gespräche hatte ich in meinen Tagen an der Riviera Maya mit dem Israeli, dem Ehepaar aus den USA und mit einer Koeranerin.

Wie extrem die Abzocke in Tulum ist, bietet das Beispiel der Fahrradvermieter. Die bieten Schrotträder für EUR 6 am Tag an. Alles ist ausgebucht. Ich suchte 2 Stunden, bis ich ein Rad mieten konnte. Viele der Vermieter wollen mindestens EUR 18 haben. Dafür bekommst Du das Rad für die ersten drei Tage inklusive.

Auch Essen und Trinken gehen ist in Tulum teuer. Hostels wollen ca. EUR 18 pro Bett und Nacht haben. Sie lehnen es sogar ab, Dir den Internet Preis zu geben, wenn Du sie darauf hinweist, dass dieser günstiger ist.

Ab dem 06.01.2021 zug es mich auf die Ruinen- und Kulturroute durch Quintana Roo, Yucatan und Campeche.

Zuerst fuhr ich nach Coba und besuchte die dortigen Ruinen. Mit dem Leihrad ging es durch die weitläufige Ruinenstadt. Diese Maya Ruinen gelten für mich als sogenannter Geheimtip unter den nachgelagerten Ruinenstätten.

Iglesia de San Servacio, Valladolid

In Valladolid schlug ich für 3 Tage mein Quartier im „Casa Don Alfonso“, einem beliebtem und preiswerten Hostel auf. Hier traf ich einige Traveller und einen sehr netten Hostelwirt an. Valladolid ist ausgesprochen schön. Von hier aus besuchte ich zwei Zenote (Wasserloch in Höhle). Alfonso vermietet Fahrräder und somit kam ich gut rum.

Chichén Itzá machte ich mit dem Bus. Man darf nicht mehr auf die Ruinen und Pyramiden klettern. Diese Zeiten, die ich um die Jahrtausendwende erlebte, sind leider vorbei.

Observatorium in der Südlichen Zone von Chichén Itzá

Zum Wochenende wollte ich in Merida sein. Dort hat es LGBTIQ Klubs, die ich besuchen wollte.

La Ermita Backpacker Hostel in Merida

Ich wohnte im Hostel „La Ermita“. Das war eine Art Partyhostel. Es hatte einige Backpacker hier. Auch 4 Deutsche, die mit einem Leihwagen unterwegs waren. Alle waren unter 30 Jahre alt. Sie sind politisch korrekt eingestellt! Querdenker und Korona Leugner lehnen alle strikt ab, obwohl sie reisen und in den letzten Monaten hier her aus dem Pandemiegebiet geflogen sind.

Was hatten wir gemeinsam? Das Kiffen! Im Hostel wurde Gras verkauft und reichlich viel gekifft und auch gut getrunken!

Mit einem anderen Gast ging ich am 10.01.2021 in die queerige Bar „La Comadre. Ich war auch am Samstag dort. Die Bar muss um 21:30 h wie alle gastronomischen Einrichtungen in Quintana Roo schliessen. Zuvor kann jeder machen was er will. Corona Regeln gibt es keine. Mexiko schränkt Vergnügungsstätten nicht ein. In Peru durften Bars grundsätzlich nicht öffnen.

Das Hostel hatte einfache aber gute Leihräder. Ich nutzte eines davon und machte zwei Tage Radtouren. Eine davon trieb mich zu den Ruinen von „Dzibilchaltún“. Ich radelte immerhin 50 km am Sonntag. Gestärkt habe ich mich auf dem Rückweg in die Stadt bei „Cosco“! Dort gibt es riesige Hotdogs mit Getränk für EUR 1,50. „Costco“ kenne ich aus den USA.

Haus in Merida

Am 11.01.2021 reiste ich weiter zu der Ruinenstadt „Uxmal“. Besteigen der Ruinen auch hier verboten.

Ich trampte dann am nächsten Tag einen Teil der Strecke von Santa Elena nach Campeche. Die Region an der Ruinenstrasse zwischen Merida und Campeche ist stellenweise sehr einsam. Der Bus kommt nur alle drei Stunden.

Campeche ist eine herrliche Kolonialstadt mit bunten Häusern, Bollwerken, Stadtmauer und Tore.

Auch hier im Hostel „Asher“ traf ich nette Gäste. Wir machten abends einen Spaziergang durch die Altstadtgassen.

Am 13.01.2021 besuchte ich die Ruinenstadt „EDZNA“. Mein zweiter Geheimtip, was die Maya Ruinen betrifft.

Auf Sri Lanka übte ich bereits, mich in Museen und Ruinenstätte hereinzuschmuggeln. Dort wurden Ausländer, die teure Tickets erwerben mussten, gut kontrolliert. Hier in Mexiko wird so gut wie kaum kontrolliert. Bis auf die Ruinen von Coba habe ich mich überall reingeschmuggelt. Hat bestens geklappt! Ich habe dabei ca. EUR 60 für 5 Ruinenstätte gespart. Für einen Langzeittraveller wie mich, kann sich das rechnen!

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