Rechtsextremismus in Backpackerhochburgen Lateinamerikas: Terrorismusentwicklungszentren?

Ich bin aktuell dabei, mich mit diesem Thema zu befassen. Grund dafür ist, was ich hier zu Gehör bekomme.

Was steckt dahinter, wenn mir ein relativ junger Berliner sagt, dass er auf einen Selbsterfahrungstrip geht? Was machen Gurus, Wunderheiler, Esotheriker, Veganer und Meditationszentren wirklich?

Welchen Einfluss nehmen Rechtsradikale, Kinderschänder und die „Child Sacrifice“ Szene der QAnon Sekte aus den USA auf Traveller und Menschen, die in Lateinamerika auf der Suche nach einem anderen Leben sind?

Mehr zu den QAnon Sektierern könnt ihr hier finden:

https://www.spiegel.de/geschichte/qanon-warum-die-kindermord-sektierer-keine-harmlosen-spinner-sind-a-cf1328e6-23e1-401e-a173-26f1bb0fe193

Wie stark beeinflusst Covid 19 diese alarmierende Entwicklung?

Wo befinden sich in diesem Zusammenhang Querdenker und die AFD?

Ein alarmierender Aspekt macht sich unter einem Teil der Traveller Szene breit in Südamerika. Ich will dieser Tatsache auf den Grund gehen und Menschen vor Schaden und Gehirnwäsche bewahren!

… und dass Terrorismus der Zukunft aus diesen Hochburgen kommt, davon denke ich, kann man ausgehen.

Mehr dazu bald! Sehr bald!

Für dieses Thema muss ich recherchieren. Ich bin nicht stets in dieser Art von besonders beliebten Aufenthaltsorten der Traveller Szene. Unter solchen Orten verstehe ich z.B. Esotherik Hochburgen, die eine starke spirituelle Szene und Gemeinde inne haben. Dafür sind in Lateinamerika „Vilcabamba“ in der Provinz Loja in Ecuador bekannt. In Peru ist es das Heilige Tal mit dem Dorf „Pisac“ in der Nähe von Cuszco. In Chile das „Valle de Elqui“ rund um Vicuna. In Guatemala einige Dörfer am Atitlansee, so z.B. San Marcos oder San Pedro. „Boquete“ in Panama.

Bekannte Badeorte dieser Szene sind z.B. Montanita in Ecuador und Mancora in Peru oder Zipolite am Pazifik in Mexiko.

Ein Freund von mir, heute Ende 60, fuhr in den 70 ziger Jahren über Land nach Indien. Er begab sich auf einen Selbsterfahrungstrip, wie er sagt. Er suchte auf dem Subkontinent Orte auf, die für wahres Hippieleben bekannt waren, z.B. Anjuna im Staat Goa. Dort traf er auf Gleichgesinnte, aber auch auf indische Gurus.

Die Traveller vereinte, dass sie friedensbewegt waren. Vietnamkrieg, die Absetzung des Schahs im Iran, Atomkraft, Kapitalismusmachenschaften waren wichtige Themen dieser Szene. Idealismus war ein einzigartiges Gut, was die zumeist jungen Leute damals prägte.

Heute treffe ich auch einen Berliner in Montanita und später auf seinem Weg nach Vilcabamba an. Er sagt mir, das er auf Selbsterfahrung und Veränderung aus ist. Er kam kurz vor Beginn des Corona Lockdowns in Ecuador an. Er verbrachte viele Monate in Montanita und reiste Mitte Oktober weiter nach Vilcabamba. Die zahlreichen interessanten Sehenswürdigkeiten, die zwischen Montanita und Vilcabamba liegen, besuchte er nicht. In Montanita hatten er und andere aber einen Plan, Cuenca zu besuchen.

In Montanita wird er nicht auf das Gedankengut treffen, welches mein Freund in Indien vor über 40 Jahren erlebte. Es wird ein anderes sein. Nämlich genau das, was „Querdenker“ bei uns daheim verbreiten.

In Montanita lief man gerne stets ohne Maske herum. es wurde viel gefeiert, auch illegal. Corona Leugner gibt es zahlreich in Montanita. Jedoch sind nicht alle so drauf. Jessica, meine Spanischlehrerin gehörte dazu nicht.

Corona beschleunigt die Richtung des Gedankenguts in Mekka Zentren der Backpacker. Es kommen nur wenige neue Touristen an. Und diejenigen, die hier sind, bleiben lange, teilweise über viele Monate.

Aus den USA kommen sogenannte Gurus und Wunderheiler. Darunter befinden sich offensichtlich sogenannte Rechtsradikale wie die QAnon Sekte. Donald Trump ist beliebt, weil er Corona klein redet und die Freiheit liebt.

Was in Ayahuasca Zentren und im Rahmen schamanischer Zeremonien passiert, weiss ich nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Thema „Gehirnwäsche“ hier eine Rolle spielt.

Ich wurde in Vilcabamba, am 4. Tag wo ich dort war, angesprochen , ob ich mir vorstellen kann, für Ken Jebsen zu arbeiten. Die Person, die mich ansprach, fand ich schon recht mutig, denn ich bin mir sicher, dass die Szene in Vilcabamba von hiesigen Nachrichtendiensten beobachtet wird.

Das Umfeld von Ken Jebsen wird in Deutschland bestimmt beobachtet. Wir reden von Pegida und Co. und Querdenkern.

Andere, die ich traf, erzählten mir auch, dass in Vilcabamba extrem rechtsradikales Gedankengut frei verbreitet wird und bekannte US amerikanische Nazis dort bereits sich aufhalten. Kinderopfer Zeremonien, über so etwas wird philosophiert. Zumindest erzählte mir das ein junger Traveller aus Irland, der in einem Ashram in Vilcabamba den Lockdown verbrachte.

Esotherik Architektur in Vilcabamba

Corona wird als Mittel zum Zweck verwendet um die Freiheit einzuschränken, Menschen auszuspioinieren und Krieg vorzubereiten. Diese Thesen darfst Du offen in Vilcabamba und auch Montanita verbreiten. Es gibt genügend Menschen hier, die genauso denken.

Mir wurde in Montanita angeboten, im „Bongo Beach“ Hostel, einer Hochburg von Corona Leugnern zu wohnen. Ich lehnte ab, weil das Hostel mir zu heruntergekommen und verdreckt war. Mittlerweile ist das Hostel geschlossen. Jessica hatte übrigens keinen guten Eindruck von diesem Hostel, nicht nur weil es dort viele Drogen gab. Nein, sie hatte auch weitere Gründe für ihre Aussage.

Ein weiteres Thema ist „Straight Edge“! Diese sektenartige Szene ist in den Backpacker Hochburgen stark anzutreffen. Sogenannte „Nazi Hipster“ auf Vegan! Wie Rechtsextreme mit ihrer Ernährung idiologisieren.

Genau das wirst Du hier in Vilcabamba in einem von Nazis geführten Ashram erleben.

Anfang der achtziger Jahre kaufte ich mir eine Schallplatte in einem New Yorker Musikladen der Band „Miner Threat“ und dem Titel „Out of Step“. Ich muesste weiter rechechieren, welche politische Meinung der Sänger Ian Mac Kaye heute hat. Von dieser Band ging die bei Neonazis so sehr beliebte „Straight Edge“ Bewegung aus.

Damals im Jahr 1983 war die Band links, gegen Kapitalismus, gegen Ronald Reagan und gegen Krieg. Genau deshalb habe ich mir die Platte gekauft und sie liegt nach wie vor in meinem Schrank.

Ich kriege das Kotzen, wenn ich sehe, wo heutzutage das Gedankengut liegt.

Hare Krishna Sekte im Valle de Elqui, ehemals mit deutschem Skandalguru

Für mich ist Fakt: In Vilcabamba sind Sekten und deren Rituale stark verbreitet. Backpacker werden von Sekten eingeladen mit ihnen zu leben. Ein Ashram ist eine Form einer Sekte. Rechtsradikales Gedankengut kann hier verbreitet werden. Noch besser ausgedrückt: Gehirnwäsche!

Ich wurde in diesem, meinen Corona Urlaub mehrfach auf „Straight Edge“ angesprochen. Sowohl in Montanita, als auch in Vilcabamba. Ein Indiz dafür, in welche Richtung der Mob hier geht!

Und was wird die Zukunft abbilden? „Bomben bauen, Waffen klauen, den Bullen auf die Fresse hauen“, so wie in einem Musiktitel der Punkband Slime Anfang der 80ziger Jahre.

Dieser Aspekt betrifft unsere Sicherheit, Nachrichtendienste und die Demokratie. Ich denke, dass in diesen südamerikanischen Nazi- und Backpackerhochburgen zukünftige Anschläge und Gewalt, die dann bei uns umgesetzt werden, geplant werden. Also, wir müssen wachsam werden und ein Augenmerk auf diese Szene richten.

Dirk Jora , SLIME am 9.12.2017 im Astra Kulturhaus im Friedrichshain

Ja ich bin Slime Fan! Aber Slime sieht diesen Text mit der Gewalt gegen „Bullen“ und „Staat“ heute sehr kritisch. Dirk Jora betont auf seinen Konzerten, dass er „Bullenschweine“ sowie „Polizei, SA, SS“ heute niemals mehr singen würde. Er wendet sich von solchen Texten ab. Politik drückt er anders aus. „Ich kann die Elbe nicht mehr sehen, weil da die Glaspaläste stehen“, damit identifiziere ich mich. Dirk Jora spricht vom „Hier und Jetzt“ und betont stets, wie sehr er gegen Nazis ist.

Aus „Ganz Berlin hasst die Polizei“ wurde „Ganz Berlin hasst die AFD“ bzw. heute „Ganz Deutschland hasst Querdenker“, wenn Dirk Jora jetzt nicht bei SLIME als Sänger ausgestiegen wäre.!

Was Dirk Jora über Corona denkt, könnt Ihr hier lesen:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1137071.corona-massnahmen-es-ist-desastroes.html

Ich werde für meine weitere Corona Reise sehr vorsichtig sein, auf wen ich treffe. Wenn mir nochmal jemand mit Straight Edge kommt, so werde ich das Gespräch abbrechen.

Erschreckend ist, dass Länder in Lateinamerika sich nur noch auf Corona und PCR Testergebnisse konzentrieren. Bei Einreisekontrollen wird alles andere vernachlässigt. Der Rechte Mob hat ein leichtes Spiel einzureisen und hier Fuss zu fassen. Die Ausländerpolizei kennt nur noch Corona. Dieses Schlupfloch wird ausgenutzt.

Unsere Politik und die Nachrichtendienste müssen jetzt aktiv werden um den Terrorismus von Morgen in seine Schranken zu weisen und jegliche Entstehung dessen zu ersticken. Denn genau das wollen wir nicht!

Wenn ich unsere Medien verfolge, so sehe ich auch, wie aus der Querdenker Bewegung Leute wie Michael Ballweg genauso eine Reise planen, wie ich sie gerade erlebe. Yoga, Meditation, gesunde Ernährung, substanzenfreies Leben, Hollismus: Das sind jetzt Aspekte, die dem Rechten Lager näher stehen als Linken und Linksalternativen. Genau das greift die deutsche Presse auf! Richtig so!

Michael Ballweg scheint übrigens ein Fan von QAnon zu sein. Er zitierte während der Berliner Proteste gegen Corona Massnahmen den QAnon Slogan „Where We Go One, We Go all“. Auch Xavier Naidoo wird mit dieser Sekte in Verbindung gebracht.

Meine Mutter würde sich im Grabe drehen, wenn sie wüßte, wie sehr der Rechtsextremismus jetzt auch die deutsche Heilpraktikerschaft versucht zu vereinnahmen. Meine Mutter war über Jahre hinweg in den 90 ziger Jahren und nach der Jahrtausendwende eine sehr erfolgreiche und angesehene Heilprakterin mit Praxis in Hamburg.

Hierzu mehr unter: https://www.tagesspiegel.de/berlin/heilpraktikerin-aus-der-eifel-das-ist-die-frau-die-zum-sturm-auf-den-reichstag-rief/26142914.html

Backpacking in Lateinamerika: Leider ein Hobby von intellektuellen Nazis als Leuten wie mich! Schade!

Wie sehr hat da der Freund von mir Recht, wenn er mir die Backpacker Szene der 70 ziger Jahre in Indien beschreibt. Einen Michael Ballweg, der dort hin will, hätte man verjagt.

Backpacking anno 2020, ein schwieriges Terrain! Leider!

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