Die alten Städte auf Sri Lanka

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Sie befinden sich im mittleren Norden der Insel. Sie heissen Anuradhapura, Polonnaruwa, Sigiriya und Dambulla. Von Colombo Fort Station sind es ca. 4 Stunden mit dem Zug in fabrikneuen Intercity Triebwagenzügen ins 207 km entfernte Anuradhapura. Alle Ruinenstädte sind leicht erreichbar.

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Die Ruinenstädte befinden sich in einer herrlichen Landschaft. Am eindrucksvollsten ist definitiv der Sigiriya Felsen. Auch die restlichen Ruinenstädte sind definitiv eine Reise wert, jedoch können sie mit anderen großen Ruinenstädten in Indien und Südostasien nicht mithalten. Für Deinen Besuch der alten Ruinenstädte solltest Du 4-5 Tage einplanen. Der Eintrittspreis für Ausländer für die Ruinenstädte ist mit US Dollar 25 bis 30 stark überzogen.

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Diese Ziegelsteine reichen für eine 3,5 Meter hohe Mauer von London bis nach Edinburgh

Zuerst zog es uns nach Anuradhapura. Die Zugfahrt selbst in der 3. Klasse in den wirklich guten Zügen war angenehm. In Anuradhapura wohnten wir in einem neuen Design Gästehaus namens Amuththa Resort. Es liegt nahe an der Bahnstrecke, ca. 1 km vom Bahnhof.

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Nur ohne Schuhe darfst Du diese heilige Städte betreten

Für die Ruinen und die drei großen Begräbnisstätte benötigst Du ca. 4 Stunden. Optional kannst Du noch Mihintale besuchen. Dorthin fährt auch ein Überlandbus regelmäßig. Die beiden Begräbnisstätte, für die Du ein Ticket benötigst, sind am interessantesten. Ebenso die sehr schön geschmückte Halbmondscheibe. Für letztere solltest Du versuchen, einem Guide zuzuhören. Die Ruinentour lässt sich sehr gut mit dem Fahrrad erkunden. Die Entfernungen halten sich in Grenzen (ca. 10 bis 12 km gesamt). Die Security betreibt viele Checkpoints um die Tickets der Ausländer zu kontrollieren.

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Halbmondscheibe

Von Anuradhapura fährt tagsüber alle 45 Minuten ein Bus ins 3 Stunden entfernte Polonnaruwa. Um nach Sigiriya zu kommen, nimmst Du den gleichen Bus und fährst 2 Stunden bis nach Habarana mit. Von dort bringt Dich ein Tuk Tuk ins 16 km entfernte Sigiriya (ca. 1000 Rupien).

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Für die Ruinenstadt Polonnaruwa benötigst Du ebenso ca. 4 Stunden mit dem Fahrrad. Das Areal der Ruinenstadt ist zwar wenig gesichert, jedoch hat es eine Security auf Motorrädern, die auch mal gerne Dein Ticket sehen will. Es gibt auf dem weitläufigen Areal mehrere Ticket Checkpoints für Ausländer. Ebenso wird Dein Ticket am Ausgang kontrolliert und gestempelt.

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Polonnaruwa ist vielfältiger als Anuradhapura. Es gibt mehr Ruinen zu sehen, ebenso eine große Begräbnisstätte. Diese ist aber bei Weitem nicht so gewaltig, wie die drei Stääten in Anuradhapura. Die Buddha Bildnisse von Gal Vihara sind am interessantesten. Auch das Museum ist sehr sehenswert!

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Abends ist in Polonnaruwa eher wenig los. Nehme ein Tuk Tuk und fahre zur südlichen Ruinengruppe ins Lake Hotel zum Abendessen. Der Park des riesigen Hotels ist abends sehenswert, weil schön beleuchtet.

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Um nach Sigiriya zu kommen, nimmst Du einen Bus vom Clock Tower Kreisverkehr nach Habarana (ca. 50 Minuten). Unterwegs querst Du einen Nationalpark für Elefanten. Achtung: Nur in der Trockenzeit sehenswert. Die Elefanten Touren ab Habarana lohnen sich nur eingeschränkt in der nassen Zeit, weil nur wenige Elefanten erspäht werden.

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Wir fuhren von Habarana mit dem Tuk Tuk nach Sigiriya durch eine schöne Dschungel-Landschaft.

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Sigiriya ist zweifelsohne das absolute Highlight für Deine Ruinentour! Aber eine so richtige Ruine ist der Sigiriya Felsen eigentlich nicht. Für Sigiriya benötigst Du einen Tag. Morgens erklimmst Du den Felsen mit tausenden anderer Besucher. Am späten Nachmittag schnappst Du Dir ein Fahrrad und radelst nach Pidurangula. Das ist der zweite Felsen, der zum Sonnenuntergang Dir einen grandiosen Ausblick auf den Sigiriya Felsen bietet. Der Eintritt für den Sigiriya Felsen ist mit US Dollar 30 happig. Für Pidurangula zahlst Du viel weniger, kannst das aber auch ohne zu bezahlen machen.

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Sigiriya ist ein kleines Dorf, dass hauptsächlich aus Unterkünften und touristischen Einrichtungen besteht. Elefanten Reiten wird angeboten! Die Sigiri Lion Lodge ist preiswert und gut. Aber auch oft ausgebucht! Es hat Affen und große Eichhörnchen am Frühstückstisch, die gerne Deine Bananen verzehren.

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Um Sigiriya herum gibt es sehr luxuriöse Lodges in toller Urwald-Umgebung. Es hat hier viele Elefanten, insbesondere in der Trockenzeit.

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Von Sigiriya fahren alle 20 Minuten Busse nach Dambulla. In Dambulla befinden sich fünf Höhlentempel und ein eindrucksvoller Goldener Tempel. Die Höhlentempel sind einen Besuch wert, aber in keinster Weise bieten sie das Erlebnis der Höhlentempel von Ajanta und Ellora in Indien an. Wer diese beiden Höhlentempelstädte in Maharadscha in Zentralindien gesehen hat, wird von den Dambulla Höhlen eher enttäuscht sein.

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Gegenüber des Goldenen Tempel in Dambulla fahren Busse alle 30 Minuten nach Kandy (2 Stunden Fahrt für ca. 80 km).

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Höhlentempel. Drinnen darfst Du keine Fotos schiessen!

Wenn Du wenig Zeit hast, dann empfehle ich den Besuch von Sigiriya und Dambulla. Das schaffst Du in 1,5 Tagen ohne Anreise. Es ist nicht erforderlich, mit dem Taxi die Ruinenstädte zu besuchen. Die Busverbindungen dorthin sind sehr gut. Die Busse bieten aber wenig Komfort. Mit dem Zug geht das von Colombo nur nach Anuradhapura (3 bis 4 x täglich, Polonnaruwa (1 bis 2 x täglich) und Habarana (1 bis 2 x täglich). Von und nach Kandy fahren Busse nach Anuradhapura über Kurunegala (140 km) und nach Dambulla. Ein Taxi von Colombo kostet für ca. 200 km ca. EUR 75. Für ein Taxi von Polonnaruwa nach Kandy über Sigiriya (mit 3 Stunden Stop) plus Stop in Dambulla (1 Stunde) werden mindestens 12.000 Rupien fällig.

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Der Sigiriya Felsen aus der Ferne

Eine Mietwagentour mit Chauffeur für 5 Tage inklusive 750 km kostet ca. EUR 250 inklusive Übernachtungen und Verpflegung für den Fahrer. Du musst das aber in Colombo (Negombo) oder Kandy organisieren. Individuelles Reisen mit Zug, Bus, Tuk Tuk Kurzstrecken und Fahrrad kostet ca. 10 bis 20 Euro pro Person. Nur Bus und Zug kosten ca. EUR 6 für 500 km.

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Unterkunft in Polonnaruwa

An die Ruinentour schliesst sich die Berglandtour mit Kandy im Norden (bis Ella im Süden) an.

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Busbahnhof in Kandy

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