Out in Japan: Tokyo Rainbow Pride 2017

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Am 06.und 07. Mai 2017 fand im Yoyogi Park das Stadtfest sowie am 07. Mai die Rainbow Parade durch den Stadtteil Shibuya statt.

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Erstmalig beteiligten sich ca. 40.000 Menschen an diesem asatischen CSD. An der Parade nahmen 22 Gruppen von jeweils 300 bis 800 Teilnehmern teil.

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Eine Besonderheit ist, daß die Polizei forderte, daß der Strassenverkehr nicht behindrt werden darf. Somit müssen alle Ampelschaltungen berücksichtigt werden. Die Parade durfte lediglich eine Fahrspur der dreispurigen Fahrbahnen verwenden. Sonntags herrscht auf Tokyos Strassen ohnehin wenig Verkehr, so daß dieser kaum behindert wurde.

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Negativ wirkt sich dies auf die Stimmung aus, weil zwischen 2 Gruppen teilweise 5 Minuten lagen. Man kann sagen, daß die Parade aus 22 kleinen Teilparaden bestand. Die Teilnehmer liessen sich ihre gute Stimmung nicht nehmen. Dennoch ist die Parade bei weitem nicht so stimmunsvoll wie in Europa. Viel Alkohol wird nicht getrunken. Es fällt absolut kein Müll an! Die Paradestrecke muß anschliessend nicht gereinigt werden.

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Auffällig an der Parade waren die vielen Unternehmen der Consulting- und IT Industrie. Viele Teilnehmer trugen T-Shirts ihrer Arbeitgeber. Die Deutsche Bank beteiligte sich ebenso am CSD, so wie auch EY, Microsoft, Accenture und viele andere Unternehmen.

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Ebenso marschierten Botschafter von 12 europäischen Ländern mit, darunter Österreich, UK, Malta, Niederlande und fast alle skandinavischen Länder. Ebenso beteiligte sich Israel.

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Das Rainbow Pride Fest im Yoyogi Park war sehr bunt. Es wurden Stände der europäischen Botschafter-Länder sowie großer europäischer CSD Städte angeboten. Wien, London und Tel Aviv hatten große Stände und machten viel Werbung für sich.

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Die beteiligten Unternehmen präsentierten sich ebenso. Dann gab es zahlreiche politische Stände, Souvenirs und einen großen Foodcourt sowie auch Bier- und Cocktailstände.

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Anfallender Müll wurde sofort ordentlich entsorgt, es blieb nichts am Boden liegen. Rauchen war ausschließlich im Raucherzelt erlaubt. Es hatte hier Regeln!

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Das Fest war dennoch sehr sehr bunt und die Stimmung außerordentlich gut. Die Szene ist stolz darauf, daß jedes Jahr stets mehr Teilnehmer kommen.

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Japan hat ein extrem strenges Hundegesetz. Auf dem Strassenfest waren aber viele Teilnehmer mit einem „Maskottchen“ zu sehen. In Japan gibt es nur wenige Hunde, man sieht sie kaum im Strassenbild.

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Ausschweifender Alkoholkonsum war eher Fehlanzeige, von Drogen ganz zu schweigen. Das Fest endete ohnehin um 18 h und leerte sich bereits gegen 17 h. Die Parade fand zwischen 12 h und 15 h statt.

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Fazit: Asiens hoch entwickelte Industrieländer öffnen sich stärker gegenüber der Gay Community. In Ländern wie Japan, Taiwan und Südkorea gibt es CSD Paraden, die stets mehr Zulauf erhalten. Die Ordnungshüter achten auf Ordnung, was Verhalten und Umwelt betrifft, jedoch stehen dem Anliegen des Anlasses offen und tolerant gegenüber.

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