Auf nach Goa: Party, Psy Trance oder einfach nur entspannen

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Heilige Kühe am Strand von Anjuna

Goa ist Indiens kleinster Bundesstaat. Von der Groesse vergleichbar mit Mallorca. In der Landesmitte liegen die relativ grossen Staedte wie Madgaon oder Panaji, an den Straenden Anjuna und Arambol im Norden, Palolem im Sueden. Mit ca. 12 % des gesamten Auslandstourismus gilt Goa als das beliebteste Zielgebiet in Indien.

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Autorikscha in Palolem. Ganz rechts die indische Variante von „Starbucks“! Hochpreisige Kaffeehauskette mit WLAN Angebot und überall da zu finden, wo zahlungskräftige Kundschaft sitzt.

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Partystrand von Anjuna

Die populaerste Region in Goa bildet der Norden mit seinem Partystrand von Anjuna. Arambol, Vagator und Baga sind mit einer Vespa von hier aus leicht zu erreichen. Hier ist der „Goa Trance“ bzw. „Psy Trance“ zu hause. An Sylvester und um den 6. Januar herum finden riesige Parties statt, zu denen auch viele Inder der Mittelschicht kommen. Der 6. Januar ist der wichtigste Feiertag der Orthodoxen Kirche, daher kommen dann stets viele Russen. Die Parties finden rund um Anjuna statt. Der Eintrittspreis liegt, je nach Party bei EUR 15 bis 60. Ein Bier kostet EUR 4. Also Hochpreisniveau in Indien!

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Partytempel in Anjuna mit hochauflösender Videowand

Drogen gibt es viel in Goa. Die russische Mafia kontrolliert den Drogenhandel und betreibt die Parties und Clubs. Aber: sie arbeitet auch mit der Polizei zusammen! Beide arbeiten Hand in Hand und geben sich gegenseitig Tips. Die von der Polizei eingenommenen Bestechungsgelder werden geteilt. Alternative zum Freikaufen: Bis zu 10 Jahre im Horrorgefaengnis in Fort Aguada.

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Das „Prison-Partyhostel“ by the Hostelcrowd in Anjuna

Du solltest also wissen, ob es das wert ist. Das Nachtleben in Goa ist bei Weitem nicht so prickelnd und spannend, wie auf Ibiza oder in Berlin. Nur weil der Urlaub auf Goa (bis auf die Parties) billig ist, solltest Du abwaegen, ob Du ein solches Risiko eingehst. Auf den Parties kann man MDMA und Koks (schlechte Qualitaet) kaufen. Unter keinen Umstaenden solltest Du Drogen ausserhalb des Partygelaendes bei Dir fuehren. Die Polizei fuehrt Durchsuchungen durch. Die Partymacher zahlen Bestechungsgelder, damit die Party laufen kann.

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Der Strand von Anjuna

In den Badeorten werden sogenannte „Bang-Lassies“ angeboten. Dabei handelt es sich um gefaehrliche Drogencocktails! … Haende weg!

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In Anjuna und im nahegelegenen Vagator, in Panaji und in Palolem betreibt die Hostelkette „Hostelcrowd“ ausgezeichnete Backpacker Unterkünfte. Die Hostel widmen sich unterschiedlichen Themen: So triffst Du im Partyhostel in Anjuna das Thema „Knast“ an, in Panaji widmet man sich dem Thema Kolonialstadt.

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Pinguine am Strand von Miramar in Panaji

In Anjuna darf eine Mahlzeit in der „German Bakery“ nicht fehlen. Backwaren, Kuchen und Essen werden in bester Qualität angeboten. Die „German Bakery“ bietet auch preiswerte Gästezimmer an. Massagen bekommst Du im eigenen Wellnessbereich.

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Strandidylle in Arambol

Arambol ist ein relativ großer Badeort und befindet sich ganz im Norden von Goa. Hier geht es ruhiger zu als in Anjuna. Nachteilig wirkt sich die sehr dichte Bebauung in Strandnähe aus. Anjuna bietet Dir da Vorteile mit seiner Natur. Wildes Nachtleben ist in Arambol weniger angesagt. Es gibt hier nur wenige Backpacker Hostel. Im „Garden of Dreams“ kann man bestens frühstücken.

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Spielcasino in Panaji

Palolem bietet relativ hohe Qualität für ein etwas reiferes Publikum an. Das „Summer“ Hostel der Hostelcrowd Kette ist super und verfügt auch über Privatzimmer. Wie in Arambol findest Du hier Deinen Traumstrand. Wenn Du kein Freund elektronischer Musik bist, dann bist Du hier richtig.

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Old Quarter Hostel in Panaji

Panaji ist die kosmopotische Metropole von Goa. Im Stadtteil Fontainhas befindet sich das „Old Quarter“ Hostel der Hostelcrowd. In enem Annex bietet man Dir beste Privatzimmer für wenig Geld an. Fontainhas zeichnet sich durch sein koloniales Flair aus. In Panaji kann man hervorragend essen gehen. Nichts geht über eine Bootstour zum Sonnenuntergang. Auch Strandliebhaber kommen in Panaji am Miramar Strand auf ihre Kosten.

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Fontainhas in Panaji

Unweit von Panaji befindet sich „Old Goa“! Hier hat es fast ein Dutzend historischer Kirchen. Auch Papstbesuche fanden hier statt. Old Goa dokumentiert Dir das portugisische Zeitalter in Goa. Ein Besuch gilt als ein MUSS!

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Fernandes House in Chandor

Madgao hat den großen Bahnhof. Für eine Bahnreise nach Hampi mußt Du früh aufbrechen und somit wird eine Übernachtung im Bahnhofsviertel erforderlich. Es gibt eine Backpacker Unterkunft beim Bahnhof. Im nahegelegenen Dorf Chandor kannst Du 2 herrliche Kolonialhäuser komplett von Innen besichtigen. Mit der Autorikscha kommst Du dort hin.

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Kirche in Anjuna

 

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Portugiesische Kolonialarchitektur inklusive der berühmten Kacheln in Madgaon

Fuer Schwule & Lesben sollte man Goa gegenueber grossen Staedten, wie Mumbai oder Delhi den Vorzug geben. Nur in Goa wirst Du etwas mehr Offenheit finden. Ueber die sozialen Medien lassen sich leicht Kontakte herstellen. Kein Wunder warum Goa so beliebt ist. Das Nachtleben der grossen indischen Staedte kann mit dem in Goa westlich geprägten Clubbing nicht mithalten. Bedenke aber, daß die Saison in Goa im November startet und Ende März bereits beendet ist.

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Die weltberühmte Kathedrale „Bom Jesus“ in Old Goa

In Goa habe ich auch viele Familien mit Kindern gesehen. Bei anderen Fernreisen ist mir das nie so aufgefallen. Dann gibt es hier den sogenannten „Ibiza-Klan“. Das sind Schmuck- und Modehaendler, die im Sommer ihre Strassenstaende auf Ibiza haben. Im Winter lassen sie in Goa und sonstwo in Indien alles produzieren und kaufen die Ware guenstig ein. Ein wichtiges Zielgebiet fuer den Verkauf von Schmuck und Mode bildet auch der „Camden Market“ in London.

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Die „SE“ Kathedrale in Old Goa

Goa eignet sich also fuer einen guenstigen Winter-Strandurlaub. Standards wie in Europa sind nicht zu erwarten. Aber die Landschaft ist traumhaft!

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koloniales Flair in Madgao

Der Flughafen in Goa ist nagelneu und hat eine sehr grosse Kapazitaet. Wachstum: 20 % im Jahr, bei aktuell 7 Millionen Fluggaesten. Vom Flughafen gibt es viele Direktbusse nach Madgao. Um nach Panaji zu gelangen, steigst Du an der großen Kreuzung, ca. 14 km östlich vom Airport um. Achtung: Den Airport nach RECHTS verlassen, wenn Du mit dem Bus fahren willst. Rampe runter gehen zum Roundabout.

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Eisenbahnbrücke vor den Dudhsagar Wasserfällen (aufgenommen in der Hufeisenkurve aus dem Zug von Hospet Junction nach Madgaon)

Die Eisenbahn bringt Dich auch schnell hin. Es gibt um 5:35 h einen Sitzwagenzug von Mumbai nach Goa, der nur 8 Stunden benoetigt. In der Gegenrichtung faehrt er um 15:06 h in Thivim ab. 4 x pro Woche faehrt ein klimatisierter Doppelstock-Tages-Sitzwagenzug mit neuem Wagenmaterial. Nachtzuege sind zahlreich aber langsam. Die Konkan Railway ist eine eingleisige Neubaustrecke und wurde 1998 eroeffnet. Sie hat 91 Tunnel und viele Viadukte. Somit koennen die Zuege auf 120 km / h aufdrehen (in der Regenzeit 75 km / h). Diese Strecke gilt als eines der landschaftlich spektakulären Strecken in Indien. Wenn Du die Zugfahrt nach Hospet Junction (Hampi) antritts, unbedingt den Morgenzug, der 4 x pro Woche ab Madgaon faehrt, nehmen. Die Zugfahrt bietet Dir ein Wahnsinns-Panorama auf den 2. groessten Wasserfall Indiens.

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Strandbar in Palolem

Goa verfügt über ein großes und weitverzweigtes Busliniennetz. Die großen Umsteige-Busbahnhöfe befinden sich in Madgao, Panaji und Mapusa. Der Flughafen von Goa wird mit Bussen ab Madgao bedient. Von Madgao kommst Du nach Palolem. Zwischen Madgao und Panaji fahren ständig Expressbusse. Die Strände im Norden erreicht man vom Busbahnhof in Mapusa. Wer von Panaji kommt, muss also erst einen Lokalbus nach Mapusa nehmen. Auch der Bahnhof von Thivim wird ab Mapusa angefahren. Schlechter sind die Busverbindungen zwischen den Strandorten im Norden untereinander. Wer also von Arambol nach Anjuna bzw. Vagator will, muss erst nach Mapusa fahren und dort umsteigen. Auch von Anjuna nach Baga und Calangute ist es nicht so leicht direkt zu fahren. Entweder ein Taxi nehmen oder mit dem Bus in Mapusa umsteigen.

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Goa ist mehrheitlich christlich geprägt

Unser Schwerpunkt lag eher auf Kultur statt auf Party und Strand. Die portugiesisch geprägte Kolonialarchitektur ist einzigartig. Zu finden ist sie aber eher im städtisch geprägten Goa und nicht an den Stränden. Madgaon und Panaji verfügen über koloniales Flair. Das alles entstand zu einer Zeit, wo Indiens Badewanne eine unbekannte Grösse war.

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Gold soweit das Auge reicht: Kathedrale „BOM Jesus“

Nirgends wo anders in Indien trifft man so viele Touristen an wie hier. Dennoch: Goa sollte nicht fehlen bei Deinem Tripp nach Sued-Indien.

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Fortschrittliches Goa: Bademeister, wie hier in Palolem zeugen von einer entwickelten Tourismusindustrie

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