Willkommen in einer muslimischen Stadt: Hyderabad

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Charminar: Das Wahrzeichen von Hyderabad

Hyderabad liegt im indischen Staat Telangana. Es hat ca. 7 Millionen Einwohner, beherbergt einige historische Monumente und den größten Filmpark der Welt “ Ramoji Film City“. Alkohol ist verpönt und im Stadtbild kaum anzutreffen. Man gibt sich religiös und viele Frauen sind verschleiert. Der Muezzin rufr regelmäßig zum Gebet. In der Electronic City hat man sein Quartier. Der Verkehr und die Umweltverschmutzung sind schier unglaublich.

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Altstadtbazar in Hyderabad

Am ersten Tag besuchte ich das drittgrösste Museum Indiens, das „Salar Jung Museum“. Es beherbergt die größte Kunstsammlung eines einzelnen Sammlers in ganz Indien. Du benötigst ca. 3 Stunden inklusive Audioguide für den Besuch.

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Salar Jung Museum

Dann fuhren wir mit einer Autorikscha zum Golconda Fort um die Illuminations, die jeden Abend geboten werden, zu sehen. Statt 200 Rupien zahlten wir nur 140 Rupien Eintritt. Wir hatten vor der Show zum Sonnenuntergang noch auf den 120 Meter hohen Hügel zu steigen.

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Eingang zum Golconda Fort

Am 3. Tag lernten wir unseren persönlichen Rikscha Fahrer kennen, der uns dann die nächsten 2 Tage begleitete. Für Euro 14 pro Tag stand er uns jeweils 10 Stunden zur Verfügung und fuhr uns überall hin.

dsc00359Am ersten Tag mit ihm ging es in die Ramoji Film City, ca. 40 km entfernt. Diese Filmstadt ist vergleichbar mit den Universal Studios aber irgendwie weniger prickelnd. Der Eintritt von 1.100 Rupien ist für Inder und Ausländer gleich. Somit kommen hier nur wohlhabende Inder her. Die Abendshow war recht gut, aber es wiederholte sich zu viel. Das ist das Problem: Sie versuchen „Hollywood“ aber können tun sie es nicht! Das galt auch für die Lightshow im Golconda Fort.

dsc00337Am 4. und letzten Tag machten wir die interesanteste Tour durch die Innenstadt von Hyderabad. Wir besuchten den Bazar rund um das Charminar sowie den Chowmahalla Palast. Hier ist das muslimische Hyderabad zuhause. Daher sind diese muslimischen Monumente freitags geschlossen. Wohnen wird man hier nicht, Essen gehen auch nicht. Dafür ist die Hygiene nicht geschaffen und die Herbergen zu schäbig.

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Chowmahalla Palast

Abends geht es dann immer wieder in die reichen Vororte zurück. Hier befinden sich die Shoppingmalls und die großen Hotels. Essen tut man im Hotel und es gibt auch Alkohol. Unser Hotel hatte 5 Restaurants und 2 Bars. Zahlreiche Parties und Hochzeiten richteten reiche Inder abends aus. Es war immer was los im Hotel. Und für uns gab es ein kostenfreies Weihnachtsessen am Heiligen Abend.

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Marigold Hotel by Greempark

Der Verkehr und die Luftverschmutzung sind unglaublich. Die Strassen sind immer verstopft. Man kann sie nur schwer überqueren. Teilweise muss man mit der Autorikscha fahren um auf die andere Seite zu kommen. Ein gigantisches Hochbahnsystem mit 3 Linien und 70 km Länge ist voll im Bau. In wenigen Jahren wird es eröffnet. Dann soll das Verkehrsproblem besser werden.

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Tour durch die Ramoji-Filmcity

In Hyderabad kann man über Telangana Tourism Touren buchen. Ich empfehle aber eher alles auf eigene Faust zu machen. Z.B. startet die Tour zum Ramoji Film Park bereits morgens um 8 h. Es reicht vollkommen aus, um 11 h mit einer Autorikscha zu fahren. Dann kann man die Abendshow und die Karnelvalsparade noch sehen. Du fährst gegen 19:30 h zurück und bist um 21 h wieder im Hotel. Mit Telangana Tourism fährst Du bereits um 17 h zurück und verpaßt die Highlights. Die Autorikscha kostet 1000 Rupien einschließlich 7 Stunden Wartezeit vor den Filmstudios.

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Abends im Goconda Fort

Die Stadtrundfahrt kannst Du ebenso individuell gestalten. Sie sollte für den ganzen Tag nicht meh als 800 Rupien kosten. Wenn Du das Golconda Fort mit einschliesst, sind 1000 Rupien angesagt. Der Taxifahrer wartet stets auf Dich. Suche Dir nur einen Rikschafahrer aus, der Englisch spricht und Erfahrung mit Touristen hat. Du findest ihn direkt ausserhalb Deines Hotels, weil er nicht auf dem Hotelgrundstück akquerieren darf. Dort sind die Touranbieter des Hotels zuhause und die sind deutlich teurer. Für Folgetage machst Du am Vorabend etwas ab. Du mußt nicht 100 % pünktlich zum Termin erscheinen, Du kannst Dich auch bis zu 1 Stunde verspäten. Du bist hier König und der Taxifahrer würde ohne Dich niemals an einem Tag 1000 Rupien Umsatz haben. Das ist Indien: Armut pur, aber auch Oberschicht!

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Im Obergeschoß des Charminar

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