Per Anhalter auf der Ruta Nacional 40 in den argentinischen Anden

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Wenn kein Bus fährt Daumen raus!

Der Nationalpark Talampaya und der Provinzpark Ischigualasto (Vale de la Luna) sind ohne Auto kaum zu erreichen. Also trampt man als Backpacker! Und das klappt gut, wenn Du alleine reist. Belohnt wirst Du definitiv für diesen Aufwand. Die Provinzen La Rioja und San Juan sind an der RN 40 sehr einsam. Die Erlebnisse in den beiden Parks und auch drumherum sagenhaft! Mit dem Fahrrad läßt sich diese Wüstengegend ebenso gut erschliessen, vorausgesetzt Du hast ein Zelt dabei.

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Im Canyon El Canón de Talampaya

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Parque Nacional Talampaya

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Canyon im Nationalpark Talampaya

Gestartet habe ich die Tramptour in Londres an der berühmten RN 40. Zuvor besuchte ich die zweitgrößten Inka Ruinen in Argentinien von „El Shincal“. Diese befinden sich in einer sagenhaften Landschaft. Leider war das Wetter hier nicht so gut.

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Inka Ruinen El Shincal

Einen Abend zuvor traf ich einen Reiseradler im Hostel, der auf der RN 40 unterwegs war. Weil ich kein Rad dabei hatte, mußte ich trampen. Eine Frau an der Bushaltestelle wies mich darauf hin, daß gegenüber ein Auto steht, daß nach Chilecito fahren wird. Ich sprach das Ehepaar an und tatsächlich, sie gaben mir einen Lift über 200 km. Sie brachten mich direkt zum Hostel in Chilecito.

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Hier sieht man deutlich wie die Seilbahn einen Berg durchquert

Chilecito ist nichts Besonderes wenn da nicht die „Cable Carril“ wäre. Dabei handelt es sich um eine Seilbahn mit 9 Stationen und einer Gesamtlänge von 40 km. Die Bergstation Nummer 9 befindet sich auf 4400 Meter Höhe an der ehemaligen Mine „La Mejicana“. Die Seilbahn wurde 1904 eingeweiht und nach dem 1. Weltkrieg wieder stillgelegt. Sie durchquert in einem Tunnel einen Berg.

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Die Cable Carril in Chilecito an der 1. Station, die Eisenbahnanschluß hatte

Am folgenden Tag ging es wieder per Anhalter für mich zum Nationalpark Talampaya. Mit 3 Autos konnte ich alles erledigen. Meine Fahrer brachten mich selbstverständlich wieder zum Hostel. Eine Frau, die mich mitnahm, wartete sogar 5 Minuten auf mich, weil ich im Hostel eincheckte. Sie empfahl mir die Herberge, die zudem die günstigste im Dorf war. Sie erzählte mir, daß sie häufig Tramper mitnimmt.

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Im Vale de la Luna

Am 3. Tag ging es vom Hostel zum nächsten Park, dem „Vale de la Luna“. Eine Tramptour von ca. 5 Stunden, davon 3,5 Stunden im Park auf der geführten Tour im Privatauto.

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Geführte Tour im Vale de la Luna

Im Park traf ich weitere Backpacker an. Alle hatten freundliche Fahrer, sprich: Das Reisen per Anhalter funktioniert! Nach dem Parkbesuch fand ich 2 weitere Autos, die mich nach Patquia, einem Dorf mit Busbahnhof brachten. Somit war ich wieder mit der Welt verbunden.

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Farbenspiel im Vale de la Luna

Die Tour hat sich gelohnt! Die beiden Parks sind die extra Strecke wert. Sie sind sehr unterschiedlich aber wirklich beeindruckend. Im Sommer sollte man diese Tour nicht machen, weil es drückend heiß ist. Die Tramptour könnte dann gefährlich werden (Hitzeschlag!). Das Wetter hat absolut mitgemacht und es war angenehm warm.

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Immer noch im Vale de la Luna

Die beiden Parks werden gerne mit Wüsten-Nationalparks in den USA verglichen. Dennoch sind sie völlig anders, betrachtet man die Geschichte zu den hier existierenden Dinosaurier vor vielen Jahren.

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Ausgezeichnete Unterkunft in der Nähe des Parque Nacinal Talampaya

Meine Tramptour an den 3 Tagen umfaßte insgesamt 600 km. In den 4 Monaten meines Urlaubs fuhr ich ca. 1.200 km per Anhalter. Die kurioseste Tramptour führte vom Flughafen Ezeiza in Buenos Aires zum Chillhouse Hostel in Palermo am 24. Dezember des vergangenen Jahres. Sie ersparte mir Taxikosten i.H.v. EUR 40.

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Das einzige Hotel in Patquia: einfach mit Schimmel an der Wand. Nur dieses Bett hatte eine gute Matraze!

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