Der Osten Boliviens und die Metropole Santa Cruz de la Sierra

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Deutsches Kulturgut in Bolivien

In den Osten Boliviens wagen sich nur wenige Traveller. Von und nach Brasilien bzw. Paraguay passiert man unbedingt Santa Cruz de la Sierra, Boliviens Wirtschaftsmetropole mit dem wichtigsten Flughafen des Landes. Hier hat es die modernsten Shopping Malls, die teuersten Hotels und am Wochenende die besten Clubs. La Paz kann da nicht mithalten, weil dort zu viel Armut existiert. Dennoch sprechen wir von einem niedrigen Niveau, zu arm ist Bolivien! Asuncion in Paraguay ist da bereits weiter entwickelt.

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Dieses Bier kostet umgerechnet EUR 4, dafür muß ein Tagelöhner bald einen ganzen Tag arbeiten gehen

Eine schöne Stadt ist Santa Cruz wahrlich nicht. Entlang der Avenida San Martin hat es einige teure Restaurants und große Hotels. Hier befindet sich an der 5. Ringstrasse die neue Mall. Es gibt einige gute Wohnviertel in der Stadt und viele breite Durchgangsstrassen. Von Brasilien kommend kann man sehr gut fliegen oder den komfortablen Schienenbus, der 3 x wöchentlich fährt, nehmen. Wer aus Europa einen Direktflug nach Bolivien nimmt, kommt hier an. Nach La Paz gibt es keine Direktflüge.

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Luxusunterkunft für Backpacker

Es gibt 2 ausgezeichnete Backpacker Unterkünfte, darunter das „Jodanga“, welches Leute aus Down Under führen. Dann gibt es hier einen total angestaubten und völlig überteuerten Ableger, des in La Paz ansässigen deutschen Brauerei Restaurants „Reineke Fuchs“. Da muss man nicht hingehen.

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Ein Bett für EUR 7 inklusive gutem Frühstück

76 km von Santa Cruz entfernt und an der Strasse nach Samaipata betreiben Sol und Christobal die kleine Ökofarm „Gingers Paradise“. Esotheriker finden hier ihre Freuden zum organisch und ökologisch produzierten Essen. Es gibt keinen Kühlschrank. Man muß seinen mitgebrachten Müll auch wieder mitnehmen. Der Strom wird auf einem Fahrrad generiert. Ins Schlafzimmer darf man nur barfuss. Das Essen schmeckt hervorragend. Die beiden Betreiber benötigen sehr viel Zeit zum Meditieren. Sie leben mit 4 Kindern. Es gibt nur kaltes Wasser und ein Plumsklo.

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Die Hängebrücke bildet den Zugang zum Ökohof

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Das Elektrizitätswerk im Gingers Paradise

40 km weiter an der gleichen Strasse liegt Samaipata und die bedeutendste Inkaruine Boliviens „El Fuerte“. Die Ruinenanlage wurde hervorragend restauriert und ist absolut beeindruckend. Man kommt per Anhalter oder für teures Taxigeld dort hin. Der Eintritt ist happig: 50 Bolivianos sind es dennoch wert, schließlich kostete die Renovierung viel Geld.

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Aufwendig angelegte Holzbohlenpfade führen durch die Ruinen von El Fuerte

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Erklärungen in Stein gemeißelt: Das haben die super gemacht!

In Samaipata wird Hochlandwein angebaut. 2 Spanier betreiben hier ein tolles Restaurant namens „Tierra Libre“. Es gibt hier auch ein Wandgemälde von den Landungsbrücken in Hamburg.

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Ein Hamburger in Samaipata

Leider fand am 21.02.2015 das Referendum zur Verfassungsänderung in bezug auf die Anzahl der Amtszeiten des Präsidenten statt. Daß bedeutete für mich, dass alle Clubs das gesamte Wochenende geschlossen waren. Es gab für 48 Stunden keinen Alkohol zu kaufen.

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Weinanbau auf 1750 Höhenmeter: In Samaipata

Die Überlandbusse fuhren Samstag morgens ab, normalerweise fahren sie nachts. Somit konnte ich die Landschaft auf dem Weg von Santa Cruz nach Sucre geniessen. Für die 480 km benötigte mein Bus 12 Stunden. Häufig brauchen sie länger, denn ein Teil der Strasse ist nich asphaltiert. Evo Morales Ayma hat versprochen, bis 2020 die restlichen Strassen, die im schlechten Zustand sind, auszubauen. Selbst die Mehrzahl der Sparfüchse nimmt ein Flugzeug für diese kurze Strecke. Inlandsflüge kosten in Bolivien zwischen EUR 40 und 60.

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Er ist unverwüstlich: Der alte Klapperbus auf dem Weg nach Sucre

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Gesundes Frühstück im Backpacker in Samaipata

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