Der Januar 2026 in Deutschland zeigt sich von seiner besten Seite: Schnee, Eis, gefrierter Grund!

Zeit für mich dorthin zu gehen, wo es wärmer ist! Das dachte sich ebenso ein langjähriger Freund, der sich vor einigen Jahren ein freistehendes Ferienhaus in Benalmádena Pueblo kaufte, um später dort im Rentenalter den Winter zu verbringen.

Weil er noch voll berufstätig ist, erlaubt er mir des Öfteren, einige Wochen während der kalten Jahreszeit in seinem Anwesen mit Meerblick zu verbringen.

Meine Rentnerbeschäftigung um extra Geld zu verdienen sind Autoüberführungen, die ich mit Hilfe digitaler Plattformen finde.

Da gibt es auch eine Plattform namens DRIIVEME, die in Spanien altiv ist und deutlich mehr Offerten inne hat im Vergleich zum deutschen Portal von Onlogist.

Sprich: ich verlege im Winter meinen Wohnsitz in wärmere Gefilde und gehe weiterhin zeitgleich arbeiten.

Das Ferienhaus befindet sich in Traumlage hoch oben über dem Mittelmeer. Aussenpool, mehrere Terassen und alle mit Meerblick, Grill, Garten, Palmen, Kakteen. Was will ich mehr!

Das Anwesen ist in eine sogenannte Urbanización, wie man hier in Spanien sagt, eingebettet. Es leben in dieser überwiegend Nordeuropäer aus diversen Ländern, die gleichzeitig im Rentenalter sind.

Spanier treffe ich meistens in sogenannten älteren Anwesen an, die es bereits gab, bevor die Häuser der Ausländer gebaut wurden. Es handelt sich meistens um kleine Bauernhöfe.

Ein weiterer Freund des Hauseigentümers verbringt mit seinem grossen Hütehund seit mehreren Jahren die kalte Jahreszeit hier.

Mein Leben hier an der Costa del Sol besteht neben Gassirunden und geniessen der wärmeren Temperaturen in erster Linie aus Arbeit, sprich Autouüberführungen. Dafür komme ich in ganz Spanien herum.

Hier am Mittelmeer in Andalusien treffe ich kein typisches iberisches Flair an. Ob im Restaurant, auf der Straße, im Supermarkt (Aldi und Lidl), in der S-Bahn und am Strand treffe ich mehr Nordeuropäer als Spanier.
Die Preise hier sind eher auf Besserverdienende ausgerichtet und viele Gastronomiebetriebe richten sich auf die Vorlieben der Ausländer ein.
Typisches andalusisches Flair treffe ich nicht an!

Ich spreche aber Spanisch! Wenn ich ins Hinterland hinter den uns befindlichen hohen Bergen komme, da sieht die Welt anders aus. Die Kochkunst der spanischen Küche grüsst mich statt Fisch und Chips für proletarische Inselaffen aus Mánchester!

Ich liebe die spanische Kultur und sie hat es hinter der Gebirgskette und weiter im Landesinneren wie in der Manscha und in Kastilien.

Selbstverständlich treffe ich dort Menschen, die sich nicht auf Englisch unterhalten und heissblütige Spanier sind, die den hiesigen Wein, Olivenöl und den Stierkampf schätzen.
All das vermisse ich hier am Strand! Meine Arbeit als Rentner ermöglicht mir all das zu erleben, wofür ich Spanien so schätze.
Im Rahmen meiner Autofahrten sehe ich tolle Landschaften, urige Dõrfer, sakrale Bauten aus dem Mittelalter und endlos viele Burgruinen.

Ich übernachte für wenig Geld in Dörfern und geniesse ein 3-gängiges Menü inklusive Wein und Wasser für EUR 15. Die anderen Gäste sind LKW-Fahrer und Monteure, die das Leben sehr schätzen.
Zum Black Friday Sale kaufte ich mir einen Interrail Spanien Pass! Mit diesem fuhr ich einen Monat lang durch das iberische Land. Von Süd nach Nord und Ost nach West. Kaum ein Fleck oder eine Stadt blieb mir unerschlossen!

Ich verbrachte als geborener Pufferküsser viel Zeit in den Hochgeschwindigkeitszügen der Renfe. Aber auch Extremadura und die tolle Bahnhofsgaststätte in Zafra durfte ich erleben.

Ich kam an Orte, die kaum ein Tourist jemals gesehen hat. Wer kennt schon Constantina in Andalusien? Dort verbrachte ich eine halbe Stunde im Stau: Der Umzug für Heilige Drei Könige zog durchs Dorf.

Oder mein Genuss in einer angesagten Tapasbar in Lugo in Galicien. Die komplett erhaltene Stadtmauer erkundete ich ebenso.

Dann war mein nächtlicher Marsch vom Bahnhof in Toledo zum Hostel mitten auf dem Berg in der Altstadt. Unglaublich wie ich Arbeit mit Erlebnis verbinden kann.

Zu meinen Kunden zählte auch die Polizei. Ich überführte einen Peterwagen von La Unión bei Cartagena nach Granada. Ich musste aber unterschreiben, dass ich keine Blaulichtfahrt machen darf!
Was unternahm ich in Spanien, wenn ich kein Auto fuhr oder im Schnellzug sass?

Zuerst war da meine juengere Schwester! Ich besuchte sie und ihren Gatten in ihrer Ferienwohnung auf Teneriffa. Das war Anfang Dezember 2025! Wir fuhren mit der Seilbahn auf den El Teide, dem höchsten Berg in Spanien. Was für ein Erlebnis in der Vulkanregion!
Weihnachten und Neujahr waren Freunde aus Berlín hier! Ebenso der Hauseigentúmer. Wir nutzten das Haus für die Sylvester Sause! Weihnachten Genuss der spanischen Kueche! Eine Radtour durch Sevilla durfte auch nicht fehlen!

Und dann haben wir unsere Hunde hier! Den grossen Hütehund Schultzi und die Boxerhündin Bella, die so viel Energie inne hat, wie kein anderer!
Schultzi gehört Georg, der so alt ist wie ich und den Winter im Ferienhaus verbringt.
Bella ist Schultzis beste Freundin! Ich brachte beide Hunde vor einigen Jahren zusammen, als ich den ersten Winter hier verbrachte.
Bella gehört einem verwitweten Finnen, der bereits 84 Jahre alt ist und Bella nicht mehr gut ausführen kann. Dafür übernehme ich das sehr gerne, denn Bella tut Schultzi sehr gut.
Hannu war früher ein sehr angesehener Arzt, der u.a. für die Gesundheitsorganisation der UNESCO arbeitete.
Seine Villa ist ein Traum! Freier Meerblick und manchmal Blick im Winter bis Marokko. Solche gigantischen Villen hat es einige hier! Hannu ist und war Weltenbummler wie ich! Er besuchte über 100 Länder! Jetzt hat er für sein Alter weiterhin sein Traumhaus, Kunstsammlung und Bella, die Unermüdliche!

Schwulen Szeneausgang bietet mir das nahegelegene Torremolinos an! Auch eine wilde Szenesauna kann ich sonntags, da fahre ich nicht Auto, geniessen!

In wenigen Tagen verlängere ich meine Winterabwesenheit von Deutschland und fliege nach Indien und Nepal. Denn der Winter ist noch nicht vorbei!

Am letzten Tag erreicht mich hier bei meinem Spanientrip eine extreme Schocknachricht! Im Rahmen meiner Autoüberführungen nutzte ich das Interrailticket. Insgesamt fuhr ich auf der Schnellfahrstrecke Malaga – Córdoba – Madrid sieben mal! Gestern Abend starben auf dieser Strecke sehr viele Menschen! Dort wo ich oft mit dem AVE fuhr! Eines der schwersten Eisenbahn Unglücke mit Hochgeschwindigkeitszügen überhaupt.
Ich fliege ab Malaga nach Indien und nicht ab Madrid! Der Zugverkehr von Malaga nach Madrid wird erstmal ruhen! In Spanien gibt es nur noch ein Thema: das Zugunglueck und die vielen Toten!
RadevormWald ( damals war ich Kind) und Eschede lassen grüssen!
