Die Halbinsel auf der Südkorea liegt gehört immer mehr zum Leben eines Digital-Nomaden. Aber auch Backpacker finden an ihr Gefallen.

Südkorea ist neben Bangladesch das am dichtesten besiedelte Land der Welt. Die Infrastruktur ist vorbildlich. Das Land wirkt sauber und gepflegt. Kriminalität ist gering.

Das Land ist durch Mittelgebirge geprägt. Die Ostküste ist waldreich und dünner besiedelt. An der Westküste und im Süden liegen die großen Städte.

52 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die so groß ist wie die Neuen Bundesländer. Es ist die 13. größte Volkswirtschaft der Welt.

Südkorea verfügt über zahlreiche Billig Airlines. Die beiden großen Fluggesellschaften plus ein aufstrebender Billigflieger verbinden Frankfurt mehrmals täglich mit Seoul.

Noch kann man nicht ab Europa direkt nach Busan oder Daegu fliegen. Startorte in Fernasien bieten jedoch einige Ziele mit Billigairlines in Südkorea an.

Ich bin von der Mongolei kommend in Busan angekommen. Hatten wir in Ulan Bator bereits Spätherbst Wetter, so traf ich hier noch drückende Hitze Mitte September 2024 an. Die Flugzeit betrug nur 3 Stunden.

Ich nächtigte im Blue Backpackers Hostel im Zentrum von Busan. Dieses ist auch beliebt bei reiferen Travellern. Es erscheint jedoch eher etwas langweilig. Es gibt in der Nähe ein größeres Hostel für das Partyvolk!

In allen Hostels in Südkorea gilt: Schuhe ausziehen beim Betreten der Schlafbereiche. In den Social Areas dürfen auch mal Schuhe getragen werden. Vor dem Schlafsaal liegt der Sanitärbereich. Schlafsäle haben oftmals kein Fenster.

Was macht man in Südkoreas zweitgrößter Stadt?
- Besuch des Ausgehviertels Seomyeon
- Fischmarkthalle mit riesigen Imbissbereich im 1. Stock (teuer)
- Cheonmasan Grafity Village
- Beomeosa Tempel und Waldgebiet für Wandern
- Haeundae Beach Train und Bohlenweg
- Strände
Für drei Tage Zeit kannst Du in einer Stadt, die so groß ist wie Berlin, so einiges erkunden.

Danach zog es mich ca. 100 Kilometer nördlich nach Gyeongju. Hier ist Korea geboren. Es gibt zahlreiche Hügelgräber.

Wenn Du diese besteigst, bekommst Du eine hohe Geldstrafe!

Ich nächtigte im Doobaki Hostel. Das Hostel verfügt über eine Kneipe! Beerpong wird hier gespielt.

Gyeongju erreichst Du mit dem Bus. Der fährt im S-Bahn Takt ab Busan.

Das gibt es in Gyeongju zu sehen:
- Daerungwon Gräber Komplex mit Museum
- Woljeonggyo Brücke (nachts angestrahlt)
- Riesiges Nationalmuseum
- Bulguksa Tempel
- Seokguram Grotto
- Zahlreiche Tempel und Wanderwege in der Umgebung
Gyeongju gehört zu einem Südkorea Urlaub definitiv dazu!

Anschließend fuhr ich mit dem Bus zum Nationalpark Seoraksan im Nordosten des Landes.

Dabei stieg ich einmal in einen Fernbus um, der sehr komfortabel und nur mit 28 Sitzen ausgestattet war.

Busse in Südkorea haben entweder 45 Sitze ( kurze Strecken) oder 28 Sitze ( lange Strecken). Hinzu kommen VIP Busse.

Seoraksan befindet sich nahe der Stadt Sokcho, die keine Eisenbahn hat. Ich nächtigte im Nationalpark im „The Red House“ Hostel.

Leider regnete es für 48 Stunden ohne Unterbrechung (Starkregen)! Somit war ich extrem eingeschränkt für Unternehmungen.

Was kannst Du hier machen:
- Zahlreiche steile Wanderungen im Nationalpark
- Kloster besuchen
- Seilbahntour
Nach 2 Tagen fuhr ich mit dem VIP Bus ( billig) nach Seoul.

Obwohl die Eisenbahn in Südkorea sehr gut ausgebaut ist, so gibt es zahlreiche Fernbusstrecken. Der Busbahnhof für diese in Seoul ist gigantisch. in Busan hingegen ist er recht klein. Busse gelten als preiswert und werden gerne genutzt!

In Seoul nächtigte ich im Dream Hostel. Dieses sehr zentral gelegene Hostel zieht Traveller an, aber oftmals wechseln sie dann in andere lebhaftere Hostels, wo mehr abgeht. Das Dream Hostel ist zwar gut, aber irgendwie langweilig.
Im Stadtteil Itaewon soll es ein cooles Hostel geben.

Itaewon bietet zudem ein Nachtleben an. Der „Homo Hill“ ist hier beheimatet. Ca. 20 queere und schwule Lokale, eine Disco namens „Eagle“ mit Darkroom plus eine Szenesauna gibt es hier.

Achtung: Die beiden Clubs „Eagle“, der „Gym Club“ und die Sauna diskriminieren ältere Schwule. Ab 60 Jahren kommst Du hier nicht mehr rein.
Ausflug zur entmilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea: vom Hauptbahnhof in Seoul fährt stündlich und stets zur halben Stunde eine S-Bahn nach Paju. Von dort nimmst Du den Bus 58B Richtung zum Peace Park. Ein 20 Minuten langer Fußweg schließt sich an. Gegen 17 h fährt sogar eine S-Bahn direkt vom Peace Park nach Paju und dann weiter nach Seoul.

Montags ist im Peacepark nicht alles geöffnet. Die Gondelbahn fährt jedoch. Für Menschen, die sich für die deutsche Teilung und Spionage interessieren ein „Muss Ausflug“. Dauert aber den ganzen Tag.

Was gibt es in Seoul zu sehen:
- Stadtrundfahrt mit dem Doppeldecker Bus
- Seoul Tower
- Mindestens 5 große Tempelanlagen und dazugehörige Gärten
- Zahlreiche Museen
- Mehrere Märkte, u.a. Myeongdong Night Market
- Das Nachtleben in Itaewon und der Homo Hill
Seoul hat 20 Millionen Einwohner. Das ÖPNV Netz gilt als eines der besten und größten der Welt. Die aufladbare Karte gilt im ÖPNV überall in Südkorea.
Seoul ist eine Metropole von einer schier unglaublichen Größe. Du brauchst hier mindestens 4 Tage um das Wichtigste zu sehen. Ansonsten erheblich länger.

Ich fuhr dann wieder nach Busan zurück! Zuerst mit der S-Bahn bis Cheon-An-Yeog. Das ist 100 km von Seoul entfernt. Ab dort fahren moderne Intercity Triebwagen weiter nach Busan. Die Fahrt nach Busan dauert dann mehr als doppelt so lang wie mit den Hochgeschwindigkeitszügen. Sie kostet etwa EUR 25, mit den französischen TGV‘s das doppelte.

Die TGV‘s fahren viel im Tunnel und Du siehst nicht viel. Die Hyundai Rotem Triebwagen sind fabrikneu und sehr komfortabel. Die TGV‘s sind in die Jahre gekommen. In den Triebwagen fährst Du gebremst durch Korea und siehst sehr viel vom ländlichen Leben.

Leider verkehren zwischen Seoul und Busan tagsüber nur VIP Busse, die deutlich teurer sind als die 45 Sitzer. Davon verkehren erst ab 17 h drei Abfahrten für EUR 18.
Der TGV benötigt 2,5 Stunden von Seoul nach Busan, der Hyundai Rotem und der Bus je 4,5 Stunden.

Merke: Der Busbahnhof in Busan befindet sich ca. 20 km nördlich der Stadt und es gibt eine U-Bahn.

In Busan nächtigte ich für eine Nacht in einem Strandhostel. Dort wo der Bohlenweg und die Strandeisenbahn verkehrt! Danach flog ich zurück nach Ulan Bator.
Südkorea ist ein modernes und entwickeltes Land. Der Lebensstandard entspricht dem in Europa. Daher ist es hier nicht ganz billig und etwa doppelt so teuer wie in der Mongolei.
