Sulawesis Totenkult und Mythen!

Sulawesi ist eine relativ grosse indonesische Insel und flächenmässig grösser als Java. Der Flughafen Makasar steht an 4. Stelle aller Flughäfen des Landes. Also die Insel ist bedeutend für Indonesien.

Sulawesi ist Magie! Der Totenkult der Tana Toraja Bevölkerung zieht kulturinteressierte Menschen weltweit an. Im Flughafen von Makasar prägen die Wände diese Kultur und zeigen die einzigartigen Häuser und Büffel der Tana Toraja.

Sulawesi ist aber noch mehr als Totenkult! Die Korallenriffe rund um die Insel Bunaken bei Manado und dem Insel Archipel Pulau Togian zählen zu dem Besten, was die Welt zu bieten hat.

Die Megalithen von Palindo und unweit des Binnensees von Danau Poso runden Dein Kulturerlebnis auf Sulawesi ab.

Du startest Deine Inselerkundung entweder in Makasar oder in Manado. Zwischen diesen beiden Flughäfen liegen 1.800 Kilometer Strecke, die Du im Bus, auf der Fähre und im Boot und dem Taxi zurücklegst. Dafür benötigst Du 2 bis 3 Wochen!

Die Hauptgründe hierher zu kommen sind Tauchen und Totenkult. Das passt nicht für Jeden. Totenkult und die brutalen Tieropfer, nicht nur an Wasserbüffeln, schrecken ab.

Makasar ist nur eine Flugstunde von Bali entfernt. Manado kannst Du stets über Makasar aber auch Bali und Jakarta erreichen.

Die Verstorbene

Der Tauchtourismus steht an erster Stelle auf Sulawesi. Dafür steuerst Du den Flughafen von Manado an.

Zur Tana Toraja Kultur bringt Dich der Bus in 9 Stunden ab Makasar.

Makasar ist das wirtschaftliche Zentrum von Sulawesi. Du wirst hier im Regelfall nicht viel Zeit verbringen. Ausser der grossen Moschee und dem Fort Rotterdam gibt es hier nicht viel zu sehen.

Ich empfehle in einem der bei Lonely Planet aufgeführten Homestays zu nächtigen. Die Hotels an der Uferpromenade sind nicht besonders einladend.

Der Metro Tagesbus von Makasar nach Rantepao startet um 08:30 h vom Busbahnhof, der sich unweit des Flughafens befindet. Die Fahrt finde ich interessant und Du siehst viel.

Die Region der Tana Toraja grüsst Dich, sobald Du Sie betrittst. Sie ist christlich geprägt. Ca. 450.000 Menschen prägen diese Kultur und davon leben 2 Drittel hier im Bergland.

Ausgangspunkt für Dein Totenkulterlebnis bildet die Kleinstadt Rantepao. Zahlreiche Homestays laden Dich hier ein! Sie vermitteln Dir den Totenkult hautnah und pflegen beste Kontakte zu Guides und Fahrern.

Wir nächtigten im Pias Poppies Toraja Homestay. Dieses gilt als Topadresse für Traveller. Diese Herberge hat beste Kontakte zu Guides, die Dich den Totenkult hautnah erleben lassen. Das Homestay vermittelt Dir auch Fahrer und verfügt über Fahrzeuge.

Dein Guide kennt den Totenkult bestens und weiss wann und wo Totenzeremonien stattfinden. Ebenso kennt er die Abläufe dieser Begräbnisfeiern und führt Dich an den Tagen dorthin, wenn es für Dich am interessantesten ist. Er berät Dich ebenso zum Gastgeschenk, welches Du mitbringen solltest.

Weil Du mehrere Tage hier sein wirst, sprichst Du Deine Aktivitäten mit dem Guide ab. Du wirst sicherlich an 2 bis 3 Zeremonien teilnehmen. Davon wird eine die Opfer zahlreicher Wasserbüffel sein, die andere aber eher die Begrüssung der Gäste, die Übergabe der Geschenke ( auch Opfertiere) und die Aufgebarung der Toten sein.

An den anderen Tagen besuchst Du typische Anwesen der Toraja, die den Kasten GOLD oder EISERN zugehören. Die Kaste HOLZ gilt als arm und kann sich aufwendigen Totenkult nicht leisten. Die Menschen der Kaste GRAS werden als Sklaven der beiden oberen Kasten gehalten.

Des weiteren besuchst Du Höhlen, in denen die Verstorbenen beigesetzt werden. Ebenso erkundest Du die Landschaft der Umgebung. Wanderungen, auch über mehrere Tage werden angeboten.

Der Büffelmarkt und die Büffelauktionen in Rantepao gehören zu Deinem Erlebnis in der Stadt. Viele Wasserbüffel müssen extra nach Sulawesi gebracht werden. So viele Büffel, wie hier geopfert werden, kann man vor Ort garnicht züchten!

Büffel dienen nur begrenzt für die Landwirtschaft, nein sie werden aufgezogen damit sie dann als Prachtbüffel geopfert werden.

Die Toraja drücken ihre Kultur und Bräuche in dieser Region beachtlich aus. Davon zeugt die einzigartige Architektur ihrer Häuser , Reisspeicher und die Dekorationen. Totenfeiern werden jeweils einzeln mit den Hörnern jedes Büffels an Pfählen dokumentiert. Diese zieren die Fronten der Häuser. Umso mehr Hörner ein Pfahl trägt, desto bedeutender die Feier.

Am 6.Tag in Rantepao machten wir uns auf dem Weg mit dem Bus weiter an den See Danau Poso und stiegen im Homestay Victory ab.

Die Fahrt dorthin ist beschwerlich und nimmt ca. 13 Stunden Zeit in Anspruch. Der Bus ist eher einfach und war zum Glück nicht voll.

Gastgeberin Victory Homestay

Um so netter war die Gastgeberin des Homestays! Wir blieben 3 Nächte hier! Die Gastgeberin organisierte uns 2 Ausflüge! Einen in die nähere Umgebung des Sees und einen weiteren zu den Megalithen, die mit einem Tagesausflug erreicht werden können.

Ich empfehle diesen Zwischenstopp, wenn Du Richtung Togeaninseln unterwegs bist. Diese sind mit dem Flugzeug nur über Umwege erreichbar.

Black Marlin Dive Ressort

Um von Danau Poso weiterzureisen zu den Togeaninseln wirst Du in Ampana in einem der beiden Touristen Homestays übernachten müssen.

Es fährt morgens ein Boot zu den Togeaninseln, In Wakai musst Du in ein Privatboot umsteigen, um in Dein Tauchressort zu kommen.

Wir nächtigten im Black Marlin Dive Ressort, welches von einer Familie aus der Schweiz betrieben wird.

Sonnenuntergang auf den Togeaninseln

Ich empfehle hier Dir nur einen Aufenthalt, wenn Du tauchen willst. Das gilt für alle Ressorts auf den Togeaninseln!

Wir sind übrigens nicht tauchen gegangen, obwohl Pelle einen PADI Advanced Tauchschein hat.

Von Wakai verkehrt 2 x wöchentlich eine Fähre nach Gorontalo abends gegen 17 h. Der klimatisierte Schlafsaal ist akzeptabel.

Auf der Fähre hatte es ca. 40 Traveller, die Mehrzahl von ihnen professionelle Taucher.

Ab Gorontalo fuhren wir mit einem Sammeltaxi ca. 10 Stunden nach Manado.

Ich musste feststellen, dass die meisten Traveller nach Sulawesi reisen, um zu tauchen. Der Toraja Totenkult ist für eine eher kleinere Zielgruppe interessant. Somit reisen die meisten Touristen nach Manado und nicht nach Makasar.

Ich denke, dass die Togeaninseln Inseln sich noch besser für den Tauchsport eignen, als die Bunaken, die direkt Manado vorgelagert sind und somit auch flughafenseitig gut erschlossen sind.

Wir machten einen Ausflug von Manado nach Tomohon. Dort gibt es einige heiße Quellen zum Baden, einen großen See, Vulkane und Kraterseen, Kunsthandwerk.

Aber der Kracher ist das Tauchen auf den Bunaken, nicht das, was wir unternahmen.

Fazit: Sulawesi bietet zwei große Attraktionen! Tauchen auf den Bunaken und den Togeaninseln. Und die Tana Toraja Totenkult Rituale.

Größer geht immer!

Beide Attraktionen liegen weit voneinander entfernt! Das Flugzeug hilft Dir kaum, um Beides miteinander zu verbinden.

Du musst praktisch von Rantepao nach Makasar zurückfahren und dann von dort nach Manado fliegen.

Die Tour, die wir machten , unternehmen nur Hardcore Traveller. Es hat sicherlich Gründe, warum nur so wenige Touristen nach Sulawesi fliegen, obwohl Bali nur eine Flugstunde von Makasar entfernt liegt. Bali nach Manado sind 2,5 Flugstunden.

Ich als Extrem Traveller finde die Infrastruktur auf Sulawesi schlecht. Gleiches gilt für Sumatra. Nur Java, Bali und Lombok sind gut erschlossen.

Sollte sich Indonesien wirtschaftlich gut entwickeln, so kann es gut möglich sein, dass der Totenkult der Tana Toraja sehr stark eingeschränkt wird und Tieropfer verboten werden. Das haben die Holländer während der Kolonialzeit ja auch getan.

Aktuell hat es nicht den Anschein, dass aus dem Totenkult eine große Touristennummer gezogen wird.

Zumindest ist der Flughafen von Manado gut angebunden ( Bali, Surabaya, Jakarta und Makasar).

Interessant ist, dass sowohl Manado als auch das Tana Toraja Gebiet christlich geprägt sind. Somit ist Alkoholkonsum ohne Probleme möglich. Der Ramadan spielt dort keine Rolle. Makasar ist muslimisch und wird während des Ramadan trockengelegt.

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