Kenia ist offensichtlich das beliebteste Land im Geltungsbereich des Ostafrika Visums! Es ist gleichzeitig das größte der drei Länder und bietet als einziges dieser Länder den Strand an.
Für Queers ist es definitiv angenehmer zu bereisen als sein homophoner Nachbarstaat Uganda. Es gibt sichtbare Schwule und Lesben in Nairobi und Diani Beach. Klubs bieten Gaydays Mottoparties an.
Drogengebrauch ist auch hier strafbar, aber das hält uns nicht davon ab, sie zu konsumieren ! Auch harte Drogen wie Kokain soll es geben! Am ehesten wird es der altehrwürdige Joint tun. Diesen bekommst Du im Regelfall für kenianische Schilling 300 angeboten.
In Kenia wirst Du sicherlich auch eine Safari unternehmen! Partywütige kommen an Diani Beach nicht vorbei! Nairobis Nachtleben lädt Dich am Wochenende ein!
Kenia gilt als günstig, ist jedoch teurer als sein Nachbar Uganda. Safaris sind auch hier teuer. Aber es gibt eine größere Anzahl an Gruppenangeboten für die geführten Touren. Diese triffst Du im Budgetbereich eher an! Im Luxussegment bleibt man lieber privat und unter sich!
Fortkommen wirst Du mit dem Bus! Zwischen Nairobi und Mombasa fährt ein Schnellzug 3 mal pro Tag und Richtung. Längere Strecken kannst Du mit dem Billigflieger bewältigen! Selbst Mombasa bietet Flüge bis nach Kisumu oder Eldoret an.

Hostels gibt es an den Strandorten, aber weniger anderswo! Selbst Nairobi verfügt nur über wenige Schlafsaalherbergen. Diani Beach ist bekannt dafür, einen Draufzumachen!
Ich kam am 05.02.2024 in Kenia über den Grenzübergang Busia an. Sofort bekam ich eine kostenfreie Mitfahrgelegenheit von einem Geschäftsmann aus China in einem schnellen Auto nach Kisumu. Mit bis zu 140 km ging’s über die mäßig ausgebaute Landstraße!

In Kisumu also auch in Kakamega kannst Du preiswert und gut in katholischen Priesterseminaren wohnen!
Ich empfehle absolut keine Nachtbusfahrten von Jinja nach Nairobi! Ein Zwischenstopp im Kakamega Natural Reserve bietet sich an!
Der Westen Kenias ist tropisch und sehr dicht besiedelt.
Für den Besuch des einzigen Urwalds in Kenia reicht ein Tag! Ich nächtigte im Bischop Stam Pastoral Centre, welches außerhalb von Kakamega liegt.

In den Urwald bringt Dich ein PickiPicki für Schilling 800 hin- und zurück und inklusive 2 Stunden Aufenthalt im Rondo Retreat Centre, wo Du eine geführte Dschungelwanderung für Schilling 930 buchen kannst.
Du bekommst während der Urwalderkundung definitiv Primaten und Vögel zu sehen!
Am 07.02.2024 fuhr ich mit Easy Coach von Kakamega nach Nairobi. Der Bus kommt in einem sehr schäbigen Stadtteil an! Vorsicht mit den Taxifahrern! Uber und Boldt sind OK!
Ich nächtigte für die ersten beiden Tage im Nairobi Backpackers, danach mit Wolfgang im Khweza Bed & Breakfast.
Die wohl beeindruckendste Touristenattraktion bildet der Gikombo Market ab. Diesen kannst Du aber nur mit Guide machen, denn das Gebiet gilt als gefährlich und es kann schnell zu einem Raub kommen.
Danny arbeitet als Portier im „Khweza“ und darüberhinaus als Guide! Er verfügt über ein respekteinflössendes Erscheinungsbild!

Danny hat gute Kontakte zu Polizisten eines dem Gikomba Market nahegelegenen Polizeireviers! Somit kannst Du Dir zwei mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten mieten. Diese begleiten Dich ins Marktgeschehen und Du kannst filmen! Das kostet Dich Schilling 3.000! Ich verzichtete dennoch auf ein solches weißes Kolonialherrenverhalten.

In Nairobi interessierte mich das Nachtleben! Queers gehen gerne ins“The Alchemist“ oder zum Gay Sunday ins „K1“!
Im „The Alchemist“ konnte ich mich mit einem deutschen Sextouristen gut unterhalten. Er lebt hier auch mal etwas länger. 17 mal war er bereits hier und schwarze Frauen sind seine Leidenschaft!

Ins Apartment kommen rassige Mädels auf ein Date! Aus einem Klub eine abschleppen eher NEIN, denn das kann zu Dramen führen! Mit Drinks freihalten, ja das gehört zum Business dazu!

Das CBT solltest Du für Deinen Szeneausgang meiden! Westlands ist der Stadtteil der Reichen! Nach Einbruch der Dunkelheit gehört die Straße den Gangstern aber nicht Deiner Hautfarbe! Also nur das Taxi erlaubt Dir den Bordstein zu queren!

Es gibt drei wichtige Museen zu besuchen! Reihenfolge: Nationalmuseum, Cineastenmuseum „Karen Blixen“ und das Railwaymuseum.

Nairobi ist eine Grosstadt! Aber doch nur bedingt! Mit Städten wie Bangkok, Mumbai oder Kairo kann das hier nicht mithalten! Meistens reist man nach 4 Tagen wieder ab!

Klar es gibt hier viele Reiche, auch Superreiche! Aber die Stadt ist schmuddelig! Den ÖPNV nutze ich hier bestimmt nicht. Wir bedienen uns eher einer Droschke!

Gegenüber Kampala mag es mir wohltuend vorkommen! Die Fußgängerzone im CBT ist ja ganz nett!

Der 07.08.1998 hat die Stadt und das Land verändert. Der Bombenanschlag auf die US Botschaft hat den Tourismus ausgelöscht! Jetzt kommen sie wieder! Und die vielen Polizisten und das Militär sind überall sichtbar! Ich sah zum ersten Mal, dass Security Mitarbeiter auch Pfeil und Bogen einsetzen. Ob sedierende Substanzen dabei eingesetzt werden, das weiß ich nicht!

Mitte Februar 2024 fuhren wir mit dem SGR Schnellzug von Nairobi nach Mombasa. Die Bahnhöfe dieser nichtelektrifizierten eingleisigen Neubaustrecke befinden sich sehr weit außerhalb der Städte. Sie können mit Regionalzügen des Schmalspurnetzes erreicht werden.

Die Bahnhöfe ähneln Flughäfen. Es finden umfassende Sicherheitskontrollen statt und die Immigration Police führt Pass- und Visakontrollen bei Ausländern durch.
Die Züge aus chinesischer Produktion sind modern, klimatisiert, sehr sauber und komfortabel. Es gibt viel Personal, dass sich um die Gäste kümmert.

Die erste Klasse ist 3x so teuer wie die 2. Klasse. Die 2. Klasse wird genauso gut betreut wie die 1. Klasse und das Wagenmaterial ist exakt gleich. Der Fahrpreis der 1. Klasse rechtfertigt absolut nicht den Unterschied. Das sagt Dir aber niemand im Voraus! Ich finde die SGR Züge ausgesprochen komfortabel und die Bahnhöfe gleichen Glaspalästen unserer Großstädte.

Mombasa ist eine tropisch heiße Stadt und am indischen Ozean gelegen. Zwischen Nairobi und Mombasa liegen Welten! Mombasa ist muslimisch geprägt und verfügt über eine pittoreske Altstadt nebst Fort. Ein Unterschied zu Nairobi ist feststellbar! Es ist schlichtweg nicht die Hauptstadt!

Die Badeoasen wie Diani, befinden sich außerhalb! Die Ringautobahn, die Diani mit dem Flughafen und dem SGR Bahnhof verbinden wird, steht kurz vor ihrer Fertigstellung.

Noch kannst Du das bunte und hektische Treiben auf den Fährschiffen erleben. Hier siehst Du wo Du bist: In Schwarzafrika!

Vorsicht vor Menschen, die Dich auf der Straße ansprechen und sich als Mitarbeiter der Security Deines Hostels ausgeben. Diese haben Dich vor der Ansprache beobachtet: Sie haben eine plausible Story und sprechen Deine Sprache. Sie bauen Vertrauen zu Dir auf und bieten an, Dir Marijuana zu besorgen. Haben sie Dein Geld bekommen, so vergiss es, dass sie zurückkommen und Dir die Rauchware bringen.

Diani ist das Bade- und Traveller Paradies von Kenia! Hier gibt es das Diani Backpackers, ein absolutes Partyhostel!

Diani ist nicht nur Badestrand! Damen dienen dem mindestens doppelt so alten Herrn! Es hat viele deutsche Männer hier! Schwarze rassige Frauen sind gefragt!

Die Strandmeile wird gesäumt durch hoch gesicherte Ferienanlagen, die sich im tropischen Urwald befinden. Auch Luxusrestaurants triffst Du hier an.

Landschaftlich gibt das hier etwas her! Die tropische Idylle präsentiert sich gut! Auf der dem Strand weggeneigten Straßenseite findest Du so einige Touristenrestaurants, mindestens eine große Diskothek und Modegeschäfte.

Diani hat eigentlich keinen touristischen Stadtkern! Man bewegt sich mit dem Piki Piki!

Wir waren 3 Tage hier! Wenn Du kein Strandtyp bist, reicht das völlig aus!

Anschließend fuhren wir nach Kilifi. Dort befindet sich das „Distant Relatives Ecolodge and Backpackers“. Es handelt sich um ein ausgezeichnetes Traveller- und Digital Nomaden Hostel. Viele der Gäste kommen nur tagsüber hierher, um die Anlage zu nutzen.

Das Ganze ist nicht ganz billig! Aber die Betreiber wissen, was das Traveller Volk sucht. Z.B. finden vom Hostel organisierte Elektronic Music Events statt. Diese sind aber nicht zu verwechseln mit dem großen Festival in Watumi Beach.

Ich fuhr dann alleine weiter nach Malindi. Dort traf ich Aisia aus Polen. Mit ihr reiste ich letztes Jahr in Kirgistan und Usbekistan. Pelle aus Schweden war auch dabei.

Malindi wird von Italienern geprägt! Sextourismus ist hier ähnlich wie in Diani stark ausgeprägt.

In der Nähe von Malindi befindet sich „Hells Kitchen“. Das ist ein aus Sandstein geformter Canyon, der sich durch Regen und Wind verändert. So etwas gibt es auch in Kolumbien und nennt sich „Tatacoa Desert“! Es handelt sich aber nicht um eine Wüste!

Eine Erkundung lohnt sich zum Sonnenuntergang. Am besten mit dem TukTik oder Piki Piki dort hin fahren.

Aisia und ich fuhren anschließend mit dem Bus nach Lamu. Dieser als Hippieparadies aus den siebziger Jahren bekannte Strandort gilt für seine alte Hafen- und Handelsstadt als Weltkulturerbe.

Zu erreichen ist Lamu nur auf dem Wasserweg. Die meisten Backpacker reisen mit dem Flugzeug an. Der Flughafen befindet sich auf einer Nachbarinsel. Die Fahrzeit von ca. 7 bis 8 Stunden ab Mombasa ist den meisten Touristen zu lang.

Lamu hat über 2.000 Esel, die hier alles transportieren. Die Altstadtgassen sind eng. Die Hitze hier ist kaum auszuhalten. Klimaanlagen sind teuer zu betreiben und daher selten.

Lamus Altstadt ist das Beste, was Kenia hergibt! Die Altstadt von Mombasa kann da nicht mithalten! Es gibt ein Heimatmuseum, welches Du mit Guide besuchen solltest.

Es werden zum Sonnenuntergang 2 stündige Windjammer Fahrten angeboten. Die führen Dich durch Mangrovenwälder und zu einem gigantischen Luxusressort auf der Insel, wo der Flughafen sich befindet! Diese Touren gelten als ein Muss für jeden, der das Lamu Archipel besucht.

Es gibt eine Menge Touristen, die lieber in Shela als in Lamu quartieren wollen. Beachte aber , dass Shela Dir nicht die Atmosphäre bietet, die Du in Lamu mit seinem Basar Flair und den vielen Packeseln bietet.
Auf dem Wasser vor Lamu hat es mehrere sogenannte „Schwimmende Bars“! Diese lohnen sich auch zum Sonnenuntergang zu besuchen.
Von Lamu aus fuhr ich zurück nach Mombasa! Ich nahm dann einen Flug von dort nach Kisumu mit Umstieg in Nairobi.
Der Flughafen war voll mit Besuchern des „ Kaleidoscope „ Festivals in Watamu. Dieses Festival mit ca. 40 Acts gilt als bedeutend und DJ‘s aus Europa holen sich hier Inspiration für ihre zukünftigen Projekte.
Auf meinem Rückweg nach Uganda schaute ich in Kisumu vorbei! Dort hat es auch einiges zu entdecken. Der Victoria See bildet den Mittelpunkt hierzu.
