Ho Chi Minh City, Cu Chi Tunnel und Tempel der Cao Dai Religion

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Als unser Urlaub sich dem Ende neigte, buchten wir eine Ganztagestour, die uns zu einem Tempel (ca. 110 km) entfernt von HCMC und zu den Cu Chi Tunneln führte.

Vorab muß ich bemerken, daß die Tour ca. 10 Stunden dauert, wovon ca. 6,5 Stunden im Bus verbracht werden. Inklusive Eintritt zu den Tunneln kostet sie weniger als 9 Euro. Wer also bereit ist, so lange im Bus zu fahren, dem sei die Tour empfohlen. Ansonsten wäre es sinnvoller, auf die Besichtigung des Tempels zu verzichten und nur die kleine Tour zu den Tunneln zu machen.

Zunächst fuhren wir zu einer Fabrik, die Kunstgegenstände und Souvenirs herstellt. Das Besondere an dieser Fabrik war, daß dort körperlich Behinderte arbeiten. In einem weiteren Fabriktrakt werden Zigaretten produziert. Das riesige Outlet, durch das jeder Besucher kommt, gilt als teuer. Am Vormittag kommen massenweise Touristenbusse an. Dieser Teil der Tour ist o.k., aber nichts besonderes.

Dann fuhren wir mindestens 2 weitere Stunden, um zu einer Messe der synkretistischen Religion im Tempel der Cao Dai zu kommen. Die Messe selbst war ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Aufgrund der langen Fahrt dorthin, waren vergleichsweise wenige Touristenbusladungen dort. Bevor wir am Tempel ankamen, waren alle Businsassen sichtlich genervt von der langen Fahrt.

Nach dem Mittagessen ging es weiter zu den Cu Chi Tunneln. Nach einem Mittagsschlaf während der Busfahrt erlebten wir die Führung durch das von den Widerstandskämpfern angelegte insgesamt 220 km Tunnelsystem. Hier tauchten unzählige Kämpfer und deren Familien unter um sich vor den Franzosen und Amis zu verstecken.

Die Besichtigung fand ich interessant. Sie verdeutlicht die Cleverness der tapferen Vietnamesen, die sich nicht haben unterkriegen lassen.

Beeindruckend sind die Todesfallen, die die Vietnamesen gebaut haben. Einmal in eine Falle geraten, bedeutete für die Soldaten das Ende, denn die spitzen Dornen und Messer waren mit Gift eingeschmiert, was den Tod zur Folge hatte.

Diese Tour ist sehr zu empfehlen. Den Schießplatz, wo man Kriegsmunition kaufen kann um sie anschließend zu verballern, kann man sich schenken. Der Schießplatz vermittelt durch den Lärm der Schüsse den Eindruck, als ob jetzt tatsächlich Krieg wäre. Hinzu kommt, daß sich am Schießplatz ein großer Souvenirshop und Cafeteria befindet, damit man sich dort länger aufhält.

HCMC ist eine riesige Stadt mit ca. 9 Millionen Einwohner. Es werden viele weitere Wolkenkratzer gebaut, die sich dann zu den bereits existierenden hinzugesellen werden. Im Vergleich zu Hanoi ist diese Stadt viel moderner aber auch vom Leben her kälter. Es gibt ein großes Backpacker-Viertel mit allem was man so braucht: Reiseagenturen, Billigst-Bierausgabestellen in Kioskform, Massagesalons (nur Massage und ohne Prostitution), fliegende Händler. Das Backpacker-Viertel in Hanoi hat aber viel mehr Flair und Atmosphäre.

Direkt an das Backpacker-Viertel grenzt das moderne Hotel- und Wirtschaftszentrum der Stadt an. Hier hat es zahlreiche und auch sehr gute Restaurants. Einige sind sehr erschwinglich, andere aber auch teuer mit Preisen, die unserem Standard entsprechen. Das mondäne Nachtleben und die Klubs sind hier anzutreffen. Kostet ein Bier im Backpacker-Viertel 0,40 Euro für die große Flasche, so kostet es im modernen HCMC in einem Szeneklub oder einem chicken Cafe 4 Euro für die kleine Flasche. Krasser können die Unterschiede nicht sein.

Ein Besuch des „Wiedervereinigungspalastes darf bei einem Besuch in HCMC nicht fehlen. Der Palast strahlt den Charme der 60 er und 70 er Jahre aus.

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