Von Creel nach Tucson: mit Hindernissen und Vorderrad-Gabelbruch

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25.12.2011: Creel nach Basaseachi: ca. 140 km, davon 60 km mit ca. 1000 Höhenmetern und maximaler Höhe von 2700 Metern, Rest per Anhalter

Am Weihnachtsfeiertag startete ich nach 9 Tagen wieder mit vollem Gepäck auf dem Weg nach Norden. Nach ca. 30 km stellte ich fest, dass die Gabel meines Rades gebrochen ist. Das Rad liess sich nur noch schwer lenken.

Hinzu kam, dass ich in einem sehr hoch liegenden Gebiet mit starken Nachtfrost radelte. Gegen 16:30 h hatte das Trampen Erfolg. Ein Pickup Wagen nahm mich bis Basaseachi (ca. 70 km mit). Die Region ist extrem einsam, ca. 1 Auto pro Stunde. Für 100 km keine Unterkunft vorhanden.

In Basaseachi übernachtete ich in einer Blockhütte mit Kaminfeuer. Nur kaltes Wasser verfügbar. Es gab dort nur einen beheizten Imbiss mit Burrito-Küche.

26.12.2011: Busfahrt von Basaseachi nach Hermosillo (ca. 400 km)

Am sehr frühen Vormittag und bei frostigen Temparaturen erwanderte ich den größten Wasserfall in Mexiko in einer beeindrucken Landschaft.

Dann Busfahrt gegen 10 h weiter nach Hermosillo. Für 400 km benötigte der Bus 9 Stunden auf der MEX 16. Die Region ist erheblich einsamer als auf Baja California. Kaum Verkehr, selten mal ein LKW, nur 1 Bus pro Tag. Nach 5 Stunden Fahrt dann Drogenkontrolle durch das Militär. Den Drogensuchhund wollte ich bei seiner Arbeit photografieren. Die Soldaten waren damit nicht einverstanden.

In der einsamen Gegend verdienen einige Bauern ihr Geld mit Marihuana und Mohn. Daher die scharfen Kontrollen.

Abends kam ich dann in Hermosillo an. Im Backpacker Hotel namens Washington D.C. übernachtet, warme Dusche inklusive.

27.12.2011: Hermosillo nach Nogales (275 km) mit dem Bus

Am Vormittag Fahrradladen aufgesucht. Dort die Diagnose „Gabelbruch“. In Hermosillo keine Reparatur möglich, weil keine Ersatzteile vorhanden. Das Rad machte mir eine Werkstatt jedoch soweit startklar, dass ich wieder radeln konnte (alles kostenfrei).

Danach Fahrt mit dem Bus zur Grenzstadt Nogales. Unterwegs ein riesiger Militär-Checkpoint: Ultra modern, erinnert mich an den Kontrollpunkt Marienborn zu DDR Zeit. Eine riesiger Halle für LKW´s. Gabelstapler entleerten LKW´s komplett. Dann gibt es Busspuren, alles Gepäck wird geröncht. Die Soldaten erklären uns, dass heute eine Waffen-, Munitions- und Sprengstoff-Kontrolle durchgeführt wird. Auch hier Fotografier-Verbot. Ich habe dennoch ein paar Photos gemacht.

28.12.2011: Nogales – Tucson, 110 km auf ebener Radelstrecke

Der Rad-Laden in Nogales erklärt mir, dass ich das Rad nur in den USA reparieren lassen kann. Eine Gabel dieser Art gibt es in Mexiko nicht.

Dann langwierige Kontrolle an der Grenze. Der Einwanderungsbeamte der USA wunderte sich über meine vielen Stempel arabischer Länder im Pass. Ich wurde daraufhin in einen gefängnisartigen Raum geführt. Nach 15 Minuten kam der Beamte wieder: Alles o.k.

Dann Radtour bis nach Tucson. Man darf zwischen Nogales und Tucson mit dem Rad auf dem Standstreifen der Autobahn fahren. Bei KM 40 muss man die Autobahn Interstate 19 nehmen. Es gibt keine Landstrasse dort. An der Autobahn befindet sich der 2. Kontrollpunkt der „USA Border Patrol“.

An der Autobahn gibt es auf halber Strecke zwischen Nogales und Tucson einen Rastplatz. Dort kam ein Rentnerpaar mit einem sogenannten „Pracht-Rex“ vorbei. Gemeint ist ein Deutscher Schäferhund.

Am frühen Abend kam ich in Tucson / Arizona an. Die Motels an der Autobahn bieten sich einen Preiskrieg. Hotel für 31,99 $ plus Steuer gefunden.

Abends war ich dann in der Szenekneipe Venture N. Dort waren u.a. Mexiko-Fans. Denen habe ich dann die Bilder meines Blogs gezeigt. Ein weiterer Kneipengast meinte hingegen, dass er niemals nach Mexiko fahren würde, denn dort seien ja fast alle kriminell und es gibt viele Morde. Dies kann ich so nicht bestätigen.

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